2020-02-23
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Ørsted macht Druck

Die Energiewende kommt nicht schnell genug voran, auch weil viel zu oft der politische Druck auf die Wirtschaft fehlt, um nachhaltige Produktionsmethoden voranzutreiben. Der Offshore-Windparkentwickler Ørsted nimmt die Sache nun selbst in die Hand und übt Druck auf seine Zulieferer aus: Bis 2040 will das Unternehmen seine Lieferkette dekarbonisieren.

Eine grüne Lieferkette für grünen Strom - das ist das Ziel von Ørsted (Bild: Ørsted)Eine grüne Lieferkette für grünen Strom - das ist das Ziel von Ørsted (Bild: Ørsted)

Gerade erst wurde der dänische Offshore-Windparkentwickler Ørsted zum nachhaltigsten Unternehmen der Welt gewählt - und setzte dabei Maßstäbe, denn es war das erste Mal überhaupt, dass ein Unternehmen aus der Energieproduktion dieses Ranking anführen konnte.

Die Dänen sind sich dieser Verantwortung bereits seit Längerem bewusst und haben im vergangenen Jahrzehnt hart an der Umstellung hin zu einer grünen Energieversorgung gearbeitet. Auf die Trennung von ihrer Öl- und Gassparte folgte nach und nach die Umstellung immer größerer Teile des Geschäfts auf Nachhaltigkeit. Bereits 2025 will man daher selbst komplett kohlenstoffneutral arbeiten.

Nun geht Ørsted aber noch weiter und fordert nun seine Lieferanten auf, ihre Betriebe umweltfreundlich zu gestalten: Bis 2040 soll die komplette Lieferkette bei Ørsted dekarbonisiert werden. Henrik Poulsen, CEO von Ørsted, ist sich des Drucks bewusst, denn man damit auf die Betriebe ausübt: "Es wird eine Herausforderung sein, bis 2040 einen kohlenstoffneutralen Fußabdruck zu erreichen, und es wird erhebliche Innovationen in allen Teilen unserer Lieferkette erfordern. Viele der grünen Technologien, die zur Dekarbonisierung unserer Lieferkette eingesetzt werden sollen, sind zwar vorhanden, aber noch nicht kostenmäßig wettbewerbsfähig. Mit dem Ziel für 2040 wollen wir dazu beitragen, die notwendigen Innovationen voranzutreiben, um die grünen Technologien in den Industrien, die uns beliefern, reifen zu lassen."

Während sich die Politik weltweit immer noch schwer damit tut - der Lobbyarbeit der fossilen Energieproduktion sei Dank - entsprechende Klimaschutzmaßnahmen durchzusetzen und die Wirtschaft großflächig zu einem Umstieg hin zu sauberer Produktion zu bewegen, nehmen nun Teile der Wirtschaft diese Arbeit selbst in die Hand. Da das Umweltbewusstsein immer stärker das Leben vieler Menschen bestimmt, kann sich auch die Wirtschaft davon nicht mehr freimachen, wie man u.a. am Beispiel der Automobilbranche sieht.

Ørsted hat daher nun seine Lieferkette unter die Lupe genommen und die größten Problemfelder benannt: Zu den CO2-intensivsten Bereichen gehören die Herstellung von Windkraftanlagen, Fundamenten, Umspannwerken und Kabeln, denn diese werden u.a. aus Stahl, Aluminium und Kupfer hergestellt, deren Gewinnung und Herstellung energieintensiv ist. Die zweitgrößte Emissionsquelle der Lieferkette sind die fossilen Brennstoffe, die von den Schiffen verwendet werden, die Offshore-Windkomponenten transportieren und installieren.

Der Antrieb viele Schiffe ist sehr umweltverträglich (Bild: Ørsted)

"Die Reduzierung der Emissionen in der Versorgungskette für erneuerbare Energien ist eine bedeutende Aufgabe. Die Unternehmen werden über die Lieferketten hinweg zusammenarbeiten müssen, um die Emissionen in dem von der Wissenschaft geforderten Tempo und Umfang zu reduzieren. Wir wenden uns jetzt an unsere branchenführenden Lieferanten, um gemeinsam die globale grüne Energiewende zu beschleunigen", kündigt Henrik Poulsen an.

In einem ersten Schritt hat Ørsted ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe der Umstieg erfolgen soll. Die Lieferanten sollen:

  • ihre eigenen Emissionen offenlegen und wissenschaftlich fundierte Ziele für die Kohlenstoffreduzierung festlegen
  • 100% erneuerbaren Strom für die Herstellung von Windenergieanlagen, Fundamenten, Kabeln, Umspannwerken und Komponenten verwenden
  • sowie ihre derzeitige Schiffsflotte optimieren und einen Fahrplan für die Nutzung von Schiffen mit einem Antrieb für erneuerbare Energie entwickeln

Die Lieferkette von Ørsted umfasst insgesamt mehr als 22.000 Lieferanten, wobei die strategischen Lieferanten, für die dieses Programm gelten soll, 50 Prozent der gesamten Beschaffungsausgaben ausmachen. Es ist also eine Mammutaufgabe - aber eine, die dringend notwendig ist. Es ist keinen Planeten B!

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Ørsted, Druck, Lieferanten, kohlestoffneutral, dakarbonisieren, Lieferkette, 2040, Ziel, Programm, Produktion, Wirtschaft
Windenergie Wiki:
Offshore, Energiewende, Dekarbonisierung



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