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Solarstrom rückt der Kernenergie auf den Leib
Im Mai haben die Photovoltaikanlagen in Deutschland 5,57 Terawattstunden Strom produziert. Dies entspricht einem Anteil von 12,3 Prozent an der Nettostromerzeugung ein neuer Rekord. Zudem lag man damit quasi gleichauf mit den Atomkraftwerken, die es auf 5,65 Terrawattstunden (12,5% der Nettoerzeugung) gebracht haben, wie Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zeigen.
„Solarenergie ist preiswert geworden und entwickelt sich zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für den Einstieg in die eigene Solarenergieversorgung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, gegenüber dem Bundesverband Solarwirtschaft.
Und ein Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht, denn nach Einschätzung von Wissenschaftlern am Fraunhofer IWES kann die installierte Solarstromleistung in Deutschland bis zum Jahr 2050 noch auf über 300 Gigawatt ausgebaut werden. Derzeit liegt sie bei rund 42 Gigawatt, weil große Potenziale im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor noch immer brach liegen.
Ähnliches gilt auch für die Windenergie, deren Potenzial durch den eingeführten Ausbaudeckel nicht annähernd ausgenutzt wird. Hier muss dringend von der Politik nachgebessert werden, damit ein Ausbau der erneuerbaren Energien auch in den kommenden Jahren kontinuierlich erfolgen kann, ohne dass es zu einem Einbruch kommt. Die Erfolge der ersten Windenergieausschreibungen (inklusive der „Nullrunden“ bei den Offshore-Ausschreibungen) in diesem Jahr zeigen deutlich, wohin es noch gehen kann.
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