2019-06-19
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Repowering verschoben – Wie REWITEC die Lebensdauer des Getriebes erhöht

„Wer gut schmiert, der gut fährt“ – Frei nach dieser Redewendung gewinnen Schmieröle für Getriebe von Windkraftturbinen einen immer höheren Stellenwert für die Betreiber der Anlagen. Mit zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnissen der Tribologie (= Reibungslehre), gesteigerten Leistungserwartungen, Belastungen durch klimatische Bedingungen und dem nicht zu unterschätzenden Kostendruck ändern sich aber die Anforderungen an die Öle stetig und führen zu entsprechenden Weiterentwicklungen.

Bild: REWITECBild: REWITEC

Als Spezialist für Schmierstoffadditive setzt sich das Unternehmen REWITEC mit den Getriebeölen am Markt auseinander und beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen, um zu identifizieren, in welcher Art die Öle in ihrer Funktion unterstützt werden können. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie man die erwartete Lebensdauer von Getriebe, Lager oder Motor verlängern kann.

Aktuell hat REWITEC das DuraGear® W100 entwickelt, ein Schmierstoffadditiv basierend auf Nano- und Mikropartikeln, das die Lebensspanne der Getriebe verlängern und für eine Verbesserung der Performance sorgen soll. Vergangene Woche lud das Unternehmen zu einer Veranstaltung in Hamburg ein, um die neuesten Erkenntnisse und Zahlen vorzustellen.

Für die wissenschaftliche Unterstützung sorgte Prof. Dr. André Schirmeisen vom Institut für Angewandte Physik der Universität Gießen, der den Teilnehmern zunächst eine Einführung in das Feld der Tribologie gab und einige der Versuche vorstellte, mit denen das Additiv getestet wurde.

Im Anschluss daran erläuterte Stefan Bill, Geschäftsführer der REWITEC GmbH, die Anwendung und Wirkung des Additivs: Zunächst wird das Additiv DuraGear® W100 mit Hilfe eines Schmiermittels in das Getriebe, Lager oder den Motor gegeben und auf diese Weise zu der beanspruchten Metalloberfläche gefördert. Als Folge der Temperaturen, die während des Betriebs entstehen, reagieren die Oberflächenpartikel des Produkts mit den Molekülen der Metalloberfläche und ein chemischer bzw. physikalischer Prozess wird in Gang gesetzt.

Auf Grundlage dieser chemischen Bindung erhält die reibende Metalloberfläche die Qualität von Keramik und es entsteht eine neue korrosionsbeständige Metall-/Keramikoberfläche. Im Laufe dieses Prozesses verbessern sich außerdem die Materialeigenschaften in Bezug auf Reibung und Abnutzung spürbar, während die Eigenschaften des Schmiermittels unverändert bleiben.

Um die in vielen Tests und Feldtests nachgewiesene Wirkung des Produkts anhand von konkreten Zahlen belegen zu können, hat sich REWITEC im letzten Jahr mit dem amerikanischen Unternehmen Sentient Science zusammengetan, dessen Mitarbeiter Wesley Thomas im Anschluss die Vorgehensweise erläuterte.

Sentient Science hat zunächst ein Computermodell eines Winergy 4410.2-Getriebes aus einer GE 1.5 SLE-Turbine entwickelt. Dieser DigitalClone® wurde im Anschluss verwendet, um die Auswirkungen einer W100-Behandlung auf die Lebensdauer der bereits angegriffenen Lager und Getriebe zu untersuchen. Aufgrund der gemessenen Verringerung der Oberflächenbeschädigung nach der Behandlung kommt Sentient zu dem Ergebnis, dass das Additiv in der Lage ist, die Lebensdauer eines Lagers um den Faktor von 3,3 zu verbessern und die Gesamtlebensdauer eines Getriebes um den Faktor von 2,6.

Quelle: Sentient Science

In den kommenden Monaten sind weitere Tests mit anderen Getriebe-Herstellern geplant, um die Testergebnisse zu verfestigen. Allerdings lässt sich bereits jetzt festhalten, dass die Anwendung des Additivs einen spürbaren lebensverlängernden Effekt auf die Getriebe hat – den „REWITEC-Effekt“, wie Bill es bezeichnete.

Dieser Effekt schien zumindest bei den anwesenden Unternehmen aus der Windenergiebranche auf breites Interesse zu stoßen, sodass die anschließende Gelegenheit zum Networking auf reges Interesse stieß und einen gelungenen Abschluss für die Veranstaltung bot.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Windenergie Wiki:
Turbine, Hamburg



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