2020-06-03
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Gegen die Rezession stemmen

Während die Corona-Pandemie in Europa noch in vollem Ausmaß im Gang ist, sind die Chinesen bereits einen Schritt weiter und haben anscheinend das Schlimmste überstanden. Die Isolationsmaßnahmen werden langsam gelockert, die Wirtschaft wieder angekurbelt. Nun wagen erste Analysten einen Ausblick, was auf den Rest der Welt zukommen könnte.

Verzögerungen werden die Zahl der Neuinstallationen sinken lassen Bild: PixabayVerzögerungen werden die Zahl der Neuinstallationen sinken lassen Bild: Pixabay

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) hat zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivitäten in China geführt, wovon auch die Windindustrie betroffen ist. Nachdem China den Höhepunkt der Pandemie überwunden hat, wagt das Daten- und Analyseunternehmen GlobalData einen ersten Ausblick, wie hart die Branche von Corona getroffen wird.

China verfügt über die weltweit größte installierte Windkraftkapazität mit mehr als 230 GW, ein Anteil von mehr als 35 Prozent auf dem Weltmarkt. Seit die Chinesen ihre Probleme mit den Netzanschlüssen in den Griff bekommen haben und neue Anlagen zeitnah anschließen können, verzeichnet das Reich der Mitte jährlich auch den global größten Zubau. Für das Jahr 2020 wurden Neuinstallationen von 24 Gigawatt erwartet.

Somik Das, Senior Power Analyst bei GlobalData, wagt einen Ausblick: „Der Ausbruch (der Pandemie) wird sich wahrscheinlich auf eine Menge von 2 Gigawatt an Installationen auswirken, sodass die Installation im Jahr 2020 insgesamt auf 22 GW zurückgehen wird. Eine ähnliche Auswirkung wird für die Lieferung von Rohstoffen und Komponenten für Aufträge außerhalb Chinas erwartet.“

In China war bereits das erste Quartal des Jahres massiv von Produktionsstopps sowie Liefer- und Logistikproblemen betroffen. Auch im zweiten Quartal werden enorme Auftragsrückstände erwartet. Zwar haben einige große chinesische Turbinenhersteller wie Goldwind, Envision, Mingyang und Shanghai Electric sowie ausländische Hersteller wie Vestas, Siemens Gamesa und GE Renewable Energy schon in der ersten Februarwoche die Produktion wieder aufgenommen, doch die Fabriken sind aufgrund der Quarantäne noch nicht wieder voll ausgelastet.

Wie man schnell aus der Krise kommen kann, steht im Mittelpunkt der Überlegungen von Politik und Wirtschaft (Bild: Pixabay)

In Europa wiederum ist die Pandemie etwas später angekommen, sodass sich die Auswirkungen vor allem ab dem zweiten Quartal bemerkbar machen werden. Nun sind die Regierungen gefordert, um die wirtschaftklichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. In China etwa wird damit gerechnet, dass ein Ende der staatlichen Förderung für Windenergie, das für Dezember 2020 vorgesehen war, nach hinten verschoben wird.

In Frankreich fand in diesem Monat wie geplant eine weitere Ausschreibungsrunde für Solarprpjekte statt. Zusätzlich kommt die Regierung den Entwicklern entgegen: die Fristen für die Inbetriebnahme wurden gelockert und der Zeitplan für weitere Ausschreibungen angepasst.

„In der gegenwärtigen Pandemie-Situation ist die Unsicherheit über den Sektor der erneuerbaren Energien groß. In diesen Zeiten werden sich solche Initiativen der Regierung als ein echter Segen erweisen. Sie mindern die Not der Entwickler und werden ihnen helfen, in der zweiten Hälfte des Finanzjahres bessere Ergebnisse zu erzielen“, so Das.

Auch in Deutschland hat die Bundesnetzagentur unbürokratisch reagiert und neue Hinweise zu aktuellen und bevorstehenden Ausschreibungsrunden für Erneuerbare-Energien-Anlagen und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen veröffentlicht. Unter anderem werden Zuschlagsentscheidungen zunächst nicht im Internet bekanntgegeben – damit starten weder Realisierungsfristen noch Fristen für Pönalen für die nicht fristgerechte Fertigstellung von Projekten. Ebenso wird eine Verlängerung der Realisierungsfrist für Gebote für Wind an Land und für Biomasse auf formlosen Antrag von der Bundesnetzagentur unbürokratisch gewährt. „Es ist gut zu sehen, dass pragmatisches Behördenhandeln und politische Absichtserklärungen hier gut zusammenpassen“, kommentiert Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems, diese vorübergehende Entscheidung.

Denn nur wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, wird es möglich sein, die anstehende Wirtschaftskrise schnell zu überwinden.
 

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Corona, COVID-19, Krise, Windbranche, Windindustrie, Auswirkung, Quartal, China, Frankreich, Deutschland, Ausschreibung, Förderung, Ausbau, Installationen
Windenergie Wiki:
Bundesnetzagentur, Ausschreibungen



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