2020-05-28
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Meldung von Seaports of Niedersachsen GmbH

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Das Wachstum kehrt zurück - Niedersächsische Seehäfen mit zufriedenstellendem Jahresergebnis

Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden und Papenburg wachsen zweistellig - Rückgang im Massengutumschlag in Wilhelmshaven trübt Gesamtergebnis

Oldenburg, 31. Januar 2011. Für das Jahr 2010 verbuchen die Niedersächsischen Seehäfen einen Gesamtumschlag im Seeverkehr von 46,520 Millionen Tonnen. Dies gab Jörg Bode, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Seehäfen in Oldenburg bekannt. Vor allem die Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden und Papenburg können mit zweistelligen Zuwachsraten auf ein erfolgreiches Jahr verweisen. Stade schaffte ein Plus von 8 %. Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen erklärte, dass zum Teil ein Umschlagsniveau wie vor der Krise erreicht werden konnte. Negativ beeinflusst wird das Gesamtergebnis aller Häfen jedoch durch den fehlenden Massengutumschlag in Wilhelmshaven.

Brake erreichte in 2010 ein Umschlagsvolumen von 5,187 Millionen Tonnen im Seeverkehr und damit einen Zuwachs von 11 % (4,674 Millionen Tonnen in 2009). Eine starke Entwicklung zeigten vor allem die Bereiche Getreide & Futtermittel (+ 12 % / 2,712 Millionen Tonnen in 2010; 2,422 Millionen Tonnen in 2009) und die Forstprodukte (+ 11 % / 1,011 Millionen Tonnen in 2010; 907.977 Tonnen in 2009). Bei Eisen & Stahl gab es ein Plus von 54 % / 504.979 Tonnen in 2010; 326.093 Tonnen in 2009). Die erfolgreiche Partnerschaft mit der Salzgitter AG hatte hier auch eine Art Sogwirkung auf weitere Kunden. Unter anderem werden in Brake Großröhren für das Projekt Nordstream II verladen. Zudem engagiert sich der Hafen Brake verstärkt im Bereich Windenergie.

In Cuxhaven sind in 2010 im Seeverkehr mit 2,150 Millionen Tonnen rund ein Viertel mehr Güter umgeschlagen worden als im Vorjahr (+ 24 % / 1,741 Millionen Tonnen in 2009). Der Standort übertraf damit das Ergebnis des Jahres 2008, bevor die Wirtschaftskrise auch in den niedersächsischen Seehäfen ankam. Diese positive Entwicklung ist in erster Linie auf den vermehrten Automobilumschlag zurückzuführen: 265.939 Fahrzeuge sind im vergangenen Jahr in Cuxhaven verladen worden, 40 % mehr als in 2009 (189.470 Fahrzeuge). Hierzu beigetragen hat unter anderem der Import von Neuwagen der Marken OPEL und Vauxhall aus Großbritannien nach Cuxhaven seit November 2010.

Der Seehafen Emden erreichte in 2010 mit 4,277 Millionen Tonnen im Seeverkehr ein Umschlagsplus von 18 % (3,634 Millionen Tonnen in 2009). Damit liegt das Umschlagsvolumen des Hafens ebenfalls über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008. Beim Automobilumschlag ist mit 1.085.868 umgeschlagenen Fahrzeugen in 2010 das bisherige Rekordergebnis aus 2007 (1,083 Millionen Fahrzeuge) sogar übertroffen worden, gegenüber 2009 ist der Umschlag um 32 % gestiegen (820.506 Fahrzeuge). Der Umschlag von Forstprodukten konsolidierte mit 595.286 Tonnen (598.368 Tonnen in 2009). Insgesamt legte der Stückgutumschlag im Emder Hafen um 23 % zu (2,506 Millionen Tonnen in 2010; 2,042 Millionen Tonnen in 2009).

In Nordenham ist ein seeseitiges Umschlagsvolumen von 3,270 Millionen Tonnen in 2010 generiert worden (-1 % / 3,308 Millionen Tonnen in 2009). Der Kohleumschlag blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 2,235 Millionen Tonnen weitgehend konstant (2,256 Millionen Tonnen in 2009). Einen Zuwachs erfuhr der Umschlag von Erzen & Abbränden (+ 10 % / 430.244 Tonnen in 2010; 391.392 Tonnen in 2009) sowie von Schlacke (51.548 Tonnen in 2010; 21.139 Tonnen in 2009).

