2021-09-20
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Erneuerbaren-Produktion zieht in Europa an

Das Jahr 2020 stand weltweit im Zeichen von Corona. Auch für Energiebranche hatte die Pandemie weitreichende Folgen – allerdings waren nicht alle Energieträger gleichermaßen betroffen, wie die neuen Zahlen von Eurostat zeigen.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Die neuesten Statistiken der Europäischen Union, die von Eurostat ausgegeben werden, belegen, dass im vergangenen Jahr in Europa aufgrund der weiträumigen Lockdown-Regelungen der Stromverbrauch und die Stromproduktion zurückgegangen sind. Vor allem die Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas hat unter der Pandemie gelitten und ihren schon seit einiger Zeit anhaltenden Sinkflug fortgesetzt. 2020 erreichten die Fossilen mit einem Rückgang um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen vorläufigen Tiefpunkt.

Als Referenzwert dient die Zahl von 1990, als erstmals Daten erhoben wurden. Damals wurden 1.226.156 Gigawattstunden (GWh) Energie aus fossilen Quellen produziert. Einen Höchststand erreichte die Produktion dann 2007 mit 1.584.005 GWh. Seit einigen Jahren sinkt diese Zahl aber kontinuierlich – von 1.133.402 GWh im Jahr 2019 auf nunmehr 1.022.589 GWh im Jahr 2020.

Auch bei der Kernenergie ist ein solcher Trend zu beobachten, wo die vorläufigen Daten für 2020 mit 683.183 GWh (6,3 % weniger als 1990) den niedrigsten Stand seit 1990 zeigen. Kein Wunder, denn in den vergangenen Jahren sind Länder wie Deutschland, Italien, Litauen, Belgien oder die Schweiz aus der Kernenergie ausgestiegen bzw. haben den Ausstieg in die Wege geleitet. Zwar haben andere europäische Länder einen weiteren Ausbau ihrer Kernkraftkapazitäten angekündigt, allerdings sind die Kosten für den Bau eines AKW mittlerweile stark gestiegen und lohnen sich im Vergleich zu anderen Energieträgern kaum noch.

Die Stromproduktion in Europa verändert sich (Bild: Pixabay).

Stattdessen setzten viele Länder verstärkt auf die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, die in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebten. Dies führt dazu, dass die Erneuerbaren die konventionellen Energieträger 2020 erstmals überholen konnten. Der Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist im Laufe der Zeit kontinuierlich angestiegen, von 303.279 GWh im Jahr 1990 auf 979.866 GWh im Jahr 2019. Für das Jahr 2020 zeigt die Statistik einen weiteren Anstieg auf 1.052.582 GWh, das sind 29.994 GWh mehr als die Erzeugung aus fossilen Brennstoffen.

Zwar hat die Pandemie und der damit einhergehende Rückgang des Verbrauchs hier eine große Rolle gespielt, aber Europas Klimaschutzplan sieht in den kommenden Jahren eine starke Verminderung des CO2-Ausstoßes an. Der kann nur erreicht werden, wenn die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut und neue Technologien wie die Nutzung von grünem Wasserstoff forciert werden.

„Um die ambitionierten Klimaziele im Klimaschutzgesetz und European Green Deal zu erreichen, müssen wir das Ausbautempo deutlich anziehen. Für das höhere CO2-Einsparziel ist ein Anteil von mindestens 70 Prozent Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2030 erforderlich.“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Neben einer Beschleunigung des Windenergie-Ausbaus an Land durch mehr Genehmigungen und Flächenausweisung brauchen wir auch einen echten PV-Boom mit einem Zubau von mindestens 10 Gigawatt pro Jahr.“

Dass der Effekt aus dem Corona-Jahr 2020 bereits 2021 wieder rückläufig ist, zeigen die Zahlen aus Deutschland für das erste halbe Jahr: So nahm der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch um ca. 7 Prozent ab und sank auf 43 Prozent – auch begünstigt durch unpassendes Wetter, wie der BDEW betonte.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
EU, Eurostat, Deutschland, BDEW, Produktion, Verbrauch, Strom, Europa, Corona, Auswikrung, fossil, Gas, Kohle, Öl, erneuerbare Energie



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