2020-12-05
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Windkraft keine Gefahr für österreichische Tierwelt

Die österreichischen Genehmigungsverfahren von Windrädern zählen zu den strengsten weltweit. Dass Windkraft und Klimaschutz sich nicht gegenseitig ausschließen, zeigen die Bestandszahlen gefährdeter Tiere im Land.

Rotmilan (Bild: Pixabay)Rotmilan (Bild: Pixabay)

„Trotz starken Windkraftausbaus in Ostösterreich konnten sich sowohl Kaiser- als auch Seeadler wieder ansiedeln und können seit zwanzig Jahren steigende Bruterfolge vorweisen“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Das liegt auch am strengen Genehmigungsverfahren: So muss vor dem Bau eines Windrades die gesamte Vogelwelt in der künftigen Windparkregion über den Jahresverlauf untersucht werden. Ebenso müssen die Fledermausarten am Standort erhoben werden. Auch das Wild in der Windparkregion ist Untersuchungsgegenstand. Kommen streng geschützte Tierarten im Windparkareal vor, ist die Errichtung des Windparks nahezu ausgeschlossen. „Im Gegensatz zu anderen Branchen wurde in Österreich noch kein Windrad genehmigt, das bei der Untersuchung der Tierwelt einen negativen Bescheid bekommen hat. Die Genehmigungsverfahren zählen eben zu den strengsten der Welt“, so Moidl.

Auch der Vorwurf, der immer wieder gerne von Windkraftgegnern - jüngst Donald Trump bei der letzten Präsidentschaftsdebatte - vorgebracht wird, nämlich dass Windräder "alle Vögel" töten, ist nicht haltbar.

Beispiele in Österreich sind die Parndorfer Platte und das östliche Weinviertel. Seit 2000 gibt es in diesen Regionen wieder Kaiser- und Seeadler, die zuvor bereits als ausgestorben galten. Mittlerweile hat sich der Bestand laut WWF auf 35 bis 40 Brutpaare bei beiden Arten sehr gut entwickelt. Die letzte Brutsaison war mit 46 Jungvögeln sogar die erfolgreichste seit der Rückkehr der Seeadler.

Da in dieselbe Zeitspanne und Region auch der stärkere Ausbau der Windkraft in Österreich fällt, können die Zahlen in Relation gesetzt werden: In den letzten 20 Jahren sind 13 Adler durch Windräder gestorben und das in einer Region, in der 90 Prozent aller österreichischen Windräder stehen (Niederösterreich und das Burgenland).

Im Schnitt sterben in Österreich sieben Vögel pro Windrad und Jahr. Da es sich dabei zumeist um Vogelarten mit sehr hohen Reproduktionsraten handelt, gefährdet die Windkraft daher keine Vogelpopulationen in Österreich.

Vergleicht man aber die Windkraft mit anderen Ursachen, die für den Tod von Vögeln verantwortlich sind, dann rangiert die Windkraft ganz weit unten in der Liste. Laut einer aktuellen Studie aus den USA sterben durch Katzen mehr als 10.000 Mal mehr Vögel, als an Windrädern, durch Gebäude immerhin mehr als 2.000 Mal und durch Autos mehr als 800 Mal mehr Vögel. „Durch die strengen Regelungen in Österreich ist der Naturschutz fixer Bestandteil bei der Genehmigung von Windrädern. Daher stellen Windräder keine Gefahr für die österreichischen Tierwelt dar“, ergänzt Moidl.

Quelle:
IG Windkraft
Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
IG Windkraft, Österreich, Vögel, Tiere, Windrad, Artenschutz, Genehmigung, Fledermaus, Katze
Windenergie Wiki:
Windpark, Trump



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