2021-12-04
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Vorsichtige Annäherung

Die beiden großen politischen Parteien in den USA stehen sich besonders seit der Präsidentschaft von Donald Trump unversöhnlich gegenüber. Vor allem das Thema des Klimawandels sorgte in der jüngeren Vergangenheit für heftige Debatten, da viele Republikaner ihn – ganz im Sinne Trumps – schlichtweg leugneten. Allerdings scheint diese Position langsam zu bröckeln.

Der Esel ist das Maskottchen der Demokraten, während die Republikaner es mit dem Elefanten halten (Bild: Pixabay)Der Esel ist das Maskottchen der Demokraten, während die Republikaner es mit dem Elefanten halten (Bild: Pixabay)

Dass der Klimawandel menschengemacht ist, daran besteht mittlerweile kein Zweifel mehr. Das betonte unter anderem der Weltklimarat, dessen dramatische Warnung die Welt vor knapp zwei Wochen erschütterte. So macht der Bericht deutlich, dass einige Auswirkungen der Klimakrise bereits heute zumindest für viele Jahrhunderte irreversibel sind und ohne eine zügige Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen noch katastrophalere Folgen drohen, als die Welt ohnehin schon heimsuchen.

Auch in den USA selbst lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr leugnen: Sengende Hitzewellen, Waldbrände, Dürren, Überschwemmungen, Ernteverluste und andere Auswirkungen kosten die US-Wirtschaft mittlerweile Hunderte von Milliarden Dollar pro Jahr, analysiert das Washingtoner Medium The Hill. Und es treten immer neue Auswirkungen auf: Eine kürzlich veröffentlichte Harvard-Studie zeigt, dass Feinstaub und Rauch von Waldbränden, die durch den Klimawandel verschlimmert wurden, offenbar zu Tausenden von zusätzlichen Covid-Infektionen in den USA geführt haben.

Zusätzlich steht seit letzter Woche nun auch offiziell fest: Der Juli 2021 ist der heißeste jemals aufgezeichnete Monat der Welt, wie die amerikanische National Ocean and Atmospheric Administration (NOAA) bekannt gab. NOAA-Sprecher Rick Spinrad erklärte: „Der Juli ist normalerweise der wärmste Monat des Jahres, aber der Juli 2021 übertrifft sich selbst als der heißeste Juli und Monat, der jemals aufgezeichnet wurde. Dieser neue Rekord unterstreicht den beunruhigenden und zerstörerischen Weg, den der Klimawandel für den Globus eingeschlagen hat.“

Angesichts der Meldungen von zunehmend hohen wirtschaftlichen und menschlichen Kosten ändern offenbar nun auch immer mehr Republikaner ihre Meinung zum Klimawandel. Als in der vergangenen Woche das Infrastrukturpaket durch den Senat musste, stimmten insgesamt 19 republikanische Senatoren dafür und sorgten mit den Demokraten zusammen für eine überwältigende Mehrheit.

Die amerikanische Infrastruktur ist veraltet und marode und bedarf dringend der Sanierung (Bild: Pixabay)

Viele Republikaner erkennen zunehmend, wenn auch zähneknirschend, dass saubere Energietechnologien und nicht weitere CO2-Emissionen durch fossile Energiegewinnung die Zukunft sind, so die Analyse von Paul Bledsoe, strategischer Berater am Progressive Policy Institute und Lehrbeauftragter am Zentrum für Umweltpolitik der American University, in The Hill.

Allerdings besteht nach wie vor Widerstand der Republikaner gegen allzu ehrgeizige Pläne der Demokraten. Im Kongress sind sich die republikanischen Abgeordneten zur Zeit noch einig, den demokratischen Plänen für saubere Energie, die sie im Rahmen eines 3,5 Billionen Dollar schweren Ausgleichshaushaltsgesetzes verfolgen, nicht zuzustimmen. Allerdings besteht auch hier noch Hoffnung, denn in den kommenden Wochen werden die Einzelheiten von den Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats genauer ausgearbeitet.

Und so ist das beschlossene Infrastrukturpaket nur ein wichtiger erster Schritt zum Aufbau einer gerechteren, produktiveren und nachhaltigeren amerikanischen Gesellschaft. Die Verabschiedung eines vollständigen Haushaltsplans ist jedoch unerlässlich, um den dringend benötigten Aufschwung und eine wachsende Wirtschaft für alle US-Arbeitnehmer*innen zu gewährleisten.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Klimawandel, Senat, Kongress, USA, Infrastruktur, Regierung, Demokraten, Republikaner, Waldbrand, Flut, Hitze, Rekord
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