2020-05-31
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Europa mit Rekordmonat

Ein windiger Februar sorgt für weitere Rekorde Europas bei der Windenergieproduktion: Wie neue Daten der Energiemarktanalysten von EnAppSys zeigen, erreicht die Windkraft eine durchschnittliche Leistung von 85,4 GW.

Stürmische Monate liegen hinter Europa. Der Stromproduktion haben sie nicht geschadet. (Bild: Pixabay)Stürmische Monate liegen hinter Europa. Der Stromproduktion haben sie nicht geschadet. (Bild: Pixabay)

Zur Zeit jagt ein Rekord den nächsten: Bereits seit November vergangenen Jahres können die Analysten von EnAppSys jeden Monat neue Rekorde in der Windstromproduktion vermelden und auch der Februar ist da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: 27 Prozent des Stroms in Europa wurde im Februar von Wind erzeugt. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres eine Steigerung von 61 Prozent im Durchschnitt.

Ein Blick auf die einzelnen Länder (Grafik links, Bild: EnAppSys) zeigt, dass Deutschland mit 29,1 GW ganz vorne liegt, gefolgt von Großbritannien (ca. 9,6 GW) und Frankreich (ca. 8 GW). Obwohl diese Länder am meisten Leistung vorweisen können, waren es Dänemark, Irland und Deutschland, die mit rund 50 Prozent insgesamt den höchsten Anteil ihrer Stromerzeugung aus Windenergie bestritten haben.

Nichtsdestotrotz darf nicht außer acht gelassen werden, dass die Energienachfrage stetig steigt, nicht nur für den Stromsektor, sondern auch im Bereich Wärme und Mobilität. So ist zu erklären, dass der Anteil der Energieerzeugung aus Gaskraftwerken von Jahr zu Jahr relativ stabil bleibt. Die Energiegewinnung aus Steinkohle/Braunkohle geht dagegen weiter zurück, im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent.

Trotz der derzeitigen Rekorde ist daher ein weiterer Ausbau der EE-Kapazitäten notwendig. So wies in der vergangenen Woche unter anderem der deutsche Thinktank Agora Energiewende darauf hin, dass in Deutschland bis 2030 lediglich einen Anteil von 55 Prozent Erneuerbaren Energien am Strommix und nicht die im Koalitionsvertrag vereinbarten 65 Prozent erreicht werden. Um die drohende Ökostromlücke zu schließen, muss in der Politik dringend nachgebessert werden.

Für Deutschland bedeutet das, dass das Ziel für Offshore-Windenergie gegenüber den bisherigen Planungen von 20 auf mindestens 25 Gigawatt Leistung angehoben und entweder der jährliche Solarzubau auf 10 Gigawatt mehr als verdoppelt werden oder aber der Ausbau der Windenergie an Land wieder auf sein langjähriges Niveau von 4 Gigawatt ansteigen muss. "Falls all dies misslingt, ist mit höheren Strompreisen im Großhandel zu rechnen, Deutschland wäre vermehrt auf Strom aus dem Ausland angewiesen und die CO2-Emissionen im Stromsektor würden um 5 bis 20 Millionen Tonnen im Jahr steigen", so die Experten.

Daher ist ein Zusammenspiel von allen Erzeugungsarten im Bereich der erneuerbaren Energien notwendig. So etwa hat die aktuelle britische Regierung um Boris Johnson (Bild rechts, Quelle: Pixabay) angekünfdigt, die lange Jahre verschmähte Onshore-Windenergie wieder ankurbeln zu wollen, denn nur damit ist der steigende Bedarf an Energie plus Maßnahmen wie ein Kohleausstieg oder das Erreichen der Netto-Null-Emissionen zu meistern.

Der britische Verband für erneuerbare Energien RenewableUK zeigt sich erfreut über diese Entscheidung. Hugh McNeal, Chief Executive des Verbandes, erklärt: „Die Regierung treibt die Maßnahmen voran, um unser Netto-Null-Emissionsziel schnell und zu niedrigsten Kosten für Verbraucher und Unternehmen zu erreichen. Die Unterstützung billiger erneuerbarer Energien ist ein klares Beispiel für die praktischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, die die Öffentlichkeit fordert, und dies wird den Übergang zu einer Netto-Null-Emissions-Wirtschaft beschleunigen. Als eine der billigsten Energiequellen Großbritanniens werden neue Onshore-Windprojekte einen enormen Schub für Arbeitsplätze und Investitionen in der lokalen Wirtschaft in ganz Großbritannien bedeuten.“

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
EnAppSys, RenewableUK, Agora Energiewende, Großbritannien, Deutschland, Windkraft, Produktion, Strom, Energie, Februar, Rekord, Kohleausstieg, Energiewende
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