2020-05-28
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SmartGridsBW vergibt den Smart Grids-Quartier-Award

Baden-Württemberg und nimmt zur Strommarktgestaltung Stellung

Im Rahmen der Jahreskonferenz der Netzwerkplattform SmartGridsBW mit weit über 200 Teilnehmenden vergibt diese erstmalig den mit 5.000 EUR dotierten Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg. Die diesjährigen Preisträger sind das Modellprojekt Weinsberg, welches architektonisch ansprechend eine hohe Eigenversorgung mit Strom und Wärme realisiert und das Projekt envisage, welches die netzdienliche Optimierung einer Plus-Energiesiedlung in der Gemeinde Wüstenrot demonstriert. Für die weitere Verbreitung dieser innovativen Konzepte spielt die künftige Gestaltung der Strommärkte eine wichtige Rolle. Diesbezüglich macht SmartGridsBW in einer Stellungnahme zum Grünbuch des Wirtschaftsministeriums „Ein Strommarkt für die Energiewende“ deutlich, dass die Implementierung und Demonstration von Smart-Grids-Lösungen großflächig nur gelingen kann, wenn sogenannte regulatorische Innovationszonen eingerichtet werden.

Die Energiewende findet zunehmend auch in den Quartieren und Stadtvierteln statt. Smart Grids, die intelligente Vernetzung von dezentralen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern, befähigen und ermöglichen diesen Prozess. Sie sind nicht allein eine technologische Innovation. Smart Grids verändern unser Lebensumfeld und damit auch, wie wir Energie erzeugen und Energiedienstleistungen nutzen. Die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. (kurz SmartGridsBW) vergibt deshalb 2015 im Rahmen ihrer Jahreskonferenz „Flexibilität ist ein Produkt“ mit weit über 200 Teilnehmenden zum ersten Mal den Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg, der innovative Quartiere mit Vorbildcharakter mit insgesamt 5.000 EUR prämiert.

Der Vorstand von SmartGridsBW hat sich dazu entschieden, den Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg im Jahr 2015 zu gleichen Teilen auf zwei der nominierten Projekte aufzuteilen. Herausstach zum einen das federführend von KACO new energy und Kruck + Partner realisierte „Modellprojekt Weinsberg“, weil es eindrücklich demonstriert, was in einem Wohnquartier bereits heute umsetzbar ist, wenn Solarstrom in Batterie- und Wärmespeichern für den Eigenverbrauch vorgehalten wird. Als ebenso preiswürdig wurde die von der Hochschule für Technik Stuttgart im Projekt „envisage“ entwickelte Plusenergiesiedlung angesehen, insbesondere wegen des besonderen Fokus auf den netzdienlichen Betrieb der Systeme sowie der vorbildlichen Einbindung in das kommunale Gesamtkonzept der Gemeinde Wüstenrot.

Auch die weiteren nominierten Projekte haben alle auf Ihre Art Vorbildcharakter: die durch zehn nordbadische Kommunen gemeinsam mit der EnBW über Landkreisgrenzen hinweg betriebene Entwicklung einer nachhaltigen Region („RegioENERGIE“), die Smart-Grids-Testgebiete der Hochschule Ulm und der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sowie die in der Gemeinde Wiesloch umgesetzte multifunktionale Straßenbeleuchtung („Sm!ght Living Lab Wiesloch“). Um die Verbreitung all dieser vorbildlichen Ideen voranzubringen, ist die aktuell diskutierte Gestaltung der Strommärkte von entscheidender Bedeutung. SmartGridsBW geht davon aus, dass die im Kontext der Energiewende notwendigen Flexibilitäten bei Erzeugung, Verteilung und Verbrauch in ausreichendem Maße nur über geeignet gestaltete Märkte erschlossen werden können.

SmartGridsBW hat deshalb in einer Stellungnahme zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie darauf hingewiesen, dass die Implementierung und Demonstration von Smart-Grids-Lösungen großflächig nur dann gelingen kann, wenn verschiedene Rahmenbedingungen in dafür ausgewiesenen regulatorischen Innovationszonen räumlich und zeitlich begrenzt erprobt werden. Darüber hinaus sollten die Flexibilitätsoptionen Netzausbau, Lastmanagement und Energiespeicher im fairen Wettbewerb, d.h. mit vergleichbaren Abgaben und Umlagen, weiterentwickelt werden und das auch auf europäischer Ebene.

 

Statements:

Dr. Albrecht Reuter (Fichtner IT Consulting, Vorstandsvorsitzender SmartGridsBW): „Die Energiewende verändert, wie wir Energie erzeugen und Energiedienstleistungen nutzen. Wir freuen uns, dass wir mit dem Smart Grids-Quartier-Award die Sichtbarkeit der Quartiere, welche dies schon heute vormachen, erhöhen können. Denn eine breite Partizipation ist eines der zentralen Anliegen von SmartGridsBW.“

Andreas Schlumberger (KACO new energy, Modellprojekt Weinsberg): „Der Smart Grids-Quartier-Award ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, das Modellprojekt Weinsberg weiterzuentwickeln und in Zukunft ähnliche Projekte voranzutreiben. Wir leisten gern unseren Beitrag dazu, der Öffentlichkeit die Gestaltung smarter Quartiere näherzubringen.“

Prof. Dr. Dirk Pietruschka (Hochschule für Technik Stuttgart, envisage Wüstenrot): „Für das interdisziplinäre Projektteam ist die Verleihung des Smart Grids-Quartier-Awards eine große Ehre und Auszeichnung für die geleistete Arbeit. Die damit verbundene Öffentlichkeitswirkung, wird dazu beitragen, die Konzepte und Ideen des Projektes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und somit womöglich zur Initiation ähnlicher Projekte. Dies freut uns sehr, da damit ein Kernziel unseres Demonstrationsprojektes unterstützt wird.“

