2020-09-29
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Prognose nach oben korrigiert

Die Offshore-Windenergie hat in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Siegeszug angetreten, der sich weiter fortsetzt, wie verschiedene neue Analysen zeigen. Daran wird auch die Corona-Pandemie nichts ändern, ganz im Gegenteil.

Der Offshore-Ausbau wird in den kommenden Jahren weiter an Tempo gewinnen (Bild: Pixabay)Der Offshore-Ausbau wird in den kommenden Jahren weiter an Tempo gewinnen (Bild: Pixabay)

Noch gilt Offshore-Wind als relativ neuer Industriezweig, doch ihr Siegeszug ist bereits heute beeindruckend. Allein im vergangenen Jahr wurden laut Global Wind Energy Council (GWEC) 6,1 Gigawatt neue Kapazität installiert. Und trotz Corona und den damit verbundenen Schwierigkeiten dürfte am Ende dieses Jahres ein noch höherer Wert zu erwarten sein: GWEC rechnet aktuell mit 6,6 Gigawatt an Wachstum.

Und in den kommenden zehn Jahren wird der Ausbau noch weiter an Schwung gewinnen. Vor allem im asiatischen und amerikanischen Raum steht die Offshore-Windenergie mit einer großen Ausnahme bisher noch in den Startlöchern. Aber China bleibt auch im zweiten Jahr in Folge die Nummer Eins bei den Neuinstallationen und hat 2019 den Rekordwert von 2,4 GW installiert, gefolgt von Großbritannien mit 1,8 GW und Deutschland mit 1,1 GW. Kein Wunder, dass die Prognose für 2030 im neuen GWEC Offshore-Bericht nochmals nach oben korrigiert werden musste: Momentan deutet alles auf einen Ausbau von über 234 GW bis 2030 hin.

Politische Ambitionen, sinkende Technologiekosten und internationale Verpflichtungen zur Dekarbonisierung tragen dazu bei, dass weltweit immer mehr Länder auf die Windenergie vor der Küste setzen. Durch die Pandemie haben sich deren Aussichten sogar noch verbessert, denn vor allem in Europa konnten die Erneuerbaren in den letzten Monaten unter Beweis stellen, dass sie krisensicher sind und zuverlässig Strom generieren.

Ben Backwell, CEO des GWEC, betont: "Offshore-Windenergie wird wirklich global, da Regierungen auf der ganzen Welt die Rolle anerkennen, die diese Technologie bei der Einleitung der wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-19-Pandemie durch große Investitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Entwicklung von Küstengemeinden spielen kann. Im Laufe des kommenden Jahrzehnts werden wir erleben, wie aufstrebende Offshore-Märkte wie Japan, Korea und Vietnam zur vollen Entfaltung kommen und wie die ersten Offshore-Turbinen in einer Reihe neuer Länder in Asien, Lateinamerika und Afrika installiert werden.

Auch die fortschreitende Entwicklung bei den schwimmenden Anlagen wird dazu beitragen, weitere Länder auf den Plan zu rufen. Allein in den USA vergrößert sich der potentielle Markt dadurch auf Gebiete vor Kalifornien. So könnte die US-Regierung durch die Vergabe von neuen Pachtlizenzen über 28 Gigawatt 1,7 Milliarden Dollar einnehmen – und das allein bis 2022, wie eine Analyse von Wood Mackenzie ergibt.

Erik Milito, Präsident des Nationalen Verbands der Ozeanindustrie (NOIA), sagt dazu: „Die amerikanische Offshore-Windenergie ist eine Chance für Generationen. Infrastrukturausgaben, Energiesicherheit und Arbeitsplätze mit guten Löhnen werden freigesetzt. Wichtig ist, dass die Entwicklung der Offshore-Windenergie Arbeitsplätze in den gesamten USA fördern wird. Dieselben Schiffsbauer, Betreiber von Schwergutschiffen, Stahlhersteller und zahllose andere Unternehmen, die den Öl- und Gassektor im Golf von Mexiko aufgebaut haben, sind bereit, der amerikanischen Offshore-Windindustrie ihr Fachwissen zur Verfügung zu stellen.“

Die Produktion von grünem Wasserstoff wird für einen weiteren Boom in der Offshore-Industrie sorgen, prophezeien die Experten (Bild: Pixabay).

Hinzu kommen weitere neue Technologien wie Power-to-X zur Förderung von grünem Wasserstoff. So hat die deutsche Regierung gerade  ein ambitioniertes Projekt zur Förderung der Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien bekannt gegeben. Erste Projekte wie das 'Reallabor Westküste 100' laufen bereits an – mit Unterstützung der Offshore-Industrie.

Volker Malmen, Geschäftsführer des weltgrößtes Offshore-Projektierers Ørsted: „Wir freuen uns über den positiven Bescheid. Dieses Projekt ist einzigartig, denn hier wird Offshore-Windenergie für eine großangelegte Wasserstoffproduktion genutzt. Keine andere erneuerbare Energiequelle liefert so zuverlässig große Mengen an grünem Strom für die Elektrolyse. Daher ist es notwendig, dass der Ausbau der Erneuerbaren und im Speziellen von Offshore-Windkraft mit dem erhöhten Bedarf für die Wasserstoffproduktion in Einklang gebracht wird. Wir sehen hier eine ideale Möglichkeit zur weiteren Dekarbonisierung der deutschen Industrie und grüner Wasserstoff ist der Schlüssel zur Dekarbonisierung von Sektoren. Das Projekt Westküste 100 ist für uns ein Eckpfeiler auch bei grünem Wasserstoff eine Vorreiterrolle zu übernehmen, so wie wir es bei der Offshore-Windenergie tun, um eine Welt zu schaffen, die vollständig auf grüne Energie setzt.“

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Offshore, GWEC, Bericht, Analyse, Markt, Trend, Ausbau, Kapazität, Potenzial, Asien, USA, Deutschland, Wasserstoff, Elektrolyse, Projekt, schwimmend, Arbeitsplatz, Industrie, grün
Windenergie Wiki:
Turbine, Dekarbonisierung



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