2019-09-21
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Shell, innogy und Stiesdal Offshore Technologies testen schwimmendes Fundament für Offshore-Windturbinen

Finale Investitionsentscheidung über Investition in Höhe von 18 Millionen Euro für Pilotprojekt vor der norwegischen Küste getroffen / TetraSpar-Konzept bietet erhebliches Kostensenkungspotenzial für schwimmende Windturbinen / Dynamische Stabilitätstests angelaufen

Bild: StiesdalBild: Stiesdal

innogy SE, Shell und Stiesdal Offshore Technologies A/S (SOT) bringen schwimmende Fundamente für Windturbinen auf die nächste Stufe: Die Partner haben die finale Investitionsentscheidung für das Pilotprojekt getroffen, bei dem das schwimmende TetraSpar-Fundament ab 2020 vor der norwegischen Küste getestet werden soll. Das modulare Konzept nutzt eine Stahlrohr-Tragstruktur mit darunter hängendem Kiel. Es wird erwartet, dass die Konstruktion deutliche Wettbewerbsvorteile gegenüber bestehenden Konzepten für schwimmende Windturbinen bieten kann, u. a. aufgrund effizienterer Fertigungs-, Montage- und Installationsprozesse sowie geringerer Materialkosten. Das Pilotprojekt verfügt über ein Budget von rund 18 Millionen Euro.

Shell hat seine Anteile am Projekt von 33 auf 66 Prozent erhöht. innogy hält weiterhin 33 Prozent an der neugegründeten Projektgesellschaft. SOT trägt mit dem modularen TetraSpar-Konzept zum Forschungsprojekt bei und hält die übrigen Anteile an der Projektgesellschaft (1 Prozent). Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) beteiligt sich als Technologiepartner und wird die Windturbine und alle erforderlichen Dienstleistungen bereitstellen. Die Partner bilden ein Projektteam, das tiefgehende, praktische Einblicke in Errichtung, Installation und Betrieb des TetraSpar-Konzepts gewinnen und detaillierte Leistungsdaten erheben wird.

James Cotter, Projektmanager bei Shell, erklärt: „Shell arbeitet daran, das Geschäft mit erneuerbaren Energien auszubauen. Schwimmende Fundamente für Windkraftanlagen sehen wir als eine vielversprechende Technologie, die das Gesicht der Offshore-Windindustrie in den nächsten zehn Jahren verändern könnte. Wir möchten diesen Wandel forcieren, indem wir unsere Offshore-Expertise mit unseren Partnern teilen, um gemeinsam innovative Lösungen wie TetraSpar voranzutreiben.“

"innogy sucht weltweit nach Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Offshore-Wind und wir sind überzeugt, dass durch schwimmende Fundamente in Zukunft wichtige Wachstumsmärkte erschlossen werden können. Dieses Demonstrationsprojekt bildet die Grundlage dafür, indem wir neben technischer Anwendungserfahrung ein besseres Verständnis gewinnen, wie sich Kosten für schwimmende Fundamente senken lassen", erklärt Martin Ferreira, Leiter des Bereichs Offshore Investment & Asset Management bei innogy SE.

Henrik Stiesdal, CEO von Stiesdal Offshore Technologies A/S: „Dass wir die finale Investitionsent-scheidung für den Einsatz und Test unseres ersten Demonstrationsprojekts in Originalgröße getroffen haben, ist ein sehr wichtiger Meilenstein für uns. Wir haben während der Projektplanung bereits sehr von dem Dialog mit Shell, innogy und Siemens Gamesa Renewable Energy profitiert und freuen uns darauf, den Dialog bei der Umsetzung weiter zu intensivieren. Durch die Kombination der umfangreichen Erfahrungen der unterschiedlichen Projektpartner mit den Kompetenzen unseres Fertigungspartners Welcon A/S sind wir bestens auf eine zügige Kommerzialisierung vorbereitet.“

Bereits seit vergangenem Dezember laufen dynamische Stabilitätstests mit einem maßstabsgetreuen Modell im Wellen-Wind-Kanal der Uni Maine, USA und im Wellentank von FORCE in Lyngby, Dänemark. In diesem Jahr sollen die Bauteile für den großen schwimmenden Prototypen von Welcon A/S in Give, Dänemark gefertigt werden. Die Komponenten werden in den Hafen von Grenaa transportiert, wo sie montiert werden. Anschließend wird die Fundamentstruktur zu Wasser gelassen. Mithilfe eines Krans wird die Turbine von der Kaikante aus auf dem schwimmenden Fundament befestigt. Von dort aus wird die Fundamentstruktur mit der Turbine zum Teststandort auf hoher See geschleppt, mit drei Ankerketten am Meeresboden verankert und über ein Kabel mit dem Stromnetz verbunden. Das Fundament wird etwa zehn Kilometer vor der Küste in Wassertiefen von 200 Metern am Teststandort des Marine Energy Test Centre (Metcentre) nahe Stavanger in Norwegen installiert. Für das Pilotprojekt kommt eine getriebelose 3,6-MW-Offshore-Windturbine des Herstellers SGRE zum Einsatz.

Quelle:
innogy
Autor:
Pressestelle
Link:
news.innogy.com/...
Keywords:
innogy, Shell, Stiesdal Offshore Technologies A/S (SOT), floating, schwimmende Windkraftanlage, Windkraftanlage, Pilot, Projekt, Fundament, Norwegen, TetraSpar-Fundament, offshore
Windenergie Wiki:
Turbine, MW



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