2022-09-26
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Erfolgreich trotz Krise

2021 gutes Geschäftsjahr für Schunk Group

Bild: SchunkBild: Schunk

Den zahlreichen Herausforderungen wie Corona und Chipmangel zum Trotz war das Geschäftsjahr 2021 für die Schunk Group sehr erfolgreich. Für 2022 rechnet der Technologiekonzern mit einem deutlichen Umsatzzuwachs.

„Versorgungsengpässe wie der Chipmangel und auch die Corona-Pandemie haben die Schunk Group im vergangenen Jahr stark beschäftigt und das Geschäftsjahr 2021 herausfordernd gemacht“, sagt rückblickend Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group. „Dennoch war 2021 insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr für Schunk.“

Der Umsatz ist gegenüber dem – von einer Coronadelle geprägten – Vorjahresumsatz um 9,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen. „Schunk ist weiterhin profitabel und dank einer hohen Eigenkapitalquote finanziell sehr stabil“, so Dr. Roth weiter. Großen Anteil an dem guten Abschneiden in der Krise habe die hohe technologische Diversifikation des Unternehmens, dessen zehn Business Units Produkte und Dienstleistungen in der Werkstofftechnik und im Maschinenbau anbieten. Dank dieser bewusst breiten Aufstellung sei Schunk besonders krisenfest.

Das gute Geschäftsjahr ermöglicht auch eine Corona-Sonderzahlung an die weltweit rund 9.000 Beschäftigten, die darüber hinaus in diesem Jahr eine Gewinnbeteiligung für 2021 erhalten werden, wofür das Unternehmen insgesamt 25 Millionen Euro aufwendet. „Unsere Beschäftigten haben in den vergangenen beiden Jahren Großartiges geleistet“, betont Dr. Roth. Von einer großen Kündigungswelle, wie es sie beispielsweise in den USA und andernorts geben solle, könne keine Rede sein. „Bei Schunk ist die ohnehin schon niedrige Fluktuation weiter gesunken und wir haben die Zahl der Beschäftigten sogar wieder leicht ausgebaut.“

Gute Aussichten für 2022

Die Aus- und Nachwirkungen der Corona-Pandemie hat auch die Schunk Group noch nicht hinter sich gelassen, der Umsatz 2021 lag noch etwas unterhalb des Umsatzes 2019 vor der Pandemie. Coronakrise, Ukrainekrieg und Versorgungsengpässe werden auch das Jahr 2022 stark beeinflussen. „Das aktuelle Jahr ist jedoch bislang sehr gut und Schunk hat den bis dato höchsten Auftragsbestand seiner Geschichte“, erläutert Dr. Roth. Er erwarte daher, dass Schunk den Umsatz von 2019 in diesem Jahr deutlich übertreffe und damit bilanziell die Coronakrise überwunden habe. Auch für die nächsten Jahre rechnet er mit weiterem Wachstum. Im kommenden Jahr wolle die Schunk Group die symbolische Schwelle von 1,5 Milliarden Euro Umsatz überschreiten.

Anlass zu der positiven Einschätzung geben vor allem die Innovationen des Technologiekonzerns. „Wir haben in allen Business Units neue und sehr zukunftsfähige Produkte und sehen hier ein starkes Umsatzwachstum bei den Innovationen“, so Dr. Roth. Dazu tragen auch die beiden neuen Innovationszentren an den Standorten Heuchelheim und Reiskirchen bei, in denen neuen Werkstoffe und neue Maschinen entwickelt werden.

Bipolarplatten für Brennstoffzellen

Vielversprechend sind unter anderem Bipolarplatten aus Graphit. Diese sind das Herzstück von Brennstoffzellen und machen die direkte Gewinnung von Strom aus dem Energieträger Wasserstoff möglich. Durch intensive Forschungsarbeit ist es Schunk gelungen, eine kosteneffiziente Produktion mit herausragenden Materialeigenschaften zu verbinden. Beides wird von führenden Brennstoffzellen-Herstellern weltweit geschätzt, denn erst dadurch wird der Einsatz von Brennstoffzellen in größerem Ausmaß überhaupt wirtschaftlich möglich. Schunk ist es dank innovativer Prozesse gelungen, die Produktions-Taktzeit um mehr als 90 Prozent und das Gewicht der Bipolarplatten um 70 Prozent zu reduzieren und gleichzeitig deren Effizienz zu verdoppeln. Damit haben die graphitischen Bipolarplatten nun beste Chancen auf dem Markt. Schon jetzt zählen weltweit Spitzenunternehmen aus der Brennstoffzellenindustrie zu den Kunden von Schunk.

