2022-06-27
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Meldung von 8.2 Group e.V.

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So sichern Sie Ihr Investment WEA, langfristig! Teil 2 - Ein Erfahrungsbericht von Jens Heidorn (NET) und Bernd Höring (8.2)

Bei der langfristigen Sicherung des Investments WEA hören wir immer wieder die Schlagworte Vollwartungskonzept versus unabhängige Wartungsdienstleister (ISP), Senkung der Wartungs- und Instandhaltungskosten bei gleichzeitiger Reduzierung der Stillstandszeiten bzw. Erhöhung der Erträge. Auch die Absicherung des Weiterbetriebes nach 20 Jahren ist ein stark diskutiertes Thema. Herzlich Willkommen Jens Heidorn, Geschäftsführer der NET Gruppe und Bernd Höring, Geschäftsführer der 8.2 Monitoring GmbH.

Bild: NET Windenergie GmbHBild: NET Windenergie GmbH

Herr Heidorn, die NET Gruppe ist für ihre Regionalität als Projektent­wickler und Betreiber im Raum Hamburg bestens bekannt. Sie betreiben selber 23 Anlagen, die zusammen ca. 80 Millionen kWh Energie pro Jahr erzeugen, ausreichend für die Stromversorgung von ca. 30.000 Haushalten. Welchen Stellenwert hat für die NET Gruppe die ausreichende Sicherung dieses Investments und wie sichern Sie die WEA technisch ab?

JH: Die Absicherung unserer Investitionen hat logischerweise die allerhöchste Priorität. Um dies sicherzustellen haben wir bei allen neueren Anlagen Vollwartungsverträge mit den Anlagenlieferanten abgeschlossen. Aus unserer Erfahrung ist es allerdings darüber hinaus sehr wichtig selber einen Blick auf die Anlagen zu werfen, sowohl über entsprechende Scada Systeme als auch durch eigenes Fachpersonal. Zusätzlich gibt uns die wiederkehrende Prüfung der Anlagen durch unabhängige Sachverständige wichtige Hinweise über den technischen Zustand. Dies wird bei unseren Anlagen jetzt zusätzlich durch die externen CMS-Systeme unterstützt.

Herr Höring, die 8.2 Monitoring hat in 2019 eine Kooperation mit der britischen Firma ONXY InSight geschlossen. Was bedeutet das genau und wie stärkt das Ihre Unabhängigkeit im Markt für die ecoCMS Produktreihe?

BH: Ich habe mich schon in 2018 nach einer kostengünstigen und modernen CMS-Technologie umgeschaut, weil ich genau dieses Thema „Absicherung des Investments“ im Marktsegment der „älteren“ Anlagen bedienen wollte. Wenn ein Retrofit durchgeführt wird oder werden muss, sind zunächst immer die Kosten entscheidend. Mit ONYX InSight habe ich genau den Partner gefunden, der zum einen neueste Sensortechnologien verwendet und zum anderen preislich sehr attraktiv ist. Bei einem Vollwartungsvertrag scheint ein CMS-Retrofit häufig nicht lohnenswert zu sein, doch der Schein trügt. Auch Vollwartungsverträge haben ihre „Caps“, also Beschränkungen (max. €-Betrag, Punktesystem, …), die dann Extrakosten verursachen, wenn das Volumen ausgereizt ist. Oder denken Sie an die unterschiedliche Interessenlage. Während der Betreiber den optimalen Ertrag bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines guten Anlagenzustandes erzielen will, möchte der WEA-Hersteller oder Vollwartungsgeber mit minimalem Aufwand die garantierte Verfügbarkeit von in der Regel 97 % bis zum Ende des Vertrages sicherstellen. Es klingt paradox, aber wenn der Anlagenhersteller und Vollwartungsgeber seinen Job optimal gemacht hat darf die Anlage nach 20 Jahren in einem altersgerechten Zustand, also im Grunde schrottreif sein. An einem Weiterbetrieb hat der WEA-Hersteller gar kein Interesse, weil er lieber neue Anlagen verkaufen will. Das hat natürlich nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Er hat auch kein Interesse daran die Anlage so Instand zu halten, dass sie nahe der 100 % Verfügbarkeit betrieben werden kann, weil das Mehraufwand bedeutet.

1 % Verfügbarkeitssteigerung bei einer 2 MW-Anlage an einem guten Standort ergibt, bei einem Strompreis von 8 ct/kWh, ungefähr einen Mehrertrag von 5.000 € pro Jahr bzw. 100.000 € auf 20 Jahre Betriebszeit. Das Geld kann man gut in die Überwachung investieren.

