2019-04-22
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Deutschland schließt Energiepartnerschaften mit Chile und Jordanien

Deutschland wird im rahmen der Partnerschaft beide Länder bei der Umsetzung der Energiewende helfen. Dazu gehören u.a. Kooperationen zwischen Unternehmen aus der Energiebranche

Bild: PixabayBild: Pixabay

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat mit seinen Amtskolleginnen aus Chile, Susana Jiménez Schuster, und Jordanien, Hala Adel Zawati, Absichtserklärungen zur Gründung von Energiepartnerschaften unterzeichnet.

Jordanien deckt zur Zeit noch etwa 95 Prozent seines Energiebedarfs aus Importen vor allem von Gas und Öl, was für das Land immense Kosten mit sich bringt - ca. ein Viertel des BIP. Bedingt durch die Flüchtlingskrise, die Jordanien mehr als eine Million Menschen vor allem aus Syrien und Palästina ins Land gebracht hat, sowie eine stark wachsende Bevölkerung benötigt das Land künftig mehr Energie, um seinen Bedarf zu decken. Vorhersagen gehen von einem wachsenden Energieverbrauch von 5 bis 6 Prozent pro Jahr aus. Die Bundesregierung wird Jordanien daher in wichtigen Bereichen des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Modernisierung und Digitalisierung des Energiesektors beraten.

Bundesminister Altmaier: "In Jordanien werden wir die Modernisierung des Energiesektors unterstützen. Der Energieverbrauch in Jordanien wird auch wegen der wachsenden Bevölkerung in den kommenden Jahren steigen. Daher ist es wichtig, seine hohe Abhängigkeit von fossilen Energiequellen zu verringern und den jordanischen Energiemarkt für ausländische Technologieunternehmen aus den genannten Bereichen attraktiver zu machen."

Chile deckt bereits heute mehr als 40 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus Wasserkraft. Der Norden des Landes mit der Attacama-Wüste gehört außerdem zu den sonnenreichsten Gebieten der Welt und eignet sich auch für Windkraft. Zu den zentralen Herausforderungen der chilenischen Energiewende gehört, die Stromversorgung des für die Wirtschaft des Landes wichtigen Bergbaus unter Bewahrung der Versorgungssicherheit auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

"Mit Chile werden wir vor allem in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz noch enger zusammenarbeiten. Chile hat in den vergangenen fünf Jahren, auch mit deutscher Unterstützung, große Schritte in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung unternommen. Dort findet, wie in Deutschland auch, ein strukturierter Ausstieg aus der Kohleverstromung statt. Zudem ist Chile für Deutschland ein wichtiger Partner, weil es sowohl den nächsten Weltklimagipfel (COP25) als auch das elfte Clean Energy Ministerial ausrichten wird, so Altmeier.

Über die Energiepartnerschaften sowie die Exportinitiative Energie des BMWi soll auch die Kooperation zwischen deutschen und chilenischen beziehungsweise jordanischen Branchenunternehmen verstärkt werden. Eingebunden in die Energiepartnerschaft sind neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit.

Quelle:
BMWi
Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Windenergie Wiki:
Versorgungssicherheit, Energiewende



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