2019-11-17
http://w3.windmesse.de/windenergie/pm/31620-stduie-wind_research-offshore-deutschland-branche-arbeitsplatze-zulieferer-wertschopfung-region-onshore

Neue Studie: Offshore-Windbranche mit 9 Mrd. Euro Umsatz und 24.500 Arbeitsplätzen

Die deutschlandweit tätige Branche stagniert unter aktuellem Ausbauziel

Abbildung 1: Verteilung der Wertschöpfung in Deutschland, nach Beschäftigten (Grafik: wind:research)Abbildung 1: Verteilung der Wertschöpfung in Deutschland, nach Beschäftigten (Grafik: wind:research)

Die seit Jahren wachsende Offshore-Windbranche hat in Deutschland aktuell 24.500 Arbeitsplätze und vergangenes Jahr insgesamt 9 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet. Das ergibt die umfassende Analyse der neuen wind:research-Studie von mehr als 3.000 Marktteilnehmern über die gesamte Windbranche (Onshore und Offshore), alle Wertschöpfungsstufen und Regionen hinweg. Die Verteilung der letztendlich ca. 800 Marktteilnehmer, die aktuell in der Offshore-Windenergie tätig sind, zeigt überraschende Schwerpunkte im Süden und Westen: So dominiert beispielsweise Baden-Württemberg in der Forschung und Entwicklung sowie im Engineering und Nordrhein-Westfalen im Bereich Komponenten. Beim Beibehalten des bisherigen Ausbauzieles droht der Branche ein Verlust von über 8.000 Stellen, bei Erhöhung des Ausbauzieles steigt die Anzahl der Arbeitsplätze hingegen um bis zu 10.000.

Aktuelle Analyse der Wertschöpfung im Offshore-Windbereich

Die Offshore-Windenergie ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland stark gewachsen und hat mit hohen Investitionen auch zu einer hohen Wertschöpfung geführt. Dies wird sowohl in der Vielfalt von unterschiedlichsten Marktteilnehmern als auch in der Anzahl von Arbeitsplätzen deutlich. Im Jahr 2011 hatte das seit vielen Jahren unabhängig im Markt agierende Marktforschungsinstitut wind:research gemeinsam mit PwC eine Studie erstellt, die sich zum ersten Mal umfassend mit den Marktteilnehmern, der Beschäftigung sowie der gesamten Wertschöpfung und insbesondere deren regionaler Verteilung in Deutschland befasste. In der nun vorliegenden erweiterten Neuauflage hat wind:research die Wertschöpfung und Beschäftigung der Offshore-Windbranche in Deutschland auf der Basis der aktuellen Ausgangssituation analysiert. Schwerpunkt ist neben der regionalen Verteilung – bundesländerspezifisch und auch auf die verschiedenen Wertschöpfungsstufen verteilt – die zukünftige Entwicklung der Branche.

In der deutschen Offshore-Windenergiebranche erwirtschafteten 2018 knapp 800 Marktteilnehmer mit rund 24.500 Beschäftigten über 9 Mrd. Euro Umsatz. Die Branche steht nach großen Fortschritten in den letzten Jahren aktuell an einem Scheideweg. Sie stagniert aufgrund der zuletzt gesetzten politischen Rahmenbedingungen, wie z. B. die Änderungen des EEG 2014 und 2017. Die Begrenzung des Ausbaus nimmt entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung nach 2019 und somit auch auf die Entwicklung der Marktteilnehmer sowie deren Beschäftigung und Umsätze – über alle Wertschöpfungsstufen hinweg.

Verteilung der Marktteilnehmer mit überraschenden Schwerpunkten

Die Wertschöpfung, dargestellt sowohl in Beschäftigten- als auch Umsatzzahlen, ist über ganz Deutschland verteilt: dabei gibt es auch eine hohe Beschäftigung in Baden-Württemberg (Forschung und Entwicklung, Engineering) und Nordrhein-Westfalen (Komponenten), während im Norden traditionell die Bereiche Transport, Montage, Projektentwicklung sowie Betrieb und Wartung stark vertreten sind. Demgegenüber wird die Fertigung von Anlagenteilen bzw. -komponenten auch an vielen west- und süddeutschen Standorten getätigt. Auffällig ist der hohe Anteil der süddeutschen Länder im Bereich Engineering sowie bei Forschung und Entwicklung. Der Bereich Finanzierung hat seinen Schwerpunkt traditionell in der Region Frankfurt am Main (s. Abb. 1). Viele Marktteilnehmer aus Norddeutschland (z. B. Turbinen- oder Fundamentfertigung) sind auf Unternehmen aus dem Engineering oder auch der Zulieferindustrie (z. B. Stahlbau, Zahnräder, etc.) angewiesen, die ihre regionalen Schwerpunkte in Süddeutschland haben.