Ralf Klöpfer (MVV Energie, stellv. Vorstandsvorsitzender SmartGridsBW,): „Um den besten Weg zu einem Energiesystem der Zukunft zu finden, müssen wir viel ausprobieren, sowohl bei der Technik als auch bei den Regeln. Dafür brauchen wir eine Art Versuchslabor, in dem Neues getestet werden kann und die alten Regeln wenigstens zeitweise nicht gelten. So können wir Fehler in der konkreten Umsetzung vermeiden.“

Dr. Martin Konermann (Netze BW, Vorstand SmartGridsBW): „Um bei der Energiewende die Kosten und die Versorgungssicherheit im Griff zu behalten, ist ein Wettbewerb von Netzausbau, Lastmanagement und Energiespeichern nötig. Zusätzlich sollte die europäische Integration auch bei Smart Grids vorangetrieben werden. Dafür setzt sich SmartGridsBW ein“.

 

 

Über den Smart Grids-Quartier-Award BW

Die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. vergibt 2015 zum ersten Mal den Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg aus, der innovative Quartiere mit insgesamt 5.000 EUR prämiert, die Vorbildcharakter für uns alle haben können. Nominiert für Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg 2015 waren:

  • envisage: Plus-Energiesiedlung in Wüstenrot (Hochschule für Technik Stuttgart, Gemeinde Wüstenrot)
  • Modellprojekt Weinsberg (KACO new energy, Kruck und Partner)
  • RegioENERGIE: die nachhaltige Region (Au am Rhein, Bietigheim, Bischweier, Durmersheim, Elchesheim-Illingen, Kuppenheim, Malsch, Muggensturm, Ötigheim, Steinmauern, EnBW, KIT, IMI)
  • Smart Grids Testgebiete Ulm (Hochschule Ulm, Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm)
  • Sm!ght Living Lab Wiesloch (Gemeinde Wiesloch, EnBW)

Der Vorstand von SmartGridsBW hat sich dazu entschieden, den Smart Grids-Quartier-Award Baden-Württemberg im Jahr 2015 zu gleichen Teilen auf zwei der nominierten Projekte aufzuteilen. Die diesjährigen Preisträger sind das Modellprojekt Weinsberg und die Plus-Energiesiedlung in Wüstenrot (Projekt envisage).

 

Über die Preisträger 2015: das Modellprojekt Weinsberg

Das federführend von KACO new energy und Kruck + Partner realisierte Modellprojekt Weinsberg demonstriert eindrücklich, was in einem Wohnquartier bereits unter den heutigen Rahmenbedingungen umsetzbar ist, wenn Solarstrom in Batterie- und Wärmespeichern für den Eigenverbrauch vorgehalten wird: Durch die Kombination von PV-Anlagen auf den Dächern der Wohngebäude, einer zentralen Batteriebank und einem zentralen Wärmespeicher sowie zusätzlichen Wärmespeichern in jeder Wohneinheit mit einem BHKW als Backup soll der Strombezug über das Netz um 97 % reduziert werden und der Bezug fossiler Wärmeenergie um etwa knapp die Hälfte.

Die ersten Messungen im bereits vollständig bezogenen Quartier deuten an, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht wird. Zudem ist das Ganze in ein ansprechendes architektonisches Konzept verpackt, welches dazu einlädt, an anderer Stelle ähnliche Quartiere zu realisieren.

Kontakt KACO new energy:
Andreas Schlumberger, Tel.: +49 7132 3818 113, andreas.schlumberger@kaco-newenergy.de
Weitere Informationen unter: http://kaco-newenergy.com/de/lounge/modellprojekt-weinsberg/

 

Über die Preisträger 2015: die Plus-Energiesiedlung in Wüstenrot

Im Rahmen des von der Hochschule für Technik in Stuttgart geleiteten und vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts envisage wird in der Plusenergiesiedlung „Vordere Viehweide II“ in Wüstenrot der kombinierte Einsatz von Stromspeichern, Wärmepumpen und Wärmespeichern demonstriert, mit einem besonderen Fokus auf den netzdienlichen Betrieb der Systeme bei gleichzeitig möglichst hoher PV-Eigenstromnutzung. Dazu werden einerseits Wetterprognosen genutzt, um das Laden der Speicher zum Peak-Shaving absehbarer Lastspitzen zu nutzen. Andererseits wird über die geplante Einbindung in ein virtuelles Kraftwerk eine Bewirtschaftung des Gesamtsystems auf Basis der tatsächlichen Nachfrage und Verfügbarkeit ermöglicht. Darüber hinaus vorbildlich ist die Einbindung in das kommunale Gesamtkonzept.

Vorgesehen ist, dass die gesamte Gemeinde Wüstenrot zu einer Plusenergiegemeinde entwickelt wird. Durch einen Energielehrpfad und eine starke Einbindung des lokalen Handwerks wird dabei auch die Bevölkerung vor Ort mitgenommen.

Kontakt Hochschule für Technik Stuttgart:
Dr. Dirk Pietruschka, Tel.: +49 (0)711/ 8926-2674, Email: dirk.pietruschka@hft-stuttgart.de
Weitere Informationen auch unter: http://www.envisage-wuestenrot.de/

Quelle:
EW Medien / Smart Grids
Link:
www.ew-online.de/...
Windenergie Wiki:
Versorgungssicherheit, Energiewende



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