Aber kommen wir zurück zur Frage: Onyx InSight hatte von Anfang an auch immer die Unabhängigkeit im Auge. Genauso wie wir haben Sie moderne Softwarekomponenten entwickelt, die Schnittstellen zu diversen CMS-Dataloggern haben, um so den Betreibern bei der Analyse unterschiedlicher CMS-Daten helfen zu können. Soweit mir bekannt, sind wir die einzigen Unternehmen, die diese Philosophie im Markt vertreten – darum passen wir sehr gut zusammen und ergänzen uns durch unser Fachwissen. Und die moderne Hardware von ONYX sorgt nun auch dafür, dass wir den Betreibern sehr gute Angebote zur unabhängigen Überwachung und Absicherung Ihrer Investition machen können.

Herr Heidorn - Herr Höring benennt Unabhängigkeit als eine der wichtigsten Eigenschaften bei der Bestandsaufnahme und Überwachung des technischen Zustandes einer neuen WEA. Was für Kriterien sind für Sie als Betreiber wichtig und warum haben Sie sich für 8.2 Monitoring und ecoCMS entschieden?

JH: Herstellerunabhängigkeit bei der technischen Überwachung unserer WEA war und ist auch für uns extrem wichtig. Der Kontakt zu Manfred Lührs von 8.2 besteht bereits seit Beginn unserer Beschäftigung mit der Windenergie, also seit über 30 Jahren.

Aufgrund der sehr guten Erfahrungen sind wir bis heute der 8.2 Gruppe treu geblieben und begleiten diese gerne bei der Entwicklung und Einführung neuer Systeme, durch die sich für uns auch ein Mehrwert ergibt. Dazu zählt definitiv auch das ecoCMS-System von der 8.2 Monitoring GmbH. Erst kürzlich konnten wir auf Grund der CMS-Analyse unser Wartungsunternehmen darauf hinweisen, dass ein Generatorlager getauscht werden müsste. Wir konnten den Tausch lange im Vorfeld abstimmen und so haben wir rechtzeitig, vor den ertragsstarken Stürmen im Januar und Februar, an einem windschwachen Tag ein neues Lager bekommen. Das ist der Mehrwert, den ich ansprach: Gute Planbarkeit, kurze Stillstandszeit und wenig Ertragsausfall - jetzt fühlen wir uns wieder sicher.

Herr Höring – ein neues Produkt der ecoCMS Reihe ist das ecoPITCH. Was können wir uns genau darunter vorstellen und welchen Vorteil bringt das im Sinne
“ Absicherung des Investments WEA“?

Die Pitch- oder Rotorblattlager galten lange als nicht überwachbar mit den herkömmlichen Methoden, weil wir es nur mit sehr langsamen, stochastischen Bewegungen zu tun haben. Hinzu kommt aber, dass die Rotorblätter immer länger und schwerer werden und durch die optimierte Fahrweise immer häufiger Pitchregelungen stattfinden. Das führt natürlich zu höheren Belastungen, die sich auch auf die Lebensdauer der Blattlager auswirken. Wir haben in jüngster Zeit häufig Blattlagerprobleme bei Inspektionen detektiert oder auch von spektakulären Meldungen in der Presse gelesen.

Mit dem ecoPITCH-Blattlagerüberwachungssystem haben wir jetzt ein System, welches frühzeitig Verschleißphänomene am Blattlager erkennt. Das System basiert auf dem 1000-fach installierten ecoCMS. Es wurde lediglich mit ein paar Sensoren erweitert und natürlich die Überwachungsstrategie angepasst. Wir wissen, dass die Rotorblätter samt Blattlager mittlerweile zu den anfälligen Komponenten zählen - einige Hersteller sind besonders betroffen, andere weniger. Wenn es jedoch zu einem Blatt-/Blattlagerschaden kommt, dann sind damit immer immense Kosten verbunden, abgesehen vom Imageschaden, wenn man auch noch in der Presse landet. Mit dem ecoPITCH-System wollen wir genau da ansetzen und für eine vernünftige Überwachung sorgen.

Ich danke Ihnen, Herr Heidorn und Herr Höring für das Interview.

 

NET Windenergie GmbH

Die NET Windenergie GmbH ist Teil der NET Gruppe mit Sitz und Arbeitsschwerpunkt in Hamburg. NET betreibt bereits seit 1991 Windenergieanlagen in Hamburg und hat mittlerweile über 60 Anlagen in Hamburg und Schleswig-Holstein realisiert. Seit 2014 liegt der Schwerpunkt im Repowering sowie im Betrieb eigener Anlagen. Ansprechpartner:

Jens Heidorn, Geschäftsführer

T: 040-7235000

M: jensheidorn@netwind.net

Quelle:
8.2 Group
Autor:
Pressestelle
Link:
www.8p2.de/...
Keywords:
8.2 Group, Interview, Onyx InSight, WEA, Windkraftanlage, Hersteller, System, Condition Monitoring, NET Windenergie, Investment, Ertrag
Windenergie Wiki:
SCADA, Repowering, MW, Hamburg



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