2019-09-21
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Seekabeleinzug von NordLink unter dem Büsumer Landesschutzdeich erfolgreich abgeschlossen

TenneT startet jetzt die sukzessive Verlegung des Erdkabelabschnitts zwischen Büsumer Deich und Konverteranlage Wilster (Schleswig-Holstein) / Das „grüne Kabel“ dient dem Austausch zwischen deutscher Windenergie und norwegischer Wasserkraft

Bild: TenneTBild: TenneT

NordLink, das „grüne Kabel“, das erstmals die Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt verbinden wird und zum Austausch zwischen deutscher Windenergie und norwegischer Wasserkraft dient, hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. „Mit dem heutigen erfolgreichen Einzug des Seekabels unter dem Landesschutzdeich hindurch haben wir die Verlegung des Seekabels von NordLink so gut wie abgeschlossen“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens, „jetzt starten wir mit der sukzessiven Verlegung des 54 Kilometer langen Erdkabelabschnitts vom Büsumer Deich zum Konverterstandort Wilster.“

NordLink hat eine Gesamtlänge von 623 Kilometer und wird als Gleichstrom-Übertragungssystem (HGÜ) auf einer Länge von 516 Kilometer als Seekabel in den Nordseegewässern von Norwegen, Dänemark und Deutschland realisiert. Hinzu kommen 53 Kilometer Freileitung in Norwegen sowie eine 54 Kilometer lange Erdkabelroute auf deutscher Seite. Start- und Endpunkte sind die Konverteranlagen und Umspannwerke in Tonstad (Norwegen) und Wilster (Schleswig-Holstein). 

Der Landesschutzdeich von Neuenkoog (bei Büsum) wurde bereits im Sommer 2017 mit zwei circa 480 Meter langen Horizontalbohrungen unterquert. In die Bohrlöcher wurden anschließend Leerrohre eingezogen. In diese wurde jetzt das Seekabel eingezogen, um es in Kürze binnendeichs mit dem Erdkabel zu verbinden. Das Erdkabel verläuft von dort zur Konverterstation Wilster.

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hatte bereits im vergangenen Jahr mit der Seekabelverlegung von „NordLink“ in der deutschen Nordsee begonnen. Der 154 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Kabelanlandung am Deich bei Büsum (Schleswig-Holstein) durch den Wattenmeer- und Offshorebereich bis zur Grenze der dänischen Hoheitsgewässer ist nunmehr weitgehend abgeschlossen. Das gilt auch für die Seekabelverlegung in den dänischen und norwegischen Hoheitsgewässern. Insgesamt sind nur noch wenige Restarbeiten, wie zum Beispiel das Verbinden der finalen Seekabel-Muffen an den Gewässergrenzen oder einige Kabeleinspülarbeiten auszuführen. Diese Arbeiten werden noch in 2019 abgeschlossen sein. Der Bau der 53 Kilometer langen Freileitung auf dem norwegischen Festland wird ebenfalls voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Die Seekabelarbeiten im deutschen Sektor wurden in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden ausgeführt. TenneT setzt dabei strenge Naturschutzauflagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Nationalparkverwaltung und des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein um und sorgt mit umfassender naturschutzfachlicher Baubegleitung dafür, dass im Nationalpark Wattenmeer so umsichtig und rücksichtsvoll wie möglich vorgegangen wird.

Hintergrund

NordLink verbindet zwei sich optimal ergänzende Systeme zum Austausch von erneuerbaren Energien – auf der einen Seite deutsche Wind- und Solarenergie, auf der anderen Seite norwegische Wasserkraft. Das Stromkabel schafft eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Wind- und Solarparks in Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als „Energiespeicher“, denn bei Stromimport aus Deutschland – und besonders dann, wenn in Deutschland überschüssige Windenergie vorhanden ist – kann das Wasser in ihnen verbleiben.

Umgekehrt können bei Verbrauchsspitzen und gleichzeitig geringer Wind- und Solarenergie-erzeugung in Deutschland die norwegischen „Wasserkraft-Speicher“ genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden.

Ein erheblicher Teil der sozioökonomischen Vorteile von NordLink entsteht durch die Erträge aus dem Handel mit Übertragungskapazität über den Interkonnektor. Diese Erträge werden zur Finanzierung anderer Netzprojekte oder zur Senkung der Stromtarife verwendet.

Deutsch-norwegische Kooperation

Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite.  Weitere Infos unter: www.nordlink.eu

Gleichstrom-Direktverbindung

NordLink wird als direkte Gleichstromverbindung, als reine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen den Drehstromnetzen in Deutschland und Norwegen gebaut. Aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung wird zur verlustarmen Übertragung Gleichstrom verwendet. Die beiden Kabel (Plus- und Minuspol) werden mit den Konverterstationen an jedem Ende verbunden. Die Konverterstationen werden in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Norwegen) errichtet. An diesen Standorten wird der Strom von Gleich- in Drehstrom (bzw. umgekehrt, je nach Übertragungsrichtung) umgewandelt und in das deutsche bzw. norwegische Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist, um Haushalte und Unternehmen mit grünem Strom zu versorgen.

Daten und Fakten

  • 623 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
  • 1.400 MW Kapazität mit ± 525 kV
  • Offshore: 516 km Seekabel
  • Onshore: 54 km Erdkabel (Büsum – Wilster/Schleswig-Holstein) sowie 53 km Freileitung (Vollesfjord – Tonstad/NO)
  • Netzverknüpfungspunkte: Umspannwerke Wilster West (DE) sowie Tonstad (NO)
  • Inbetriebnahme im Jahr 2020
Quelle:
TenneT
Autor:
Pressestelle
Link:
www.tennet.eu/...
Keywords:
TenneT, NordLink, Norwegen, Deutschland, Kabel, Seekabel, Windkraft, Wasserkraft, Austausch, Strom, Solar, Stromtarif
Windenergie Wiki:
Offshore, MW, Konverterstation, Energiewende



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