Im Seehafen Stade stieg der Seegüterumschlag um 8 % auf 5,230 Millionen Tonnen (4,822 Millionen Tonnen in 2009) und erreichte damit in etwa das Niveau vor der Wirtschaftskrise. Bei den flüssigen Massengütern konnte ein Plus von 10 % auf 2,556 Millionen Tonnen in 2010 erwirtschaftet werden (2,327 Millionen Tonnen in 2009). Zuwächse gab es auch beim Umschlag von Metallerzen (+3 % / 1,949 Millionen Tonnen in 2010; 1,892 Millionen Tonnen in 2009) sowie bei Aluminiumoxyd und -hydroxyd (+ 27 % / 471.674 Tonnen in 2010; 371.905 Tonnen in 2009).

Wilhelmshaven erreichte ein Umschlagsvolumen von 25,661 Millionen Tonnen in 2010 (33,577 Millionen Tonnen für 2009). Dies entspricht einem Rückgang um 24 %, der hauptsächlich durch den fehlenden Umschlag von Mineralölprodukten (-63 % / 1,693 Millionen Tonnen in 2010; 4,567 Millionen Tonnen in 2009) und vermindertem Volumen von Rohöl (-18 % / 20,477 Millionen Tonnen in 2010; 24,847 Millionen Tonnen in 2009) bedingt ist. Ursächlich hierfür ist der Produktionsstopp der in Wilhelmshaven ansässigen Raffinerie, der seit über einem Jahr andauert. Aller Voraussicht nach wird der Betrieb hier auch künftig nicht wieder aufgenommen. Beim Kohleumschlag an der Niedersachsenbrücke wurde ein Volumen von 1,842 Millionen Tonnen generiert (2,208 Millionen Tonnen in 2009). Durch die laufenden Ausbauarbeiten an der Niedersachsenbrücke und Revisionsarbeiten in den belieferten Kraftwerken verminderte sich der Umschlag um 17 %. Mittelfristig erwartet der Betreiber hier durch die Ausbaumaßnahmen eine deutliche Zunahme der Kohlemengen. Positiv hat sich in Wilhelmshaven der Umschlag von chemischen Grundstoffen entwickelt (+ 3 %; 418.049 Tonnen in 2010, 404.922 Tonnen in 2009).

Der Standort Leer vermeldet ein Plus von 7 % gegenüber 2009, insgesamt wurden im Seeverkehr dort 105.833 Tonnen Güter umgeschlagen (99.326 Tonnen in 2009). Im See- und Binnenverkehr belief sich das Umschlagsvolumen in Leer auf 587.821 Tonnen.

Oldenburg erzielte im Seegüterverkehr ein Ergebnis von 100.137 Tonnen (-17 % / 120.449 Tonnen in 2009). Im Gesamtumschlag (See- und Binnenverkehr) kam Oldenburg auf 1,039 Millionen Tonnen.

Im Hafen Papenburg konnten die Umschlagszahlen im Seeverkehr in 2010 deutlich gesteigert werden: 536.335 Tonnen Güter sind hier per Seeschiff umgeschlagen worden, was einem Plus von 17 % entspricht (441.417 Tonnen in 2009). Das Umschlagsvolumen im See- und Binnenverkehr belief sich auf 797.012 Tonnen.

Mit einem Umschlagsvolumen von insgesamt 46,520 Millionen Tonnen sind in allen niedersächsischen Seehäfen rund 11 % weniger Güter bewegt worden als im Vorjahr. 2009 wurden insgesamt 52,420 Millionen Tonnen umgeschlagen.

Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH, hob die teilweise sehr guten Einzelergebnisse der niedersächsischen Seehafenstandorte hervor. "Wir sehen in den meisten Standorten eine sehr erfreuliche Entwicklung und gehen auch für 2011 von einer stabilen Geschäftslage aus. Der Rückgang beim Massengüterumschlag beeinflusst die Gesamtstatistik natürlich erheblich aufgrund der großen Mengen, die hier normalerweise bewegt wurden."
Bullwinkel erklärte weiterhin, dass die private Seehafenverkehrswirtschaft in 2010 rund 153,2 Millionen Euro in den Ausbau der Suprastruktur in den Häfen investiert hat. Für 2011 wird mit noch höheren Investitionsausgaben der Unternehmen gerechnet.

In den kommenden Jahren wird das Thema Offshore-Logistik für die niedersächsischen Seehäfen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Während sich Cuxhaven und Emden bereits als deutsche Offshore-Basishäfen etabliert haben, soll auch in den Häfen Brake, Nordenham und Wilhelmshaven künftig dieses Geschäftsfeld bearbeitet werden. Seaports of Niedersachsen erarbeitet momentan eine Zusammenstellung sämtlicher Offshore-relevanter Hafendetails für eine entsprechende Internetpräsentation, die spätestens im Mai zur Nationalen Maritimen Konferenz vorgestellt werden soll.
Quelle:
Seaports of Niedersachsen GmbH
Email:
info@seaports.de
Link:
www.seaports.de/...
Windenergie Wiki:
Offshore, Cuxhaven



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