2021-09-21
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Windmesse-Interview mit der EEW Special Pipe Constructions GmbH

Karl Klös-Hein, Geschäftsführer der EEW Special Pipe Constructions GmbH, beantwortet die Fragen der Windmesse-Redaktion.

Alle Fotos Copyright: EEWAlle Fotos Copyright: EEW

Windmesse: Bitte erzählen Sie uns etwas zum Unternehmen. Was gehört zu Ihrer Produktpalette?

Karl Klös-Hein: Bereits seit über 75 Jahren verbindet die EEW Group weltweit Spezialisten für die Produktion von Stahlrohren und Rohrkomponenten. EEW Special Pipe Constructions GmbH mit Sitz in Rostock ist ein weltmarktführendes Tochterunternehmen der EEW Group und produziert Fundamentstrukturen für den Offshore-Wind-Bereich sowie Rohrkomponenten für die Offshore-Öl- und Gasindustrie.

Mit etwa 430 Mitarbeitern stellen wir längstnahtgeschweißte Großrohre für Fundamente mit Durchmessern bis zu 10m, Längen bis zu 120m und Gewichten bis zu 1.500t her. Unsere Jahreskapazität liegt bei etwa 170.000t pro Jahr.

Unser Produktportfolio umfasst:

Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial, gerade auch im Hinblick auf mögliche Kostensenkungen?

Klös-Hein: Grundsätzlich gilt, dass die Prozessoptimierung bei einer kontinuierlichen Auslastung automatisch zu einer Kostenreduktion führt. Da sich der Stahlpreis derzeit auf einem extrem niedrigen Niveau befindet, gibt es hier derzeit wenig Einsparpotential. Jedoch sehen wir Einsparungen durch die Verwendung von XL Monopiles. XL Monopiles können für Offshore-Windparks auf bis zu 40m Wassertiefe verwendet werden und stellen daher die zurzeit kostengünstigste Fundamentstruktur dar.

Das Hauptwerk von EEW befindet sich in Rostock – an der Ostsee. Schwerpunktmäßig werden Offshore-Parks aber vor allem in der Nordsee errichtet. Ist das auch ein Grund, warum Sie nun zusammen mit Bladt Industries ein neues Werk in England gebaut haben?

Klös-Hein: Nein, da die Monopiles sowieso zum Installationsort verschifft werden müssen, ist die Lage an der Ostsee kein Nachteil. Die Gründe für das Werk in England liegen zum einen im local content und zum anderen in der Wertschöpfung.

 

Sie arbeiten bereits seit vielen Jahren immer wieder mit Bladt Industries zusammen. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?

Klös-Hein: Wir arbeiten mit Bladt projektbezogen wie z. B. bei den Windparks London Array, Walney oder Gwynt y Mor zusammen. Jeder konzentriert sich dabei auf sein Core Business, d.h. bei EEW SPC in Rostock werden die Monopiles gefertigt und Bladt produziert die Transition Pieces in Aalborg.

Gerade wurde bekannt gegeben, dass EEW den Zuschlag für die Herstellung der Gründungsstrukturen für den britischen Offshore-Windpark Burbo Bank 2 erhalten hat. Erzählen Sie doch bitte etwas über dieses neue Projekt.

Klös-Hein: Für das Offshore-Wind-Projekt Burbo Bank Extention wird der Energieversorger DONG Energy in der Liverpool Bay (UK) 32 Windenergieanlagen mit einer gesamten installierten Leistung von 258 MW errichten. Aufgrund der neuen Produktionsstätte in England hatte EEW SPC eine gute Position und bekam von DONG Energy den Zuschlag über die Herstellung von 32 Fundamente, die damit ihren Local Content erhöhen können. Realisiert wird das Projekt bei EEW SPC in Rostock (32 Monopiles), bei Bladt in Aalborg (16 Transition Pieces) und bei OSB in Teeside (16 Transition Pieces).

 

Die Offshore-Branche ist gekennzeichnet durch lange Planungsphasen, die auch stark von den politischen Gegebenheiten abhängen. Nun wurde im Zuge der EEG-Reform in Deutschland ein Deckel für den Offshore-Ausbau beschlossen. Sehen Sie dadurch in der Zukunft Probleme auf sich zukommen oder wird der Deckel keine große Rolle spielen?

Klös-Hein: Zuerst einmal halten wir fest, dass der Deckel bei 7,5GW statt ursprünglich 6,5GW liegt. Für unsere Auslastung sehen wir jedoch keine Probleme, da wir nicht vom deutschen Markt abhängig sind. Die meisten Offshore-Projekte, die für uns eine Rolle spielen, werden in UK oder in den Benelux-Ländern realisiert.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Link:
www.eewspc.com/...
Windenergie Wiki:
Windpark, Tripod, Tripile, Offshore, MW, Monopile, Jacket



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