2022-05-20
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Floating Offshore-Windpark: Grünes Licht für Hywind

Offshore Windenergie hat sich in der jüngeren Vergangenheit zu einem echten Erfolg entwickelt. Vor allem in Europa finden sich in Küstennähe immer mehr Windparks, die die stete Brise auf dem Wasser nutzen, um saubere Energie zu produzieren. Allerdings sind herkömmliche Offshore-Turbinen auf dem Meeresboden verankert, weshalb weltweit noch immer viele Regionen von dieser Art der Energiegewinnung ausgenommen sind, da der Meeresboden bereits dicht vor der Küste steil abfällt.

So soll die fertige 'Floating Wind Farm' aussehen (Bild: Statoil)So soll die fertige 'Floating Wind Farm' aussehen (Bild: Statoil)

Seit Jahren versuchen sich Forscher daher an Floating Turbines, die auf dem Wasser schwimmen und daher nicht mehr an bestimmte Meerestiefen gebunden sind. Nach vielen Rückschlägen wird nun der erste Offshore-Windpark mit schwimmenden Turbinen errichtet.

Seit 2009 steht der Prototyp des Hywind-Projekts bereits vor der norwegischen Küste in der Nähe von Stavanger und produziert Strom. Entwickler Statoil wollte ursprünglich zwei Jahre lang untersuchen, ob diese Art der Energiegewinnung auch kommerziell verwertbar ist. Allerdings zogen sich die Forschungen letztlich bis ins Jahr 2013, als die Entscheidung fiel, zunächst einen Windpark mit mehreren Turbinen zu errichten, um die Markttauglichkeit unter Beweis zu stellen.

Ende letzten Jahres schließlich fiel die Wahl für den Standort auf Schottland, wo 25 km vor der Küste von Aberdeen der Hywind-Windpark geplant ist. Dort soll in Wassertiefen von ca. 100 - 120m ein 30MW-Windpark, bestehend aus sechs 6 MW-Anlagen von Siemens, errichtet werden. Die senkrecht stehenden zylinderförmigen Schwimmkörper werden unter Wasser durch jeweils drei Stahlkabel gehalten und mit Betonblöcken auf dem Meeresboden verankert (siehe Grafik oben).

Der Prototyp steht bereits vor der Küste Norwegens (Bild: Statoil)

Am Montag gab The Crown Estate bekannt, dass dem Energiekonzern Statoil das entsprechende Landstück verpachtet wird, sodass der Bau nun endgültig in Angriff genommen werden kann. Das Projekt soll insgesamt 245 Millionen Dollar kosten, die Turbinen 2017 ans Netz angeschlossen werden und Strom für 20.000 Haushalte liefern. „Wir freuen uns darauf, dieses Projekt in Schottland durchführen zu können – einer Region, die über starke Windressourcen und eingespielte Zuliefererketten mit Erfahrungen in der Öl- und Gasindustrie verfügt“, kommentiert Projektleiter Leif Delp gegenüber GCR die Wahl des Standorts.

Gestern verkündete Statoil, dass die Türme für die Anlagen vom spanischen Hersteller Navacel geliefert werden. Navacel wird fünf 83-Meter-Komponenten bauen, die jeweils einen Durchmesser von 7,5m an der Basis und 4,2m an der Spitze haben. Jeder der aus vier Teilen bestehenden Türme wiegt 620 Tonnen. Für die Stabilität der Anlagen sorgt ein eigens von Statoil entwickeltes System innerhalb der Anlagen, das auch bei hohem Wellengang die Stabilität der Anlagen und so die Stromproduktion garantiert.

Gerade die Stabilität ist bei den Floatern immer wieder ein großes Problem. So machte erste kürzlich ein ähnliches Projekt in Japan mit spektakulären Bildern auf sich aufmerksam: Vor der Küste von Fukushima wurde vor einigen Monaten ein 2MW-Floater aufgestellt, der von einer schwimmenden Substation unterstützt wird. Zur Zeit wird an zwei weiteren Anlagen gearbeitet, auf denen 5MW-Turbinen errichtet werden. Beim Schleppen eines der Floater aus dem Hafen neigte sich die Konstruktion jedoch zur Seite und konnte erst nach einigen Tagen wieder stabilisiert und aufgerichtet werden.

Der Fukushima Floater geht baden (Bild: JWPA)

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, Offshore, MW



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