2019-10-20
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13. Windmesse Symposium 2015: Resümee

Bereits zum 13. Mal fand am Dienstag das Windmesse Symposium statt. Das Hotel Hafen Hamburg bot mit seiner Glaskuppel einen beeindruckenden Blick auf den umliegenden Hafen – und das Unwetter, das zum Abschluss der Veranstaltung über der Stadt tobte.

Vorher wartete auf die Teilnehmer jedoch auch diesmal ein volles Programm mit insgesamt 19 Vorträgen. Trotz Bahnstreik erreichten die meisten Teilnehmer pünktlich die Location, sodass nach einem Begrüßungswort durch Moderator Martin Tschierschke von Windmesse die ersten beiden Vorträge einen Überblick über die derzeitige Lage der Windindustrie in Deutschland geben konnten. Klaus Övermöhle von Övermöhle Consult & Marketing sowie Dirk Briese von trend:research berichteten weitgehend Positives aus der deutschen Windbranche. Von 2013 zu 2014 wuchs die installierte Leistung um stattliche 63 %. Auch die kommenden beiden Jahre sehen nach momentanen Prognosen gut aus. Was ab dem Jahr 2017 auf Deutschland zukommt, ist derzeit allerdings noch nicht abzusehen. Das wird wohl davon abhängen, welches Ausschreibungsmodell die Bundesregierung letztlich einführt. Das größte Risiko für Investoren bleiben weiterhin schnell steigende Zinsen. Briese wies auf die Konsolidierungsphase hin, in der sich die Offshore-Industrie momentan befindet, denn trotz stetigem Zubau werden nicht alle Marktteilnehmer diese Phase überleben, was einige große Joint Ventures bereits andeuten. Die unsicheren politischen Regelungen, die ab 2020 warten, stellen ein Risiko dar. Die Bundesregierung sollte aufpassen, der Industrie nicht die Luft zum Atmen zu nehmen, so die Warnung.

Im Anschluss folgten Präsentationen verschiedener Innovationen aus dem Offshore-Bereich: Die ESG GmbH stellte ihr schwimmendes Offshore-Fundament vor, an dem das Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren arbeitet. Im nächsten Jahr soll endlich eine erste Turbine auf diesem Fundament installiert werden: An der Nordspitze des Ostsee-Windparks Baltic 1 wird die Turbine aufgestellt und an das bestehende Stromnetz angeschlossen. Bereits 2017 oder 2018 könnte mit der Serienproduktion begonnen werden, die vielleicht für ein Ende der eingerammten Fundamente sorgt.

Die Deutsche Windtechnik machte im Anschlus auf die hohen Kosten im Fall eines Turbinenstillstandes auf See aufmerksam. 5-9.000 Euro täglich können leicht entstehen, wenn die Serviceteams nicht schnell genug vor Ort sind. Generell liegen die Kosten offshore acht bis zehn Mal höher als für Prozesse an Land.

Dass die Offshore-Branche noch eine junge Industrie ist, wurde unter anderem daran deutlich, dass bei Lernprozessen noch immer auf Erfahrungen aus anderen Branchen wie etwa der Hochseefischerei zurück gegriffen wird. Geringere Installationszeiten durch verbesserte Abläufe, weniger Stillstand durch Verhinderung von Kondenswasser und Schimmelbildung sowie die Vorteile von Condition Monitoring standen in verschiedene Vorträgen ebenfalls im Mittelpunkt des Symposiums.

Ganz unterschiedlich gestalteten sich im Anschluss die Vorstellungen von verschiedenen Methoden der Energiegewinnung: Siemens stellte die klassische Windturbine der weiter entwickelten D3-Plattform vor, ein Turbinentyp, der speziell für Schwachwind- und Waldstandorte konzipiert wurde. „Das sind nicht nur ein paar Spinner...“, betonte anschließend Guido Lütsch, Präsident des Bundesverbandes Höhenwindenergie, als er diese noch ungewöhnlich anmutende Form der Energiegewinnung vorstellte. Wenn ein Weltkonzern wie Google in eine solche Technologie investiert, kann man sicher sein, dass man noch davon hören wird. 70 Unternehmen weltweit widmen sich derzeit dieser Technologie, die durchaus Vorteile gegenüber der konventionellen Windenergie hat. Vor allem an schwer zugänglichen Orten können solche Anlagen relativ schnell zum Einsatz kommen – als aktuelles Beispiel wurde das Erdbebengebiet in Nepal genannt, wo man die Drachen, die auf einen LKW verladen werden, auch in schwer zugänglichen Bergregionen nutzen könnte, um Generatoren zu betreiben.

Im Anschluss daran folgte erneut die Vorstellung verschiedener Methoden zur besseren Überwachung der Turbine, sei es durch Eisfrüherkennung oder durch den Einsatz von Schmiermitteln zur Verringerung der Reibung in Getriebe und Lagern.

Wie üblich hatten auch Innovationen ihren Platz auf dem Symposium: So stellte die Tembra GmbH eine Plattform vor, mit der es möglich werden soll, Komponenten wie das Getriebe ohne einen mobilen Schwerlastkran auszutauschen. Dazu entwickelt das Unternehmen momentan eine Plattform, die am Turm hochgezogen werden und die Arbeiten dann direkt unter der Gondel vornehmen kann. Ob „Kingkong“ dann in Zukunft tatsächlich die Anlagen hinaufklettert, bleibt abzuwarten, der Aufmerksamkeit der Teilnehmer war Tembra sich zumindest gewiss.

Neben den 19 Vorträgen blieb auf der begleitenden Ausstellung Zeit zum Netzwerken und Kontakte pflegen, bevor das Symposium abends seinen Ausklang beim Get Together mit Blick über den Hamburger Hafen fand.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, Offshore, Hamburg, Gondel



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