Obwohl nach den ursprünglich hohen Markterwartungen eine starke Konsolidierung eingetreten ist, profitieren neue Marktteilnehmer durch ihr Angebot an innovativen und technisch fortgeschrittenen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen. Darüber hinaus werden von vorhandenen Marktteilnehmer auch neue Fertigungsstandorte errichtet, z. B. in Cuxhaven von Siemens Gamesa Renewable Energy für Offshore-Windenergieanlagen.

Arbeitsplätze bis 2035 – Ausbauziele und deren Auswirkungen in drei Szenarien

Auf Basis der 771 Markteilnehmer sowie deren Beschäftigten- und Umsatzzahlen ist in allen Szenarien aufgrund der Auftragsflaute im deutschen Markt aktuell und in den nächsten Jahren von sinkenden Beschäftigtenzahlen sowie einem Rückgang des Umsatzes auszugehen.

Dieser prognostizierte Trend hält voraussichtlich bis zum Jahr 2022/23 an. Ab diesem Zeitpunkt zeichnen sich unterschiedliche Entwicklungen in den jeweiligen Szenarien ab (s. Abb. 2, Beschreibung der drei Szenarien s. Anhang).

Ausbauziel entscheidend für die Wertschöpfung der deutschen Offshore-Windenergie

Von ehemals ca. 1.000 Marktteilnehmern in 2011 sind aufgrund der Konsolidierung aktuell noch knapp 800 aktiv. Sollte das derzeitige Ausbauziel nicht angehoben werden, muss mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen von rund 24.500 (2018) auf ca. 16.000 (2035) gerechnet werden. Bei einem Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung bis 2030 (65-%-Ziel) zu erreichen, können bis zu 10.000 weitere Arbeitsplätze entstehen. Insbesondere beim Szenario „Power-to-X“, in dem die Abhängigkeit vom Netzausbau u.a. durch den Einsatz neuer Speichertechnologien sowie Power-to-X-Kapazitäten sinkt, steigt die Anzahl der Beschäftigten auf über 35.000.

Andere Länder, wie z. B. Großbritannien und die Niederlande, treiben den Ausbau der Offshore-Windenergie aktiv voran und entwickeln auch die Industrie und die Wertschöpfung aktiv weiter. In Deutschland ist daher eine Änderung der aktuellen Rahmenbedingungen notwendig, um den Anschluss nicht zu verlieren und die eigene Wertschöpfung (Marktteilnehmer, Umsatz und Beschäftigung) zu erhalten bzw. auszubauen.

Weitere Details zur Studie, inklusive der drei Szenarien, in denen verschiedene Ausbauziele als wesentlicher Faktor definiert sind, finden Sie hier.

Quelle:
wind:research
Autor:
Pressestelle
Link:
www.trendresearch.de/...
Keywords:
Stduie, wind_research, offshore, Deutschland, Branche, Arbeitsplätze, Zulieferer, Wertschöpfung, Region, onshore
Windenergie Wiki:
Turbine, Cuxhaven




Thematisch passende Windmesse.de Mitglieder im Branchenverzeichnis

  • Newlist_logo.ost
  • Newlist_windenergy_logo
  • Newlist_logo.aon
  • Newlist_ge_renewable_energy_blau
  • Newlist_logo_offtec_claim
  • Newlist_windkraft_magazin
  • Newlist_senvion_logo
  • Newlist_enova_logo
  • Newlist_logo.afw-cuxhaven
  • Newlist_windeurope_primary_rgb
  • Newlist_ela_logo
  • Newlist_logo.dewi-occ
  • Newlist_rts_wind_ag_logo_652x312px
  • Newlist_logo.hawart
  • Newlist_wfw_logo
  • Newlist_logo
  • Newlist_wkn_gmbh_neu
  • Newlist_stiftung_offshorewind
  • Newlist_noelting_logo_mit_unterzeile

Mehr Ergebnisse



Stichwortsuche

© smart dolphin Gmbh 1999 - 2019 | Impressum | Wir über uns | Windmesse und Smart Energy - Symposien 2020 | Windmesse Redaktion | Datenschutzerklärung | Wiki