2021-03-02
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Kommentar: Bill Gates' schöne neue Welt

Bill Gates hat ein neues Buch geschrieben. Titel: 'Wie wir die Klimakatastrophe verhindern'. Es hätte auch heißen können: 'Wie wir in die Nuklearkatastrophe schlittern'.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Ist Bill Gates aktuell der reichste Mann der Welt oder vielleicht doch gerade Tesla-Gründer Elon Musk oder (Ex-)Amazon-Chef Jeff Bezos? Egal, wenn einer dieser Männer den Mund aufmacht, hört die Welt zu. Das nutzen die drei – ähnlich wie andere der Superreichen – gern aus, um auf die Probleme der Welt aufmerksam zu machen. Und was könnte da neben Corona momentan drängender sein als der Klimaschutz?

So verwundert es nicht, dass sich Gates in seinem neuen Buch diesem Thema widmet und öffentlichkeitswirksam erklärt, dass er mit seiner Stiftung in den kommenden Jahren zwei Milliarden Dollar in die Hand nehmen will, um Klimaschutz-Innovationen voranzubringen.

So weit, so gut. Im gleichen Interview macht er allerdings deutlich, woran er dabei auch denkt: Da die Erneuerbaren angeblich unzuverlässig sind, sei die Kernkraft unerlässlich, so Gates.

Wie der Präsident des globalen Umweltnetzwerks Energy Watch Group, Hans-Josef Fell, verdeutlicht, ist diese Argumentation bei Gates nicht neu: „Schon jahrelang begründet er seine Atomgeschäfte damit, dass Erneuerbare Energien keine Versorgungssicherheit bringen könnten. Bill Gates ignoriert beständig alle Forschungen und auch realisierte Investitionen, die belegen, dass Erneuerbare Energien sehr wohl Versorgungssicherheit bringen und schnell das fossile und atomare Zeitalter ablösen können.“

Alle Bedrohungen, die von Kernkraft ausgehen, fallen bei Gates konsequent unter den Tisch. Wohin mit dem Müll? Egal... Was passiert, wenn es einen weiteren Super-GAU gibt? Wird schon nicht... Ist Atomstrom nicht mittlerweile viel teurer als Strom von Erneuerbaren? Ähm... nächste Frage, bitte!

Dass Bill Gates mit seinen Milliarden schon seit Jahren auch fragwürdige Projekte finanziert, wird von den meisten Medien ignoriert. Dass er in seiner Funktion als Gründer und Chairman der Atomkraftfirma Terra Power bereits heute den Bau von kleinen und mittleren Reaktoren (SMR) finanziert, spielt keine Rolle.

Sein Geld verschafft ihm beträchtlichen und wahrhaft unheimlichen Einfluss auf der ganzen Welt. Beschließt die Politik derweil in immer mehr Ländern die endgültige Abkehr von der Atomkraft, grätscht Gates - und mit ihm wahrscheinlich bald noch ein paar Superreiche - nun mittels Stiftung dazwischen und zerstört Jahrzehnte lang hart erkämpfte und endlich erreichte Beschlüsse gegen den atomaren Wahnsinn. 'Lobbyarbeit' gewinnt so nochmal eine neue Dimension. Der Club der Superreichen entscheidet kurzerhand über die weitere Energieversorgung des Planeten und nähert sich so doch gefährlich dem, was man 'Weltherrschaft' nennt.

Da wird einem doch angst und bange!

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Bill Gates, Klimaschutz, Einfluss, Atom, Nuklear, Investition, Stiftung, Energy Watch Group, Atomenergie, erneuerbare Energie
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