2020-07-10
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Keine Kohle für den Kosovo

Der an der Londoner Börse notierte Stromerzeuger ContourGlobal hat seine Pläne zum Bau eines 500 MW-Kohlekraftwerks im Kosovo aufgegeben. Gleichzeitig markiert diese Entscheidung eine finale Abwendung des Energieversorgers vom Bau weiterer Kohlekraftwerke – und folgt damit einem Trend.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Das geplante 500-Megawatt-Projekt hätte etwa die Hälfte des Strombedarfs des mit ständiger Stromknappheit kämpfenden Balkanlandes gedeckt, wie Reuters berichtet. Aber angesichts eines kürzlich erfolgten Regierungswechsels in dem Balkanstaat sei es unwahrscheinlich, dass das Projekt überhaupt hätte gebaut werden können, so CEO Joseph Brandt.

„Aufgrund der politischen Situation im Kosovo ist unser Projekt nicht in der Lage, die notwendigen Entwicklungsschritte vor dem erforderlichen Projektabschlusstermin zu erreichen“, erklärte ContourGlobal in seiner Erklärung.

Gleichzeitig bedeutet diese Entscheidung eine Abwendung von ContourGlobal, in weitere Kohlekraftwerke zu investieren. Das Portfolio umfasst momentan 107 Kraftwerke in Europa, Lateinamerika und Afrika, darunter befindet sich ein weiteres Kohlekraftwerk. Und dabei wird es bleiben. „Wir werden in Zukunft keine Kohlekraftwerke entwickeln oder erwerben, und wir reduzieren dadurch zunehmend unsere Kohlenstoffemissionsintensität“, so das Unternehmen.

„Dies ist eine gute Nachricht. Die politischen Parteien in der neuen Regierung haben klar gesagt, dass sie dieses Projekt nicht unterstützen würden“, betonte Pippa Gallop von CEE Bankwatch Network gegenüber Reuters. Dabei handelt es sich um ein globales Network von Umweltgruppen, die vor allem in Mittel- und Osteuropa tätig sind.

Damit folgt ContourGlobal einem weltweiten Trend. Einer aktuellen Studie des Think-Tanks Carbon Tracker zufolge, erzeugen heute bereits über 60 Prozent der weltweiten Kohlekraftwerke den Strom zu höheren Kosten, als wenn er durch neu errichtete Projekte der erneuerbaren Energien erzeugt werden würde. Spätestens 2030 wird es in allen Märkten billiger sein, neue Wind- oder Solarkapazitäten zu bauen, als Kohlekraftwerke weiter zu betreiben.

Matt Gray von Carbon Tracker ist Co-Leiter von Power and Utilities und Co-Autor des Berichts. Er sagte: „Erneuerbare Energien sind der Kohle auf der ganzen Welt überlegen, und die vorgeschlagenen Kohleinvestitionen laufen Gefahr, zu einem gestrandeten Vermögenswert zu werden, der die kostspielige Kohlekraft für Jahrzehnte einschließen könnte.“

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Kosovo, Kohlekraftwerk, Ausstieg, ContourGlobal, Megawatt, erneuerbare Energie, Think Tank, Carbon Tracker, Kraftwerk, Energieversorgung, Strom
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