2021-12-02
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Global player and local heroes: Die Herstellerfirmen auf der WindEnergy decken alle fünf Kontinente ab

Mit rund einem Dutzend internationaler Hersteller von Windenergieanlagen deckt die WindEnergy - International Trade Fair vom 16. bis 19. Mai in Hamburg diesen Bereich wie keine andere Messe in diesem Jahr ab. Dies zeigt die Bedeutung der internationalen Leitmesse als Treffpunkt und Marktbarometer für die gesamte Windenergiebranche weltweit. Die Herstellerfirmen erschließen sich ständig neue Exportmärkte und sind inzwischen auf allen Kontinenten aktiv. Auf der WindEnergy 2006 informieren sie über ihre internationalen Projekte und stellen - mit beeindruckenden Großexponaten - ihre Neuentwicklungen vor. Insgesamt präsentieren auf der ganz auf die Windbranche zugeschnittenen Fachmesse in Hamburg rund 400 Unternehmen, Institutionen und Verbände auf 23 000 qm Ausstellungfläche ihre Neuheiten und Dienstleistungen.

GE Energy, der "Global Player" aus dem General Electric Konzern, wird sich auf der WindEnergy in Hamburg "mit einem 303 Quadratmeter großen Stan und einem Maschinenkopf der "Multi-MW-Klasse präsentieren", sagt Pressesprecherin Gaby Braun. Möglicherweise wird dies der Maschinenkopf der geplanten neuen 2,75-MW-Anlage oder der ebenfalls in der Projektierung befindlichen 3-MW-Anlage sein. GEs 1.5-MW-Maschine wurde 2006 rund tausend Mal installiert und war damit der weltweit erfolgreichste Anlagentyp. Auch 2006 gehen Experten von einer ähnlichen Errichtungszahl bei GE aus, vor allem durch den boomenden US-Markt. Für Europa und Japan sind die neuen GE-Multi-MW-Anlagen mit wahlweise 2,3 MW, 2,5 MW oder 2,75 MW Nennleistung gedacht sowie die 3-MW-Prototypen mit 6362 bzw. 6940 qm Rotorfläche.

Mit der Nordex AG ist ein weiterer Hersteller von Multi-MW-Turbinen in Hamburg zu sehen. Das Unternehmen hat kürzlich mit der N-90 (2,5 MW) die erste Offshore-Anlage Deutschlands gebaut. Im Ostseewindpark Baltic I sollen dieses Jahr die Vorarbeiten beginnen. Dann könnte bereits 2007 der Windpark mit 21 Anlagen gebaut werden, elf davon sollen N90/2,5-MW-Nordex-Mühlen sein. Im chinesischen Baoding wurde kürzlich eine Rotorblattfertigung für die N-60/1,3-MW-Maschinen errichtet. Für die 1,5-MW-Anlagen (Nordex S 70) gibt es ein Joint-Venture mit dem chinesischen Energieversorger Ningxia Electric Power und dem Windpark-Planer Ningxia Tianjing Electric Energy. Das gemeinsame Unternehmen hat bislang ein Auftragsvolumen bis 200 Megawatt bis zum Jahr 2009 unter Dach und Fach, noch in diesem Jahr sollen die ersten 26 1,5-MW-Turbinen aus gemeinsamer chinesischer Produktion sich drehen.

Ein britischer Aussteller auf der WindEnergy ist die EU Energy. Der Hersteller möchte noch in diesem Jahr den Prototypen seiner weiterentwickelten 2-MW-Maschine in Europa errichten, die DeWind D8.2. Die kleineren 1,25-MW-Maschinen der Baureihe D6 werden nun mehrfach in verschiedenen Lizenzproduktionen in China gefertigt. Die amerikanische EU-Tochterfirma, die EU Energy Inc. in Texas, hat gerade eine Rahmenvereinbarung mit der Exergy Development Group LLC abgeschlossen. Der Windpark-Projektierer hat das Recht, ab 2007 innerhalb von fünf Jahren 550 Maschinen vom Typ der D8.2 zu kaufen. EU Energy plant, im nächsten Jahr sowohl in den USA als auch im Osten Kanadas eine Produktionsfabrik zu eröffnen. Mit Iskra ist ein zweiter britischer Hersteller auf der WindEnergy vertreten, der in Nottingham 5-kW-Kleinanlagen "für Haus, Hof und Inselsysteme" produziert.

