2024-02-29
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HGÜ-Großauftrag: Siemens verbindet britisches und belgisches Stromnetz

Siemens HVDC Plus-Technik mit einer Übertragungsgleichspannung von ±400 kV / Übertragungsleistung von 1000 MW reicht aus, um 500.000 Haushalte zu versorgen / Durch Verbindungsleitungen verfügbare Übertragungskapazität steigt um 33%

Siemens zeichnet für die schlüsselfertige Errichtung beider Stromrichterstationen in HGÜ Plus-Technik mit einer Übertragungsgleichspannung von ±400 Kilovolt (kV) verantwortlich. Kunden sind der britische Netzbetreiber National Grid und der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia Group, die das Projekt "Nemo Link" gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Nach Fertigstellung des Nemo Link wird die Übertragungskapazität von 1.000 Megawatt (MW) ausreichen, um 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Die 140 Kilometer (km) lange Verbindung zwischen Richborough an der Küste von Kent und Seebrügge bei Brügge wird mit einer Kombination aus Erd- und Seekabeln realisiert. Die kommerzielle Inbetriebnahme der Verbindung ist für 2019 geplant. Der Vertrag umfasst auch eine Service- und Wartungsvereinbarung über fünf Jahre.

"Wir freuen uns sehr, mit Nemo Link bei einem weiteren HGÜ-Großprojekt zusammenzuarbeiten, das die Integration der europäischen Energiemärkte weiter voranbringen wird", sagte Tim Dawidowsky, CEO der Business Unit Transmission Solutions in der Siemens-Division Energy Management. "Siemens ist ein führendes Unternehmen im Bereich Hochspannungsgleichstrom-Übertragung und hat weltweit bereits Projekte mit einer Gesamtleistung von 4,6 Gigawatt in HVDC Plus-Technik realisiert." Nemo Link gehört zu den von der Europäischen Kommission ausgewiesenen Projekten von gemeinsamem Interesse, die zur Schaffung eines integrierten Energiemarktes in der Europäischen Union beitragen werden. Das Projekt wird die Sicherheit der Energieversorgung in beiden Ländern erhöhen und die Einbeziehung erneuerbarer Energiequellen wie Offshore-Windkraftanlagen fördern.

Nemo Link wird zwei Hochspannungs-Wechselstromnetze, die durch die Nordsee voneinander getrennt sind, per Seekabel miteinander verbinden. Durch den Einsatz der HGÜ-Technik entfällt die Notwendigkeit, die beiden miteinander verbundenen Wechselstromnetze zu synchronisieren. Die HVDC Plus-Technik der beiden Stromrichterstationen basiert auf selbstgeführten Stromrichtern (VSC) in modularer Multilevel-Converter-Bauweise (MMC), die den Wechselstrom in Gleichstrom und den Gleichstrom in Wechselstrom auf der Gegenseite umwandeln. Im Gegensatz zur netzgeführten Stromrichtertechnik arbeitet das HVDC Plus-System mit abschaltbaren Leistungshalbleitern, so dass die Kommutierungsvorgänge im Stromrichter unabhängig von der Netzspannung ablaufen. Die sehr schnellen regelungs- und schutztechnischen Eingriffsmöglichkeiten der Stromrichter bewirken eine hohe Stabilität des Übertragungssystems, was vor allem Netzfehler und Störungen im Drehstromnetz vermindert. Dies erhöht die Versorgungssicherheit für Energieversorger und Stromkunden deutlich.

Siemens HVDC Plus-Technik ermöglicht einen effizienten Energietransport über lange Strecken und insbesondere bei Unterwasserverbindungen mit Verlusten von nur rund zwei Prozent exklusive der Kabelverluste. Zudem ist sie sehr gut regelbar und bietet operative Vorteile für beide Übertragungssysteme. Über die HGÜ-Verbindung Nemo Link kann der Strom in beide Richtungen fließen. Nemo Link ist die dritte Stromverbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Europa. Die HGÜ-Verbindung BritNed zwischen den Niederlanden und Großbritannien mit einer Übertragungskapazität von 1.000 MW wurde ebenfalls von Siemens errichtet und 2011 in Betrieb genommen.

Verbindungsleitungen spielen eine Schlüsselrolle in der Strategie der Europäischen Union zur Schaffung eines wettbewerbsfähigen und integrierten europäischen Energiemarktes. Nemo Link wird dem Vereinigten Königreich und Belgien den Energiehandel ermöglichen und dadurch zu einer größeren Versorgungssicherheit und Angebotsvielfalt auf den Strommärkten beider Länder führen. Zur Erreichung der internationalen und nationalen Ziele im Bereich Klimaschutz und erneuerbare Energien werden das Vereinigte Königreich und Belgien künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen einschließlich Offshore-Windkraftanlagen erzeugen. Die Stromerzeugung aus Windkraft ist naturgemäß Schwankungen unterworfen, und über Verbindungsleitungen können diese Schwankungen bei Angebot und Nachfrage effektiv ausgeglichen werden.

Quelle:
Siemens
Link:
www.siemens.de/...
Windenergie Wiki:
Versorgungssicherheit, Offshore, MW, Megawatt



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