2021-05-06
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Interview mit Jörg Mährlein, Dipl.-Ing, stellvertretender Leiter der Niederlassung SLV Duisburg der GSI MbH, im Windmesse Newsletter

Windmesse: Herr Mährlein, wir freuen uns, Sie heute als Interviewpartner im Windmesse Newsletter begrüßen zu können. Was genau ist die SLV? Jörg Mährlein: Die Buchstaben SLV stehen für Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt. Die Abkürzung wird übl

Anriss im Mantelblech des Turms einer Windenergieanlage, ausgehend von einem angeschweißten Blech. Umfassende Qualifizierung des Personals ist erforderlich, um zukünftig Schäden zu vermeiden.Anriss im Mantelblech des Turms einer Windenergieanlage, ausgehend von einem angeschweißten Blech. Umfassende Qualifizierung des Personals ist erforderlich, um zukünftig Schäden zu vermeiden.
Windmesse: Bitte erzählen Sie uns ein bisschen über die Geschichte der SLV: Wann wurde sie gegründet und wie viele Mitarbeiter - davon besonders im Bereich Wind - haben Sie zur Zeit?

Jörg Mährlein: Früher waren die einzelnen SLV’en selbstständige Unternehmen. Für das Zusammenführen der einzelnen Unternehmen spielte der betriebswirtschaftliche Aspekt sicherlich eine wichtige Rolle. Entscheidend jedoch waren die hohen Synergien, insbesondere im Bereich des technischen Know-hows. Durch das Zusammenführen dieses technischen Fachwissens entstand ein schweiß-, prüf- und korrosionsschutztechnisches Kompetenzzentrum, das seit 1999 als GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, firmiert. Zur Gesellschaft gehören Niederlassungen, vier kooperierende Einrichtungen und mehrere Auslandsgesellschaften. Die SLV Duisburg, gegründet 1928, stellt mit z. Zt. 134 Mitarbeitern die größte Niederlassung.
Im Bereich der Windenergie stehen dem Unternehmen allein in der Niederlassung SLV Duisburg 18 Mitarbeiter für die unterschiedlichsten Aufgaben zur Verfügung.


Windmesse: Welche Schwerpunkte hat die SLV in der Windenergie?

Jörg Mährlein: Die Schwerpunkte liegen insbesondere in der Aus- und Weiterbildung. Zum Portfolio gehören aber auch die Lieferantenbewertungen (Lieferantenaudits / Zertifizierungen nach EN 1090 und GSI-Richtlinie 2944) der Fertigungsüberwachung, einschließlich Prüftechnik und der Schadensbegutachtung. Dabei haben wir auch die Möglichkeit, Unterwassereinsätze z. B. im Bereich der Schweißerausbildung oder der Begutachtung durchzuführen.


Windmesse: Arbeiten Sie derzeit an besonderen Innovationen im Bereich Wind?

Jörg Mährlein: Ja. Die Resultate zahlreicher Überwachungen ließen die Schlussfolgerung zu, dass im Bereich „Schutzschichten durch thermisches Spritzen“ Handlungsbedarf besteht. Einen erhöhten Verbesserungsbedarf gab es sowohl in der Qualitätssicherung als auch in der Personalqualifizierung. Aktuell werden u.a. verschiedene Einflüsse zu diesen Themen im Rahmen des Forschungsvorhabens WINDCATS untersucht.


Windmesse: Ein wichtiger Bereich ist bei der SLV die Aus- und Weiterbildung. Wie sieht es da für die Windenergie aus?

Jörg Mährlein: Für den Windenergiesektor bilden wir neben den Schweißaufsichtspersonen, z. B. Schweißfachingenieure, auch die Schweißer selbst aus. Auf Kundenwunsch bieten wir hierzu spezielle, auf die Produktpalette abgestimmte Inhouse-Seminare an.
Zusätzlich bilden wir das prüftechnische Personal ebenso aus wie thermische Spritzer und Beschichtungsinspektoren. Und auch für Konstrukteure gibt es bedarfsorientierte Seminare.


Windmesse: Welchen großen Herausforderungen musste sich Ihr Unternehmen in den letzten Jahren stellen?

Jörg Mährlein: Durch die Internationalisierung mussten sich unsere Inspektoren, und auch die Ausbilder, deutlich intensiver mit den internationalen Normen auseinandersetzen. Zudem wird von unserem Personal das sichere Beherrschen von mindestens einer weiteren Sprache in Wort und Schrift verlangt. Z. Zt. Können wir auf Mitarbeiter/-innen zurückgreifen, die neben den in der EU beheimateten Sprachen auch arabisch oder chinesisch sprechen.


Windmesse: Wie sieht es - auch bei der Aus- und Weiterbildung - mit der Internationalisierung aus?

Jörg Mährlein: In vielen Staaten ist die Ausbildung des Personals nicht vergleichbar mit den deutschen Regeln. Hier muss der Hersteller für eine entsprechende Qualifizierung seines Personals sorgen.
Unsere Ausbildung basiert auf international anerkannten Regeln. So erfolgt die Ausbildung der Schweißaufsichtspersonen nach den Regeln des International Institute of Welding IIW, das Prüfpersonal für die zerstörungsfreien Prüfungen wird nach europäischen Normen ausgebildet und die Beschichtungsinspektoren werden nach dem norwegischen Standard NS 476 geschult und durch FROSIO zertifiziert. Diese Zertifizierung wird weltweit anerkannt.


Windmesse: Abschließend noch eine Frage zum Thema Offshore. Sehen Sie hier für die SLV besondere Aufgaben?

Jörg Mährlein: Zukünftige Aufgaben liegen hier eindeutig im Bereich der Ausbildung der Unterwasserschweißer sowie des Personals für den Korrosionsschutz, einschließlich der Beschichtungsinspektoren in ihrer Funktion als überwachendes und aufsichtführendes Personal.

Windmesse: Herzlichen Dank für das Gespräch.
Quelle:
SLV Duisburg der GSI MbH
Autor:
Windmesse Onlineredaktion
Link:
www.slv-duisburg.de/...
Windenergie Wiki:
Offshore




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