Clipper Windpower ist neben GE der zweite US-amerikanische Hersteller, der auf der WindEnergy 2006 über seine Projekte informiert. Nach seinem Gang an die Londoner Börse ist Clipper mit "frischem Kapital" von rund 300 Millionen US-Dollar ausgestattet und möchte nach den Worten seines CEO (und früheren Zond-Gründers) Jim Dehlsen mit seiner 2,5-MW-Turbine namens "Liberty" in die Serienproduktion gehen. Eine Fabrik in Cedar Rapid im US-Bundesstaat Iowa wurde bereits eröffnet. Durch Gewichtseinsparungen benötigt die Liberty-Windenergieanlage für ihren Aufbau nur eine geringe Krankapazität wie bei den kleineren 1,5-MW-Maschinen. Zudem hat die Anlage einen eigenen Kran in der Gondel.

Mit Vensys ist eine junge Herstellerfirma auf der WindEnery vertreten, die inzwischen drei Prototypen ihrer 1,2-MW-Maschine in Kanada, Deutschland und China errichtet hat. Der Lizenznehmer Goldwind will in China in diesem Jahr noch "mindestens ein halbes Dutzend Maschinen errichten", so Vensys-Vertriebsleiter Jürgen Millhoff. Zudem hat Goldwind gerade die Lizenz auch für die geplante neue 1,5-MW-Maschine von Vensys erworben. Der erste Prototyp soll in diesem Sommer in Europa stehen. Für den spanischen Markt gibt es mit der Eozen S.A. ebenfalls einen Lizenznehmer für die getriebelosen Mühlen auf der iberischen Halbinsel.

Gamesa Eólica zeigt in Hamburg die Gondel seiner G-87. Die 2-MW-Maschine mit unterschiedlichem Rotordurchmesser (80, 83, 87 und 90 Metern) ist die erste Eigenentwicklung der Spanier seit der Trennung von Vestas. Mit der Errichtung von gleich 25 G-87 Maschinen im südkalifornischen Kumeyaay ist Gamesa der Markteintritt in den USA gelungen. Der Windpark ist zugleich die bislang größte amerikanische Windfarm in einem Indianerreservat. Mit der Produktion von 850-kW-Anlagen G52 und G58 in China, der Errichtung erster 2-MW-Mühlen in Japan sowie dem in diesem Jahr vorgesehenen indischen Windpark in Tamil Nadu (18 mal G-58) deckt der Hersteller auch den asiatischen Markt ab, auch ist ein erster Windpark in Ägypten in Planung.

Siemens Wind Power präsentiert auf seinem 255 qm großen Messestand auf der WindEnergy die Gondel seiner 2,3-MW-Anlage, die sowohl an Land als auch auf See (im dänischen Windpark Nystedt) errichtet wurde. Siemens-Mühlen drehen sich zudem nicht nur im asiatischen Raum, sondern auch in Australien. Der Hersteller hat kürzlich auf dem niederländischen ECN-Testfeld Wiringermeer den zweiten Prototypen seiner 3,6-MW-Anlage errichtet - mit einer Nabenhöhe von 80 Metern und einem Rotodurchmesser von 107 Metern die leistungsstärkste Anlage in Holland. Der erste Siemens-3,6-MW-Prototyp dreht sich auf dem Risö-Testfeld im dänischen Hövesore. Auf dem REpower-Stand wird die Gondel der neuen MM92/2 MW zu sehen sein, die bislang drei Mal errichtet wurde und deren Serienfertigung in diesem Jahr anläuft. "Rund 50 Anlagen werden wir von diesem Typ dieses Jahr bauen", sagt Pressesprecherin Daniela Puttenat. "Ferner präsentieren wir unser neues Windfarm Management-System Reguard, das erheblich umfassender als konventionelle Scada-Systeme ist". Seine 5-MW-Maschine M5 will REpower dieses Jahr noch vier Mal installieren: Zwei Maschinen auf dem DEWI-Offshore-Testfeld - an Land - in Wilhelmshaven, zwei Anlagen im Windpark "Beatrice Fields" im Spätsommer auf hoher See. Diese Mühlen, rund 25 Kilometer vor der ostschottischen Küste und in 44 Meter Wassertiefe, wären dann die bislang leistungsfähigsten, auch wirklich offshore errichteten Anlagen.

Auch zwei Hersteller aus Argentinien, die kleinere Windenergie-Anlagen im Programm haben, sind auf der WindEnergy 2006 zu finden: Invap Ingeniera SA sowie NRG Patagonia SA. Eine 1000-W-Anlage für die Installation z.B. auf Häusern präsentiert Zephyr Corporation aus Japan.
Quelle:
WindEnergy
Autor:
Gudrun Blickle
Email:
gudrun.blickle@hamburg-messe.de
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, SCADA, REpower, Offshore, MW, Megawatt, Hamburg, Gondel




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