2020-09-28
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Auf in eine grüne Zukunft!

Nach einigen Wochen im Lockdown-Modus werden weltweit die Rufe nach einem Wiederhochfahren der Wirtschaft und der Gesellschaft lauter. Ein einfaches Zurück zum Zustand vor der Coronakrise soll es dabei aber nach dem Willen von immer mehr Menschen nicht geben.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Die Wirtschaft drängelt. Dass der Welt nach der Coronakrise eine Rezession bevorsteht, ist längst klar, aber wie diese bekämpft werden soll, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Nicht wenige Unternehmen wollen die Gunst der Stunde nutzen und den ungeliebten Klimaschutz nun vollends aushebeln. Forderungen nach einer Aufweichung von zuvor jahrelang mühsam erkämpften Umweltauflagen oder am besten gleich einer Abschaffung dieser Auflagen kommen dem ein oder anderen mehr als gelegen.

Aber es mehren sich auch die Meinungen derer, die betonen, dass es kein einfaches „weiter wie bisher“ geben kann. Die die Coronakrise auch als Chance sehen, die nächste große Herausforderung der Weltgemeinschaft gleich mitanzugehen: den Klimawandel. Denn um zu verstehen, dass ein durch den Lockdown kurzzeitig verminderter Ausstoß von CO2 den Klimawandel nicht dauerhaft aufhalten kann, muss man kein Wissenschaftler sein.

Bereits in der vergangenen Woche haben 13 Umweltminister in einer gemeinsamen Mitteilung den Augenmerk auf den Klimaschutz gelegt: „Wir dürfen die anhaltende Klima- und Umweltkrise nicht aus den Augen verlieren. Der Aufbau einer Dynamik zur Bekämpfung dieser Schlacht muss weiterhin ganz oben auf der politischen Tagesordnung stehen. Die Lehre aus der Covid-19-Krise ist, dass frühes Handeln unerlässlich ist. Deshalb müssen wir unsere Ambitionen aufrechterhalten, um die Risiken und Kosten des Nichthandelns und den Verlust der biologischen Vielfalt durch den Klimawandel zu mindern. Wir können uns keine Rückschläge leisten, die nachteilige Auswirkungen auf unser Klima, die biologische Vielfalt und Umwelt sowie auf die menschliche Gesundheit und unsere Wirtschaft haben können.“

Gerade im Hinblick auf das willkürlich erscheinende Handeln eines Donald Trump, der die Corona-Pandemie zunächst klein redete und sich nun als alleiniger Retter der USA inszeniert, setzen die Europäer auf gemeinsames Handeln: „Diese Krisen haben uns daran erinnert, dass Antworten in einer konzertierten Weise durch ein gemeinsames europäisches Handeln gefunden werden müssen. Die Handlungsfähigkeit der EU hängt weitgehend von unserer Fähigkeit ab, solidarisch zusammenzuarbeiten, um die Brücke zwischen dem Kampf gegen Covid-19, dem Verlust der biologischen Vielfalt und dem Klimawandel zu schlagen.“

Nur ein gemeinsames Vorgehen sichert das Wohlergehen aller (Bild: Pixabay)

Nun, da erste Länder der EU langsam einige Beschränkungen lockern, um die Wirtschaft wieder in Gang bringen, gewinnt die Initiative breiteren Zulauf. Angestoßen von dem Politiker Pascal Canfin, Vorsitzender des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, unterstützen mittlerweile auch große Konzerne die Forderungen, eine kommende Wirtschaftsordnung um den Green Deal der EU herum zu gestalten, sprich die Energiewende voran zu bringen, den CO2-Ausstoß zu verringern und auf eine ökologischere Wirtschaft zu setzen.

In einem offenen Brief fordern sie einen grünen Neuaufbau: „Nach der Krise wird die Zeit des Wiederaufbaus kommen. Dieser Moment der Erholung wird eine Gelegenheit sein, um unsere Gesellschaftsform zu überdenken und ein neues Wohlstandsmodell zu entwickeln. Dieses neue Modell wird unseren Bedürfnissen und Prioritäten entsprechen müssen. Die massiven Investitionen müssen ein neues europäisches Wirtschaftsmodell auslösen: widerstandsfähiger, schützender, souveräner und integrativer. All diese Anforderungen liegen in einer Wirtschaft, die auf grünen Prinzipien beruht. In der Tat haben der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft, der Schutz der biologischen Vielfalt und die Umgestaltung der Agrar- und Lebensmittelsysteme das Potenzial, rasch Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen und die Lebensweise aller Bürger weltweit zu verbessern, und zum Aufbau widerstandsfähigerer Gesellschaften beizutragen.“

Dabei kann der Aufruf auf Unterstützung von globalen Konzernen setzen. Unter anderem haben CEOs von Ikea, Coca Cola, L'Oreal, Danone, H&M, Unilever, Microsoft, Anheuser-Busch, Nestlé, Volvo, Renault, Enel und E.ON unterschrieben – und neben Politikern aller Parteien auch Initiativen wie der europäische Windenergieverband WindEurope, europäische Solarverbände oder der deutsche Thinktank Agora Energiewende, der auf Fragen zur Energiewende spezialisiert ist.

Es bleibt zu hoffen, dass der Einfluss der Unternehmen groß genug – und ehrlich gemeint – ist, um sich gegen die Forderungen derjenigen durchzusetzen, die einfach zurück zum vorherigen Zustand wollen!

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Europa, Green Deal, EU, Zukunft, corona, COVID-19, grün, Wachstum, Arbeitsplatz, WindEurope, Agora Energiewende, E.ON, Enel, Wirtschaft, Unternehmen, Gesellschaft
Windenergie Wiki:
Trump, Energiewende



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