2020-05-31
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Usbekistan im Fokus der Projektentwickler aus der Golfregion

Die Märkte für erneuerbare Energien sind mittlerweile hart umkämpft: Längst sind die Europäer, wo die globale Energiewende ihren Anfang nahm, nicht mehr die einzigen, die weltweit als Projektentwickler auftreten. Denn während die Chinesen und Amerikaner vor allem auf ihren Heimatmärkten punkten, bekommt Europa nun immer häufiger Konkurrenz aus der Golfregion.

Die Moschee der Bibi Chanum in Samarkand, Usbekistan (Bild: Pixabay)Die Moschee der Bibi Chanum in Samarkand, Usbekistan (Bild: Pixabay)

Erneuerbare Energien sind in immer mehr Ländern weltweit auf dem Vormarsch. Selbst die Ölstaaten in der Golfregion können aufgrund stetig sinkender Ölpreise nicht mehr die Augen vor der Notwendigkeit verschließen, auf günstigere erneuerbare Energien zu setzen.

Und solche Projekte lassen sich nicht nur in den eigenen Ländern hervorragend umsetzen, sondern auch anderswo. In Usbekistan beispielsweise. Der zentralasiatische Staat mit 33,2 Millionen Einwohnern hat die Ambition, bis 2030 bis zu 5 GW an Sonnenenergie und 3 GW an Windkraft zu entwickeln, um den Anteil Erneuerbarer auf 25 Prozent am Gesamtstrommix zu heben, wie REVE berichtet. Unterstützung bekommen die Usbeken dabei von internationalen Partnern wie der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) der Weltbank.

Allerdings haben sich die Projektentwickler aus Europa bislang eher auf bekanntere Trendmärkte in Südostasien wie Thailand, Vietnam oder Taiwan konzentriert. Das wiederum haben Projektierer aus Staaten der Golfregion wie Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten genutzt, um ihrerseits bislang kaum im Fokus stehende Märkte zu erobern.

Nachdem 2015 die deutschen Unternehmen Geo-Net und Intec-Gopa einen Windatlas für Usbekistan vorgestellt hatten, der das Windenergiepotenzial bei einer Ausbauleistung von 520 Gigawatt sieht, geschah allerdings nicht viel. Dabei könnte das Land laut den Schätzungen mehr als eine Milliarde Megawattstunden Windstrom pro Jahr produzieren.

Usbekistan verfügt über großes Potenzial für Windenergie (Bild: Pixabay)

Wie Forbes berichtet, hat die Regierung Usbekistans dann im vergangenen Jahr durch eine Ausschreibung für ein 100 MW-Solarprojekt den endgültigen Startschuss für den Ausbau der Erneuerbaren gegeben, auf die sich ganze 23 Unternehmen bewarben. Zum Gewinner wurde letztlich Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gekürt, die ein Gebot zum Preis von 2,7 US-Cent pro Kilowattstunde (kWh) abgegeben hatten. Kein Vergleich zu Preisen wie etwa in Europa, wo die Kosten für Solarstrom deutlich unter 2 Cent liegen und mittlerweile auch unter denen für Kohle- und Erdgasprojekte. Aber auch in Zentralasien können diese vergleichbar hohen Preise bereits mit denen aus fossiler Energieproduktion mithalten.

Auch in der Windkraft sind die Projektierer aus der Golfregion erfolgreich. Anfang März unterzeichnete ACWA Power aus Saudi-Arabien eine Vereinbarung mit dem usbekischen Energieministerium über die Entwicklung, Finanzierung, den Bau, Betrieb und die Wartung von Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 500-1000 MW im Wert von 550 Millionen bis 1,1 Milliarden Dollar. Auch über den Bau eines Gaskraftwerks sowie für die Ausbildung von Arbeitern zum Ausbau einer heimischen Lieferkette konnte man sich einigen.

Das Potenzial in der zentralasiatischen Republik ist also noch lange nicht ausgeschöpft. Gute Gelegenheit für europäische Entwickler, einen weiteren Markt anzugehen.

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Usbekistan, Golfregion, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Europa, Entwickler, Projektierer, Wind, Solar, Markt, Asien
Windenergie Wiki:
MW, Energiewende



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