2018-08-21
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Windenergie Stichwort: "GE"

Ausschreibungen

Modell zur Kostensenkung bei der Vergütung erneuerbarer Energien

Im EEG 2016 wurde vom deutschen Gesetzgeber festgelegt, dass künftig ein Ausschreibungsverfahren zum Einsatz kommt, um die Höhe der Vergütung für erneuerbare Energien festzulegen. Dahinter steckt die Idee, dass dadurch der Wettbewerb vergrößert und die Kosten gesenkt werden, denn nur das Angebot mit den niedrigsten Kosten erhält den Zuschlag.

In anderen Ländern werden Ausschreibungen schon länger angewendet, auch in der stark internationalisierten Offshore-Industrie werden Aufträge meist über öffentliche Ausschreibungen vergeben.

Windenergie Wiki:
Offshore, Ausschreibungen
Quelle:
Windmesse.de

10H-Regelung

Bestimmung, die den Abstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern festlegt

Die Regelung, die in der Bayrischen Landesbauordnung festgeschrieben ist, gilt in Bayern seit November 2014 und besagt, dass der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnhäusern das mindestens 10-fache der Anlagenhöhe betragen muss.

Weil die meisten Turbinen heute über sehr hohe Türme verfügen, wurde der Ausbau der Windenergie durch die Regelung in Bayern massiv erschwert, da dadurch die meisten Flächen im Freistaat nicht mehr für Windkraft zur Verfügung stehen. Ausnahmen können allerdings jeweils von den Kommunen getätigt werden.

Eine Klage der bayrischen Oppositionsparteien vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wurde im Mai 2016 abgewiesen und die Regelung bestätigt.

Windenergie Wiki:
Turbine
Quelle:
Windmesse.de

Beteiligungsangebot

Beteiligungen sind direkte Geldanlagen mit unternehmerischem Charakter, also keine Spareinlagen, Tagesgelder oder Festgelder.

Beteiligungen unterliegen nicht der Einlagensicherung. Die Besicherung des Projekts kommt sozusagen aus sich selbst, d.h. aus der projekteigenen Ertragskraft. Bei Beteiligungen hat der Anleger gute Chancen auf mehr Ertrag als dem marktüblichen Zins.

Allerdings unterliegen Beteiligungen auch einem gewissen Risiko. Denn mehr Zins / mehr Ertrag bedeutet immer auch mehr Risiko. Dieser Zusammenhang muss jedoch grundsätzlich nichts Schlechtes sein. Denn eine Geldanlage kann trotz Risiko attraktiv sein. Daher darf Risiko nicht mit Verlust gleichgesetzt werden. Wer hohe Renditen möchte, sollte jedoch das Risiko einschätzen können und erst nach gründlichem Abwägen bewusst eingehen.

Als marktübliche Beteiligungsangebote werden Angebote genannt, die entweder bei Banken oder bei Finanzdienstleistern erworben werden können. Diese fangen bei Aktien oder Aktienfonds an, gehen über Anleihen, Genussrechte, Festverzinsliche Wertpapiere bis hin zu den geschlossenen Beteiligungsfonds (Kommanditeinlagen) oder festverzinslichen Unternehmensbeteiligungen in Form des Nachrangdarlehens (Festzinspapiere).

Als eher „marktunübliche“ Beteiligungen sind die Beteiligungen zu nennen, die direkt im Unternehmen einzugehen sind. Hierzu gehören beispielsweise die stille Beteiligung oder gleich die klassische Unternehmensbeteiligung (Inhaber / Mitinhaber).

Windenergie Wiki:
Beteiligungsangebot
Quelle:
UDI Beratungs GmbH

Grünes Geld

Grünes Geld funktioniert prinzipiell genauso wie „normales“ Geld, aber im Detail dann doch ganz anders! Denn bei Grünen Geldanlagen kommt es auf den Inhalt an. Anleger wissen, was mit ihrem Geld geschieht und wo und wie ihr Geld „arbeitet“, nämlich im grünen Sektor.

Bei Grünem Geld erzielt der Anleger neben ökonomischem Mehrwert – z.B. Zins, Ausschüttung, Dividende – auch ökologischen Mehrwert, z.B. CO2-Reduzierung.

Zudem wird der Begriff Grünes Geld auch auf der Kreditseite verwendet. Wenn beispielsweise der private Darlehensnehmer einen Kredit aufnimmt und damit sein Energieeffizienzgebäude finanziert. Oder wenn z.B. ein Öko-Schreiner ein Bankdarlehen für die Finanzierung der Erweiterung seines Ladens verwendet.

Es gibt in diesem Zusammenhang auch den Begriff des Nachhaltigen Investments. Hier kommt als Ergänzung noch der soziale Aspekt hinzu. D.h. beim Nachhaltigen Investment muss die Geldanlage neben ökologischem Mehrwert, zugleich ökologischen Mehrwert und sozialen/ethischen Mehrwert bieten, z.B. keine Kinderarbeit oder feste und faire Arbeitsverträge.

Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, schließen daher ganz klar mindestens folgende Punkte aus:

  • keine Atomenergie

  • keine Rüstungs- und Waffenproduktion

  • keine Kinderarbeit oder Zwangsarbeit

  • keine Diskriminierung von ethnischen oder sozialen Minderheiten

Einige Öko-Firmen ergänzen noch zusätzlich um Punkte, wie:

  • keine Gentechnik in der Landwirtschaft

  • kein Anbau oder Förderung von Monokulturen

  • keine Tierversuche

Windenergie Wiki:
Grünes Geld
Quelle:
UDI Beratungs GmbH

Festzins-Anlagen EE

Sie werden meist in Form des qualifizierten Nachrangdarlehens angeboten und zählen zu den festverzinslichen Unternehmensfinanzierungen.

Der Kunde wird zum privaten Darlehensgeber für EE-Projekte. Er leiht dem Projekt sein Geld und erhält dafür jährlich einen fest vereinbarten Zins und am Schluss sein Darlehen zurück. Die Zinsen sind i.d.R höher, als bei herkömmlichen Spareinlagen.

Projekte können die ganz klassischen Projekte zur regenerativen Energieerzeugung sein. Festzins-Anlagen investieren aber auch in die Vorfinanzierung oder Projektierung von Energieeffizienzgebäuden, also Green Buildings oder auch Stromnetze und Speichertechnologien werden mit Festzins-Anlagen investiert.

Es handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung mit entsprechenden Risiken und Chancen. Das Thema "Nachrangigkeit" bedeutet: die Zahlung von Zins und Tilgung des Darlehens darf keine Insolvenz der Darlehensnehmerin auslösen. In diesem Fall dürften weder Zins- oder Tilgungszahlungen an die Anleger geleistet werden.

Auch dürfen bei Auflösung oder Insolvenz der Darlehensnehmerin die Rückzahlung des Darlehens und die Zinszahlungen erst dann geleistet werden, wenn andere – nicht nachrangige – Gläubiger vollständig befriedigt wurden. Daher ist dieses Nachrangdarlehen seinem Wesen nach eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion. Der Anleger übernimmt mit der Darlehensvergabe indirekt auch ein unternehmerisches Geschäftsrisiko.

Quelle:
UDI Beratungs GmbH

Dichtungen für den Anlagenbau

Eine Windkraftanlage stellt als ein komplexes System besonders hohe Anforderungen an die Auslegung ihres Dichtsystems. Spezielle Abmessungen, Werkstoffe und Bauweisen erfordern die Arbeit eines Dichtungsspezialisten.

Von besonderer Bedeutung bei der Auslegung einer Dichtung ist eine hohe Alterungsbeständigkeit und damit Langlebigkeit sowie eine hervorragende Öl- und Fettbeständigkeit des Materials.

Dichtungen für die Hauptwellenlagerung, das Getriebe und den Generator müssen eine hohe Steifigkeit aufweisen, sodass eine verwindungsfreie Montage erfolgen kann. An diesen Dichtstellen werden vor allem Radial-Wellendichtringe, offene Radial-Wellendichtringe aus Gummi-Gewebe, V-Ringe zum Schutz vor Verschmutzung und Wellenschutzhülsen eingesetzt. Bei der Gondellagerung müssen die Dichtungen vor allem große Toleranzen ausgleichen können, um die entstehenden Spaltmaße zu überbrücken. Bei der Dichtstelle zwischen Gondel und Turm sowie am Rotorblattlager ist die Verwendung von extrudierten Sonderprofilen erforderlich.

DICHTOMATIK bietet ein umfangreiches Dichtungs- und Serviceportfolio für die besonderen Anforderungen von Windkraftanlagen.

Windenergie Wiki:
Gondel
Quelle:
DICHTOMATIK GmbH

Dichtungen für die Antriebstechnik

Die Antriebstechnik ist in die Segmente Getriebebau und Elektromotorenbau unterteilt.

Den zahlreichen unterschiedlichen Kontaktmedien der Antriebstechnik kann nicht jeder Dichtungswerkstoff standhalten. Deswegen muss bei der Auswahl des Dichtsystems auf Kompatibilität mit den Schmierstoffen geachtet werden. Hinzu kommt eine hohe Bandbreite an Drehzahlen sowie druckbeaufschlagte Anwendungen.

Besonders geeignet für diese Anwendungen ist der Werkstoff NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk), der sich durch eine umfassende Temperaturbeständigkeit auszeichnet und den Drehzahlen eine hohe Abriebfestigkeit entgegen stellt. Bei aggressiveren Medien oder höheren Temperaturen wird FKM (Fluor Kautschuk) verwendet. Für dynamische Anwendungen werden vorrangig Radial-Wellendichtringe und V-Ringe eingesetzt. Die statischen Anwendungen erfordern O-Ringe sowie kundenspezifische Formteile. Ein häufig verwendeter Dichtungstyp sind Verschlusskappen zum sicheren Verschließen von Öffnungen von Wellen- oder Achseneingängen.

DICHTOMATIK bietet ein umfangreiches Dichtungs- und Serviceportfolio für die besonderen Anforderungen der Antriebstechnik.

