2019-08-26
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Meldung von IG Windkraft

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Windkraft hat in Österreich schweren Stand - Branche mit Hilferuf

2018 brachte einen weiteren Rückgang beim Windkraftausbau - nur 53 neue Anlagen wurden errichtet

Grafik: IG WindkraftGrafik: IG Windkraft

Seit Bestehen des Ökostromgesetzes 2012 war dies das ausbauschwächste Jahr in Österreich. „Nicht nur 170 fertig genehmigte Windräder, sondern die gesamte Windbranche befinden sich in der Warteschleife“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Der Beitritt Österreichs zur ‚High Ambition Coalition‘ bei der Klimakonferenz in Katowice gibt aber Hoffnung, dass den vielen Bekenntnissen der Regierung Taten folgen.“

Aktuell hängen in der Alpenrepublik noch immer 170 fertig genehmigte Windräder mit einer Leistung von 500 MW in einer Warteschlange bei der Förderstelle und können nicht errichtet werden. Auch die Anzahl der geförderten Anlagen geht von Jahr zu Jahr zurück. 2019 werden 104 Windräder weniger gefördert als noch 2016. Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG, appelliert eindringlich an die verantwortlichen Politiker: „Ermöglichen Sie den Abbau der Warteschlange der bewilligten Windkraftprojekte. Für den Schutz des Klimas! Für mehr Unabhängigkeit von Energieimporten!“

Bislang existieren in Österreich nur Eckpunkte für ein Erneuerbaren Ausbau Gesetz - es dauert schlicht zu lange, bis daraus ein funktionstüchtiges Förderregime wird. Wichtig ist die Förderhöhe administrativ festzulegen und auf ein marktwirtschaftliches Fördersystem mit variablen Marktprämien umzustellen. Außerdem müssen die Strommarktbedingungen für die Vermarktung von Windstrom angepasst werden.

Das Ziel der Regierung lautet zwar „100 % erneuerbare Stromversorgung“, allerdings wird dazu eine Verdreifachung des derzeitigen Ausbautempos benötigt. Lukas Püspök, Geschäftsführer der Püspök Group macht deutlich: „Dafür bedarf es eines jährlichen Zubaus von 120 Windrädern mit einer Gesamtleistung von 500 MW. Dies kann die Windbranche durchaus leisten, wurden 2014 bereits 141 Windräder errichtet.“

Der jährliche Windkraftausbau würde 3.000 Arbeitsplätze auf den Windradbaustellen schaffen. Weitere 270 dauerhaft beschäftigte Personen könnten jährlich für Wartung und Betrieb der Anlagen hinzukommen. Darüber hinaus würden 235 Millionen Euro Wertschöpfung pro Jahr durch die Errichtung und weitere 550 Millionen Euro durch den Betrieb der Anlagen generiert werden. „Der Windkraftausbau ist nicht nur eine effektive Klimaschutzmaßnahme, sondern auch eine starker Wirtschaftsmotor“, so Püspök. Ein standortdifferenziertes Fördersystem ist darüber hinaus Voraussetzung, dass die Bevölkerung weiterhin geschlossen hinter der Energiewende steht und Förderungen gezielt und sinnvoll ausgezahlt werden können.

Quelle:
IG Windkraft
Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Windkraft, Österreich, IG Windkraft, Windbranche, Hilferuf, Rückgang, Ausbau, Prognose, Regierung, Ziel
Windenergie Wiki:
MW, Energiewende



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