2018-12-12
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Kosten für Offshore-Wind fallen weiter dramatisch

Neue Studien belegen, dass Offshore-Windenergie immer günstiger wird. Dadurch wird diese Art der Energiegewinnung auch für Länder interessant, die bisher nicht in Offshore-Windparks investiert haben.

Der britische Offshore-Windpark Gwynt y Môr von RWE Innogy - Jedes weitere Projekt trägt zur Kostenreduktion bei (Foto: RWE)Der britische Offshore-Windpark Gwynt y Môr von RWE Innogy - Jedes weitere Projekt trägt zur Kostenreduktion bei (Foto: RWE)

Immer wieder hörte man in der Vergangenheit die Forderung von Regierungen und Verbrauchern, dass die Offshore-Windenergie ihre Kosten reduzieren müsse, um mit anderen Arten der Energiegewinnung mithalten zu können. Nun legt die Industrie einmal mehr Ergebnisse vor, die zeigen, dass man die bisherigen Pläne zur Kostenreduktion nicht nur einhält, sondern sogar schon viel weiter ist. Dadurch eröffnen sich auch Möglichkeiten des Markteintritts für Länder, die bisher noch nicht in Offshore-Wind investiert haben – die USA seien hier als prominentes Beispiel genannt. Zwar laufen dort momentan die Arbeiten am ersten US-Offshore-Windpark, aber keiner der Bundesstaaten konnte sich bisher dazu durchringen, im großen Maßstab den Ausbau der Energiegewinnung auf dem Meer zu betreiben. Immer wieder schrecken die Energieversorger davor zurück, ihren Kunden den teuren Offshore-Strom anzubieten.

Ein neuer Bericht aus Großbritannien macht nun deutlich, dass Offshore-Windenergie tatsächlich günstiger wird. Der zweite, jährlich erscheinende Bericht zur Kostensenkung in der Offshore-Industrie, der von Offshore Renewable Energy Catapult erhoben wurde, zeigt, dass die Investitionen der vergangenen Jahre in die Turbinentechnologie bereits zu erheblichen Kostensenkungen geführt haben. Nun müssen weitere Innovationen in die „Balance der Windkraftanlage“ dafür sorgen, dass die Kosten weiter fallen. Dazu zählen Komponenten wie Fundamente, Kabel und Schaltanlagen.

Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Herstellung im industriellen Maßstab seien ebenso wichtig, wie das frühe Festlegen der Politik auf hohe Ausbaukorridore und das Festhalten an diesen Zielen. Die britische Energieministerin Andrea Leadsom sagte dazu: „Die britische Offshore-Windenergie eilt weiter von Rekord zu Rekord und ich freue mich zu sehen, dass die Kosten weiter sinken. Die Kostenreduktion sorgt dafür, dass die hart arbeitenden Steuerzahler weiter entlastet werden und die Industrie auch weiterhin florieren kann.“

Vor einigen Monaten wurden für diese Studie mehrere Faktoren ausgewählt, von denen man ausnahm, dass dort  Kosteneinsparungen möglich seien. Bei 12 der 13 Faktoren hat man bereits im Jahr 2015 die Einsparungsgröße erreicht, die man erst für 2017 vorhergesehen hatte. Die Industrie schafft also schneller Innovationen, als man im Vorfeld für möglich gehalten hatte. Für 2020 steht das Kostenziel von 100 Pfund/MWh im Raum und momentan sieht es so aus, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht werden kann.

Nearshore-Turbine (Foto: Catapult)

Benj Sykes, Zweiter Vorsitzender des Offshore Wind Industry Council, kommentierte den Bericht mit den Worten: „Wir begrüßen die weiterhin starke Unterstützung der britischen Regierung für die Offshore-Windbranche und sehen sie als wichtigen Beitrag zum zukünftigen Energiemix der Nation. Der Bericht zeigt aber auch, dass sowohl weitere Klarheit über den Zeitpunkt und Umfang der Ausschreibungen als auch über langfristige Kapazitätsanforderungen bis 2030 und darüber hinaus von wesentlicher Bedeutung für die Industrie sind, um auch weiterhin die Aktivitäten hoch zu halten, die weitere Innovationen und Kostensenkungen ermöglichen.“

Mit anderen Worten: Offshore-Wind lohnt sich nur, wenn man sich ihm langfristig verschreibt. Zu der gleichen Erkenntnis kommt eine weitere Studie, die nun von der Universität von Delaware in den USA vorgelegt wurde. Der Bundesstaat Massachusetts im Nordosten des Landes verfügt über großes Potenzial für Offshore-Wind, allerdings konnte auch dort die Branche – wie im Rest der USA – bisher nicht recht Fuß fassen.

Die nun vorgelegte Studie bekräftigt dagegen, dass die Festlegung auf ein Ausbauziel von 2000 Megawatt bis 2025 dafür sorgen kann, die bisher veranschlagten Kosten um bis zu 55 Prozent abzusenken. Dazu müssten aber Windparks im großen Stil geplant werden, anstatt wie bisher von Projekt zu Projekt. Die Größe dieser Kostensenkung, die durch eine Industrialisierung im großen Maßstab angetrieben werden muss, erschließt Offshore-Wind als eine Möglichkeit für Millionen von Steuerzahlern in und um Boston, saubere Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen zu beziehen und so zu einem Schlüsselfaktor im zukünftigen Energiemix des Bundesstaates werden zu lassen.

„Der Schlüssel liegt darin, ein festes Ausbauziel festzulegen, sodass der Markt den Rest erledigen kann. Indem man dem Markt Sichtbarkeit bietet – durch die Verpflichtung des Staates zu einer ganzen Pipeline an Projekten über einen festgelegten Zeitraum – kann die US-Offshore-Windindustrie Energiekosten anbieten, die ähnlich sinken wie die in Europa“, erklärt der Hauptautor der Studie, Dr. Willett Kempton (Foto).

Die Industrie hat also geliefert. Nun sind wiederum die Regierungen am Zuge, um dafür zu sorgen, dass die politischen Umstände stimmen und die Firmen vor Ort investieren.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, Offshore, MW, Megawatt, Ausschreibungen



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