Starkes Wachstum beim Thema Batterie

Im Maschinenbau profitiert die Schunk Group aktuell vom Megatrend Elektromobilität und dem starken Wachstum auf dem Batteriemarkt. Weiss Technik, das zur Schunk Group gehört und unter anderem auf die Themen Klimatechnik und Umweltsimulation spezialisiert ist, stellt Trockenräume für die Batterieproduktion sowie Klimakammern und Klimaschränke für Batterietests her.

So hat Weiss Technik die Errichtung der Trockenräume der Forschungsfertigung Batteriezelle bei Münster übernommen. In dieser Großforschungsanlage, für die der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen rund 700 Millionen Euro Förderung bereitstellen, erforscht und entwickelt die Fraunhofer-Gesellschaft Möglichkeiten zur Optimierung der Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien. Für Weiss Technik ist der Auftrag im zweistelligen Millionenbereich einer der bislang größten.

Ebenso wichtig wie die Batterieherstellung ist für Weiss Technik das Thema Batterietesten: Hier bietet das Unternehmen Klimaschränke und Klimakammern mit besonderer Sicherheitstechnik zum Testen von Lithium-Ionen-Batterien an und verzeichnet hohe Auftragszuwächse.

Investitionen in Rekordhöhe

Zur weiteren Förderung von Innovationen hat Schunk außerdem seinen Innovationsfonds aufgestockt und stellt nun zusätzliche 20 Millionen Euro zur Förderung von sogenannten Horizont-3-Innovationen zur Verfügung, die langfristig ausgelegt sind und besondere Chancen bieten.

Parallel dazu hat der Technologiekonzern seine Investitionen hochgefahren: Im Jahr 2022 investiert Schunk die Rekordsumme von 174 Millionen Euro, unter anderem in neue Logistikzentren an den Standorten von Weiss Technik in Reiskirchen und Balingen. Außerdem werden die Produktionskapazitäten in Georgetown (USA) und in Willich ausgebaut: Beide Standorte liefern Produktionsmittel für die aktuell boomende Chipindustrie.

Zum Wachstumskurs der Schunk Group zählen außerdem Unternehmenszukäufe, mit der die strategische Positionierung des Unternehmens weiter verbessert wird. Vor Kurzem hat Schunk die Firma Ascott Analytical Equipment in England gekauft, wodurch Weiss Technik seine Marktposition in der Korrosionsprüfung deutlich ausbaut und hier zu einem der weltweiten Marktführer wird.

Digitalisierung beschleunigen

Bereits im Februar hat sich Schunk mehrheitlich an dem Marburger Software Start-up iDA beteiligt. „Damit haben wir unsere eigenen Software-Kompetenzen ausgebaut. So können wir in Zukunft noch stärker als bisher digitale Lösungen entwickeln. Vor allem, um die steigenden Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen“, erläutert Dr. Roth. Die Akquisition flankiert die Bestrebungen von Schunk das Unternehmen stärker zu digitalisieren. „Wir entwerfen aktuell Digitalisierungsstrategien für jede einzelne Business Unit, um unsere Geschäftsprozesse und unsere Produkte zu verbessern sowie ganz neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln“, sagt Dr. Roth. „Damit legen wir in diesem Jahr den Grundstein für die digitale Zukunft von Schunk.“

Quelle:
Schunk
Autor:
Pressestelle
Link:
www.schunk-carbontechnology.com/...
Keywords:
Schunk, Bilanz, Geschäftsjahr, zahlen, Batterie, Weiss Technik, Forschung, Auftrag, Investition, Rekord, Software, Beteiligung



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