2021-08-04
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Stromabnahmeverträge dominieren zunehmend Marktgeschehen

Trotz Krise wurden im vergangenen Jahr eine Rekordmenge an Stromabnahmeverträgen (PPAs) unterschrieben. Eine Trendwende auf dem Markt ist nicht abzusehen, zumal neben Europa und den USA auch andere Regionen immer mehr in den Fokus rücken.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Im vergangenen Jahr konnte im Marktsegment der PPAs ein Anstieg von 18 Prozent verzeichnet werden, wie BloombergNEF in seiner jährlichen Datenauswertung zeigt. Obwohl Corona die globale Wirtschaft in eine Krise stürzte, die sich auch auf dem Stromsektor niederschlug, wurden Verträge über insgesamt 23,7 GW abgeschlossen.

Insgesamt haben mehr als 130 Firmen Verträge über saubere Energie unterzeichnet, darunter neben den Big Tech Companies, die zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehören, auch immer mehr Unternehmen aus den Bereichen Öl und Gas. Zusätzlich wird der Markt durch das steigende Interesse von Stakeholdern unterstützt, die bei ihren Investitionen immer größeren Wert auf Nachhaltigkeit und den Zugang zu sauberer Energie legen, wie im 'Corporate Market Outlook' von BNEF beschrieben wird.

Obwohl sich die Dynamik auf dem amerikanischen Markt insgesamt verlangsamte, gehörte Amazon im vergangenen Jahr zu den führenden Käufern von sauberer Energie und hat insgesamt 35 separate PPAs unterzeichnet. Das Volumen dieser Verträge beläuft sich auf 5,1 GW. Der amerikanische Shopping-Gigant hat bis heute über 7,5 GW an sauberer Energie eingekauft und sich damit erstmals vor Google (6,6 GW) und Facebook (5,9 GW) an die Spitze gesetzt, bei denen vor allem ihre Datenzentren gigantische Stromfresser sind, wie Quartz anmerkt.

Amazons Geschäftsmodell ist dagegen besonders problematisch, da die mit den Einkäufen verbundenen Aktivitäten jährlich sehr große Mengen an Kohlendioxid ausgestoßen. 2019 legte das Unternehmen erstmals seinen Kohlenstoff-Fußabdruck offen, nachdem Mitarbeiter Amazon unter Druck gesetzt hatten, mehr gegen den Klimawandel zu tun, wie AP berichtet. Allein für 2019 belief sich dieser auf 51,17 Millionen Tonnen, was dem Betrieb von 13 Kohlekraftwerken in einem Jahr entspricht. In 2020 dürfte der ökologische Fußabdruck durch Corona und das damit einhergegangene massiv gesteigerte Interesse an Internetshopping nochmals gestiegen sein.

Amazon hat sich allerdings verpflichtet, sich bis 2030 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen – deshalb wird das Unternehmen in den kommenden Jahren wohl noch einige PPAs abschliessen.
Im vergangenen Jahr ging der bisher größte Stromabnahmevertrag in Europa auch auf Amazons Konto: Mit dem dänischen Offshore-Windparkentwickler Ørsted wurde vereinbart, 250MW über zehn Jahre aus dem geplanten Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 (900 MW) in der deutschen Nordsee zu beziehen.

Die Top 5 der PPAs wurden im vergangenen Jahr durch den französischen Ölkonzern Total (3 GW), den taiwanessche Halbleiterhersteller TSMC (1,2 GW) und das US-Telekommunikationsunternehmen Verizon (1 GW) komplettiert.

Das Volumen der abgeschlossenen PPAs steigt konstant an (Quelle: BloombergNEF)

Wie in der Abbildung oben zu sehen ist, schwächte sich der Markt in den USA zwar ab, blieb aber trotzdem an der Spitze. US-Unternehmen schlossen 11,9 GW ab, ein Rückgang gegenüber 14,1 GW im Jahr 2019. Allerdings konnten sowohl der asiatisch-pazifische Raum als auch Europa mit Jahresrekorden glänzen.

Das asiatische PPA-Volumen konnte sich verdoppeln, wozu auch TSMC beigetragen hat. Das Unternehmen schloss im August ein PPA mit Ørsted über den Strom eines taiwanesischen Offshore-Windparks. Taiwan etablierte sich im Jahr 2020 als wichtiger Markt für saubere Energie, mit Unternehmen, die PPAs in Höhe von 1,25 GW unterzeichneten. Auch künftig dürfte sich diese Dynamik nicht abschwächen, denn Taiwans Markt soll durch eine neue Richtlinie unterstützt werden, die Unternehmen mit einer jährlichen Last von mehr als 5MW verpflichtet, sauberen Strom zu kaufen. Und da die Insel eine hohe Konzentration von großen Herstellern hat, von denen viele den Druck ihrer Kunden spüren, sich zu dekarbonisieren, wird auch in den kommenden Jahren ein großer Fokus auf der Stromvermarktung liegen.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Stromabnahmevertrag, PPA, Amazon, Google, Facebook, Total, offshore, Wind, Strom, BloombergNEF, GW, MW, sauber
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