2017-08-20
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Netzersatzanlagen sind wichtige Flexibilitätsoption für einen effizienten Strommarkt

Die CLENS vermarktet über ihr virtuelles Kraftwerk 80 Netzersatzanlagen mit einer Leistung von 50 MW / Jüngst kamen Netzersatzanlagen der aixit GmbH, der Fernwasserversorgung Franken und der Heraeus Group hinzu / Heute steht die Regelenergievermarktung im Fokus, zukünftig können weitere Kurzfristmärkte hinzukommen / Um das hohe Potential aus Bestandsanlagen zu heben, müssen Markteintrittsbarrieren beseitigt werden

Virtuelles Kraftwerk (Grafik: CLENS)Virtuelles Kraftwerk (Grafik: CLENS)

Netzersatzanlagen (NEA) sichern primär die Stromversorgung ihrer Betreiber bei lokalen Stromausfällen ab. Entsprechend bleiben sie über die meiste Zeit hinweg ungenutzt. Dabei können NEA als flexible Erzeugungsanlagen gewinnbringend an den Regelenergie- und Kurzfristmärkten vermarktet werden und in diesem Zuge eine wichtige Rolle für die Stabilisierung und die Kosteneffizienz des Energiesystems übernehmen. Die Clean Energy Sourcing (CLENS) treibt die flexible Steuerung und Vermarktung von NEA bereits seit längerem voran und vermarktet derzeit über ihre virtuelle Kraftwerks-Plattform EC24 knapp 80 Anlagen mit einer installierter Leistung von rund 50 MW am Regelenergiemarkt. Der größte Teil dieser Anlagen erfüllt die vergleichsweise hohen technischen Anforderungen des Sekundärregelenergiemarktes.

Jüngst konnte CLENS den 1,5 MW leistungsstarken Notstromgenerator eines Rechenzentrums der aixit GmbH in Offenbach in ihr virtuelles Kraftwerk einbinden. Die aixit GmbH ist ein renommierter und international aktiver IT-Dienstleister mit umfassenden Tätigkeitsbereichen wie Internet Access und Connectivity Services, Housing, Hosting und Colocation-Anwendungen, virtuelle Arbeitsplätze sowie Cloud und IT-Sicherheit. Mit 16 Rechenzentrumsstandorten und 13 Connectivity-Standorten ist aixit einer der vielseitigsten Internet-Serviceanbieter am deutschen Markt. „Dass innovative Akteure wie die aixit GmbH, die als Rechenzentrumsbetreiber naturgemäß über eine sensible Infrastruktur verfügen, ihre Netzersatzanlage für eine flexible Vermarktung nutzen, verstehen wir als starkes Signal für das Potential in diesem Bereich. Und natürlich als Bestätigung für unsere Dienstleistungen. Im Grunde unterstützen wir Betreiber von Netzersatzanlagen dabei, ihre Aggregate von einem reinen Kostenfaktor in eine systemdienliche Erlösquelle zu wandeln. Dass im Rahmen der Vermarktung die Notstromfunktion der Anlagen nicht beeinträchtigt wird, steht außer Frage“, erklärt Marcel Kraft, Key Account Manager bei CLENS. Weitere Betreiber von NEA, die in den vergangenen Wochen mit der Regelenergievermarktung ihrer Anlagen begonnen haben, sind die Heraeus Group mit mehreren NEA an den Standorten in Hanau und Kleinostheim sowie die Fernwasserversorgung Franken (8 NEA mit in Summe 4,7 MW). CLENS und die Betreiber dieser Anlagen haben somit gemeinsam den Beweis erbracht, dass NEA aus verschiedensten Sektoren gewinnbringend im Regelleistungsmarkt eingesetzt werden können.

Die positiven Erfahrungen mit der Vermarktung von NEA am Regelenergiemarkt bestätigen, dass NEA bereits heute eine deutlich größere Rolle für die Stabilisierung des Energiesystems übernehmen können, als es bisher der Fall war. Denn als zuverlässige und kurzfristig aktivierbare Reservekraftwerke zur Deckung der Spitzennachfrage oder für Phasen mit geringer Erzeugung aus Wind und Sonne, also der vielzitierten Dunkelflaute, verfügen NEA über ein enormes, kosteneffizientes Flexibilitätspotential1. Dass die Bedeutung dieses bislang kaum genutzten Potentials bei einer fortschreitenden Energiewende zunehmen wird, hat auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“2 explizit hervorgehoben. Das BMWi möchte daher sicherstellen, dass der flexible Einsatz von NEA vereinfacht wird, unter anderem indem regulatorische Hemmnisse beseitigt werden. Stand heute bestehen jedoch insbesondere für Bestandsanlagen weiterhin erhebliche Markteintrittsbarrieren3. Dies ist umso bedauerlicher, da hier ein enormes Flexibilitätspotenzial ungenutzt bleibt, für das die Investitionskosten bereits getätigt wurden und mit dem unmittelbar ein wichtiger Beitrag zur Systemstabilität geleistet werden könnte. Für die Hebung dieser Potentiale gilt es nun, durch die Schaffung transparenter Vorgaben sowie der verbindlichen Absprache mit den Verteilnetzbetreibern, einen verlässlichen Marktzugang zu garantieren.

Des Weiteren müssen bestehende und neue NEA künftig systematisch im sogenannten Marktstammdatenregister erfasst werden. CLENS empfiehlt Betreibern von NEA daher, die Registrierung im Marktstammdatenregister zum Anlass zu nehmen, um die Möglichkeiten einer flexiblen Vermarkung zu prüfen und ein transparentes Angebot von einem entsprechenden Dienstleister einzuholen.

Ansprechpartner bei CLENS: Marcel Kraft / marcel.kraft@clens.eu / +49 341 30 86 06 456

Mehr Informationen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zur flexiblen Vermarktung von Netzersatzanlegen: http://www.clens.eu/anlagenbetreiber/netzersatzanlagen/

Quelle:
CLENS
Autor:
Pressestelle
Link:
www.clens.eu
Keywords:
CLENS, Netzersatzanlagen, Stromausfall, Flexibilität
Windenergie Wiki:
MW, Energiewende





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