2024-02-26
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TenneT setzt künstliche Riffe in die Nähe der Offshore-Plattform Hollandse Kust (West Alpha)

TenneT hat in Zusammenarbeit mit dem Equans/Smulders mehrere künstliche Riffe in der Nähe der Offshore-Umspannplattform Hollandse Kust (West Alpha) in den Niederlanden angelegt, um weitere Erkenntnisse über naturverträgliches Bauen zu gewinnen.

Bild: TenneTBild: TenneT

Die Offshore-Umspannplattform wird den Windpark des Konsortiums Ecowende (Shell/Eneco) an das Hochspannungsnetz anschließen. Ziel ist es, diesen Windpark mit einem gesunden Ökosystem und möglichst geringen Auswirkungen auf die Natur zu bauen. Die künstlichen Riffe sind Teil einer Reihe ökologischer Maßnahmen von TenneT zur Überwachung und Förderung der Natur rund um Offshore-Windparks.

Saskia Jaarsma, Leiterin der Offshore-Entwicklung bei TenneT: "Wir sind uns der möglichen Auswirkungen auf die Nordsee bewusst. Deshalb widmen wir der Erforschung der Vorgänge unter Wasser große Aufmerksamkeit. Die Installation von künstlichen Riffen ist ein weiterer Schritt zur Erforschung, Überwachung und Stimulierung des Meereslebens."

Um herauszufinden, welche Form am besten funktioniert, wurden zwei Arten von künstlichen Riffen in der Nähe von West Alpha Kust ca. 50 Kilometer vor der Küste aufgestellt. Zuvor wurden ähnliche Strukturen bereits auf der TenneT-Plattform bei Hollandse Kust Nord aufgestellt.

Sechs sogenannte Riffwürfel sind an einem Rahmen befestigt. Es handelt sich um quadratische Hohlblöcke aus naturfreundlichem Recyclingmaterial mit runden Löchern in den Wänden. Auf dem anderen Stahlrahmen befinden sich sechs Riffbälle mit einer ähnlichen Struktur, aber in Form einer Kugel. "Diese künstlichen Riffstrukturen sollen das Meeresleben anregen. Mit ihnen schafft man potenzielle Stellen, an denen sich Korallen und Algen ansiedeln. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Fische, Krebse und Hummer diese Stellen gerne aufsuchen, um Schutz zu finden und nach Nahrung zu suchen", sagt Annemiek Hermans. Als Meeresbiologin berät sie TenneT beim naturverträglichen Bauen auf See.

Ziel des Versuchs ist es, zu untersuchen, welche Form - Kugel oder Würfel - in den Gewässern vor der Nordseeküste am besten funktioniert. Die Vertiefungen bieten Schutz für Jungfische, sollen aber auch die Haftfläche der Struktur vergrößern. "Wir hoffen, auf diese Weise neben Jungfischen, Krebsen und Hummern auch zahlreichen anderen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Platz zu bieten", so Hermans. Als Meeresforscher begrüßt Hermans die ähnlichen Initiativen der Windindustrie.

Jaarsma: "Nur so kann man das nötige Wissen und die Erfahrung sammeln, um naturverträglich zu bauen. Sonst erfährt man nie, wie hoch die Erfolgsquote einer Maßnahme ist. Diese Piloten sind relativ intensiv in der Umsetzung, aber von großem Wert für die Ökologie. Die ersten Auswirkungen der ökologischen Kabelquerungen im Windpark Hollandse Kust zuid sind zum Beispiel schon erstaunlich gut, wir sehen, dass sich dort viel Leben entwickelt."

Hermans: "Bei den ehrgeizigen Zielen für die Offshore-Windenergie ist es mehr als verständlich, dass es Bedenken hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen gibt. Schließlich bringt der Ausbau eine große Verantwortung für alles mit sich, was in unserer Nordsee lebt. Schnelles Sammeln von Wissen, wie wir es heute gewohnt sind, wird leider nicht funktionieren, denn die Natur lässt sich in ihrer Entwicklung nicht hetzen."

Hermans rechnet damit, dass es bis zu drei Jahre dauert, bis deutlich sichtbare Unterschiede zu erkennen sind. "Bis dahin beobachten wir jährlich, ob die Vielfalt der Lebensformen rund um die künstlichen Riffe und Fischhotels zunimmt. Fische verlieren zum Beispiel Schuppen und Zellen, und auch Fäkalien landen im Wasser. Wenn man die DNA in den Wasserproben liest, kann man ziemlich schnell herausfinden, welche Gäste eingecheckt haben.

Jaarsma: "Eine Reihe von Maßnahmen zur Stimulierung des maritimen Lebens, wie die Fischhotels auf unseren Jackets, gehören heute zum Standard der Offshore-Anlagen von TenneT, wobei wir immer ein Auge auf Innovationen haben. Wir bewerten neue naturverbessernde Vorschläge auf ihre technische Machbarkeit, die Auswirkungen auf die Planung, die Natur sowie auf Kosten und Risiken. Wir überwachen alle Maßnahmen auf ihren ökologischen Erfolg, um mehr darüber zu erfahren, was gut funktioniert und was nicht. Wir experimentieren weiter und tauschen unser Wissen mit allen Akteuren in der Nordsee aus, damit der gesamte Sektor dazu beitragen kann, die Ökologie rund um die Offshore-Windparks zu fördern."

Quelle:
TenneT
Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
TenneT, Meeresleben, marine, Riff, künstlch, Umspannplattform, offshore, Windpark, Niederlande, Forschung, Meeresbiologe
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