Quelle:
DICHTOMATIK GmbH

Dichtungen für die Fluidtechnik

Typische Anwendungsbereiche für Dichtungen in der Fluidtechnik sind Erdbewegungsgeräte, Landmaschinen, Flurförderfahrzeuge, Spritzgießmaschinen und Zylinder.

Für Anwendungen in der Fluidindustrie sind Eigenschaften wie Druck- und Temperaturbeständigkeit sowie hohe Extrusionsfestigkeit, zur Vermeidung von Spaltextrusion, die Grundvoraussetzung für funktionsfähige und langlebige Dichtungslösungen. Des Weiteren sind spezielle Dichtungswerkstoffe mit einem niedrigen Druckverformungsrest (DVR) einzusetzen.

Prädestiniert für die hohen Anforderungen der Fluidtechnik sind beispielsweise Dichtungen aus TPU (Polyurethan), NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk), POM (Polyoxymethylen) und PTFE (Polytetrafluorethylen). Neben der Beständigkeit gegenüber Hydraulikölen und Hydraulikflüssigkeiten müssen die eingesetzten Dichtungen auch Schmierölen und -fetten dauerhaft standhalten.

Typische Dichtungen für Anwendungen in der Fluidtechnik sind Kolbendichtungen, Kolbenstangendichtungen, O-Ringe, Führungsringe, Stützringe und Abstreifer.

DICHTOMATIK bietet ein umfangreiches Dichtungs- und Serviceportfolio für die besonderen Anforderungen der Fluidtechnik.

Quelle:
DICHTOMATIK GmbH

Abschaltgeschwindigkeit

Als Abschaltgeschwindigkeit (cut-out speed) wird die Windgeschwindigkeit bezeichnet, bei der sich eine Windkraftanlage automatisch abschaltet.

Die Abschaltwindgeschwindigkeit wird vom Hersteller für jedes Modell einzeln definiert. Meist liegt der Wert bei 25 m/s, allerdings gibt es auch Anlagen, deren Wert ober- oder unterhalb davon liegt. Wird diese Windgeschwindigkeit erreicht, schaltet sich die Anlage zu ihrem eigenen Schutz gegen Starkwind/Sturm automatisch ab.

Eine Besonderheit liegt bei Anlagen (meist onshore) vor, die sich zum Schutz von Fledermäusen oder Vögeln herunterfahren müssen. Dies ist meist nachts der Fall, wenn der Wind kaum weht und die Anlage ohnehin kaum Strom produziert.

Windenergie Wiki:
Abschaltgeschwindigkeit
Quelle:
Windmesse.de

Anlaufgeschwindigkeit

Niedrigste Windgeschwindigkeit, bei der eine Windkraftanlage beginnt sich zu drehen.

Die Anlaufgeschwindigkeit ist die Mindestwindgeschwindigkeit, bei der sich die Windkraftanlage zu drehen beginnt. Das bedeutet noch nicht, dass sie auch Energie produziert.

Windenergie Wiki:
Anlaufgeschwindigkeit
Quelle:
Windmesse.de

Bundesnetzagentur

Deutsche Bundesbehörde, die unter anderem überwacht, dass die Qualität der Stromversorgung in Deutschland gesichert bleibt

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen mit Sitz in Bonn, kurz Bundesnetzagentur (BNetzA), ist eine obere deutsche Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums.

Als Wettbewerbsbehörde regelt sie die Öffnung der Netze für neue Anbieter und sichert den Wettbewerb. Gleichzeitig ist die Bundesnetzagentur Ansprechpartner für Verbraucherfragen zum Thema Energie. Traditionelle Aufgaben der Bundesnetzagentur im Energiemarkt sind die Ausgestaltung der Bedingungen, zu denen Strom- und Gasanbieter die Netze zur Belieferung ihrer Kunden nutzen können und die Regelung der Entgelte, die hierfür verlangt werden dürfen.

 

Quelle: Bundesnetzagentur

Windenergie Wiki:
Bundesnetzagentur
Quelle:
Windmesse.de

Netzentgelt

Netzentgelte sind Gebühren, die die Netzbetreiber den Energieanbietern für die Durchleitung von Gas und Strom in Rechnung stellen.

Die Bundesnetzagentur regelt in Deutschland als Aufsichtsbehörde den Netzzugang und die Netzentgelte.

Durch die so genannte Anreizregulierung erhalten die Netzbetreiber Anreize zu Kostensenkungen, um diese an Verbraucher weiterzugeben. Den Netzbetreibern werden dazu Obergrenzen für ihre Entgelte oder Erlöse gesetzt. Mit dem im Juli 2017 in Kraft getretenen "Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur" sollen Übertragungsnetzentgelte sollen bundesweit stufenweise angeglichen werden, beginnend am 1. Januar 2019. Darüber hinaus werden die Berechnungsgrundlagen für vermiedene Netzentgelte bei allen Bestandsanlagen an die aktuelle Situation angepasst und ab 2018 auf dem Niveau des Jahres 2016 eingefroren.

 

Quelle: BMWi

Windenergie Wiki:
Netzentgelt, Bundesnetzagentur
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Windmesse.de

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