2021-08-05
http://w3.windmesse.de/windenergie/news/665-in-europa-sind-windparks-auf-see-mit-mehr-als-20-000-megawatt-geplant

In Europa sind Windparks auf See mit mehr als 20 000 Megawatt geplant

Noch haben die rund ein Dutzend Windparks, die weltweit auf See in Betrieb sind, "nur" eine Gesamtleistung von 280 Megawatt (MW). Doch bereits in wenigen Jahren wird Offshore ein bedeutendes Standbein der internationalen Windkraftindustrie sein. Das bestätigt die WindEnergy-Studie 2004: Demnach gehen die befragten Hersteller und Projektentwickler davon aus, dass der Offshore-Markt ab 2006 deutlich anziehen wird. Nach Auskunft der europäischen Windenergievereinigung EWEA planen allein in Nordeuropa Projektierungsgesellschaften Offshore-Windparks mit einem Gesamtvolumen von über 20 000 MW. Das entspricht einer installierten Leistung, die in zwei Jahrzehnten kommerzieller Windenergienutzung an Land errichtet wurde (23 000 MW). Der Bedeutung des Themas Offshore trägt die Fachmesse WindEnergy 2004 - International Trade Fair vom 11. bis 14. Mai in Hamburg mit einem speziellen Themenpark Offshore@WindEnergy Rechnung. Auch das hochkarätige Rahmenprogramm widmet sich unter anderem den Finanzierungsfragen von Offshore-Projekten. Insgesamt präsentieren auf der WindEnergy 2004 rund 300 Aussteller aus 17 Ländern ihre Weltneuheiten und Dienstleistungen.

Geballtes Offshore-Wissen findet sich im Themenpark Offshore@WindEnergy in Halle 6. Auf insgesamt 54 Quadratmetern Präsentieren sich auf einem Gemeinschaftsstand unter der Federführung der kürzlich gegründeten Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH neun Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Alle Partner des Gemeinschaftsstandes sind im Bereich Offshore/maritime Wirtschaft aktiv und decken mit ihren Produkten und Dienstleistungen die gesamte Wertschöpfungskette dieses Marktes ab - vom Anbieter von Konstruktionssoftware über die Komponentenherstellung und Projektentwicklung bis hin zum Logistikunternehmen. "Rostock bietet aus unserer Sicht hervorragende Standortbedingungen für die Entwicklung des Themas Offshore-Technologie", erklärt Michael Sturm, Geschäftsführer der
Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock. Die Messepräsenz auf der WindEnergy wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Zahlreiche Windparks auf See sind bereits realisiert oder befinden sich in Planung: So wurde in den vergangenen Monaten der zurzeit leistungsstärkste Offshore-Anlagentyp auf See vor Irland (Arklow Bank) aufgestellt: Sieben 3,6-MW-Maschinen von GE Energy (Halle 4) mit einem Rotordurchmesser von 104 Metern und 73,5 Meter Nabenhöhe laufen in rund zehn Kilometer Entfernung von der Küste bereits im Probebetrieb. In der "Demonstrationsphase" mit 25 MW soll der Windpark den Strombedarf von 16.000 Haushalten decken. Der Hersteller Nordex AG (Halle 7) hat für den Offshore-Markt bewährte Großanlagen mit 2,3 Beziehungsweise 2,5 MW Leistung im Angebot (N80/N90). "Unser aktuelles Pilotprojekt Baltic 1 in der Deutschen Ostsee ist mit diesen Anlagen geplant", berichtet Ralf Peters, Pressesprecher der Nordex AG. Nordex soll mindestens 11 der insgesamt 21 Windenergieanlagen liefern, die in Rostock gefertigt werden. Die Errichtung der Anlagen wird voraussichtlich in den Sommermonaten 2005 erfolgen.

Die REpower AG (Halle 6) wird im Sommer 2004 den Prototypen der
5-MW-Anlage in Brunsbüttel errichten, die für den Einsatz auf See
konzipiert wurde. "Alle Komponenten sind fertiggestellt und Ende April
werden wir mit dem Fundament für die Anlage beginnen. Für 2005 planen
wir bereits, eine Reihe weiterer Anlagen zu errichten", kündigt Bettina Linden, Pressesprecherin der REpower AG, an. Bereits im Jahr 2003 fertiggestellt wurde der Windpark im dänischen Nysted/Rødsand, der aus 72 Turbinen des Typs BONUS 2,3 MW besteht. Die Firma AN Windenergie GmbH (Halle 7) hat an diesem Projekt mitgewirkt. Jede dieser Anlagen hat seit Inbetriebnahme im Sommer bis zum Ende des Jahres 2003 2,580 Mio. kWh produziert.

Offshore-Windparks eröffnen auch für Unternehmen und Institutionen wie
etwa Dienstleistungsunternehmen in Küstennähe, Reedereien, Häfen,
Stahlbauunternehmen oder Schiffswerften neue Märkte. Die WindEnergy in
Hamburg bildet mit zahlreichen Ausstellern aus den Bereichen
Offshore/Maritime die gesamte Bandbreite dieses Marktes ab -
beispielsweise mit dem DEWI Offshore Certification Centre (Halle 6), den Seaports of Niedersachsen (Halle 5) oder dem SAL-Schifffahrtskontor (Halle 7).

Hinter den Offshore-Projekten stehen erhebliche Investitionssummen: Die EWEA erwartet bereits für das Jahr 2010 Windparks mit 5000 MW
Gesamtleistung auf See; ihr Investitionsvolumen dürfte rund neun
Milliarden Euro umfassen. Wie große Offshore-Projekte finanziert werden können, wird auf der Fachmesse WindEnergy am Donnerstag Nachmittag in zahlreichen Vorträgen und Workshops diskutiert. Internationale Fachreferenten bilden dabei den gesamten Finanzierungsprozess ab - vom Geldinstitut über Strukturierer wie Fieldstone und Versicherer wie Marsh bis zu Klassifizierungsgesellschaften wie Det Norske Veritas.

Die WindEnergy 2004 findet von Dienstag, 11. Mai, bis Freitag, 14. Mai, statt. Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr, am Donnerstag bis 20 Uhr. Die internationale Fachmesse bietet den Herstellern und Zulieferern von Windenergieanlagen, Planern, Finanzierungsinstituten, Mess- und
Zertifizierungsstellen sowie Fachleuten aus Forschung und Entwicklung
eine internationale Plattform zum weiteren Ausbau dieses
Zukunftsmarktes. Offizielle Partner der WindEnergy sind die EWEA, der
VDMA, das DEWI , die AWEA und die InWEA. Eintrittspreise (inkl. Katalog) bei Online-Registrierung/bei Vor-Ort-Registrierung: Dauerkarte 33 EUR/48 EUR; 2-Tageskarte 28 EUR/ 38 EUR; Tageskarte 23 EUR/ 30,50 EUR;Schüler, Studenten, Auszubildende 8 EUR/ 13 EUR.
Weitere Informationen unter www.windenergy-hamburg.de
Quelle:
windenergy-hamburg
Autor:
Gudrun Blickle
Email:
gudrun.blickle@hamburg-messe.de
Keywords:
windenergy2004
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, REpower, Offshore, MW, Megawatt, Hamburg, Bonus




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