2021-05-08
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China: Weniger Stillstand bei Windkraftanlagen

Verbessertes Netz sorgt für mehr Energieeffizienz / Strengere Richtlinien für den Bau von Windkrafträdern

In China stehen weniger Windkraftanlagen aufgrund von Netzanschlussproblemen still. Der Grund dafür: Die Investitionen haben sich verlangsamt und verlagern sich in die Regionen mit besserem Netzanschluss.

Im Jahr 2012 kam es noch zu 17 Prozent Stillstand bei Windkraftanlagen. Experten rechnen dieses Jahr nur noch mit 12 Prozent. Zum Phänomen des Stillstands kam es in der Hochphase des Investitionsbooms, als vielerorts einfach Anlagen an besonders windreichen Orten gebaut wurden, ohne auf die entsprechenden Netzanschlüsse zu achten. Oft konnte das Netz den Windstrom nicht aufnehmen, sodass die Anlagen abgeschaltet werden mussten.

Dieses Jahr könnte der Trend zum ersten Mal seit 2010 gestoppt werden. „Die gesamte Branche präsentiert sich etwas erwachsener als noch vor drei oder vier Jahren. Heute schauen sich die Projektierer nicht mehr nur die Windgeschwindigkeit oder die verfügbaren Grundstücke an, sondern prüfen auch die Verfügbarkeit der Netzkapazität, bevor mit dem Bau begonnen wird“, sagte Michael Parker, ein Analyst aus Hongkong, gegenüber Bloomberg.

Insgesamt hat sich die Lage in China dem Rest der Welt angepasst: Zum ersten Mal seit 2004 hat sich der Ausbau der Windkapazität verlangsamt. Für 2013 wird mit einem Ausbau von 13 Gigawatt gerechnet – einem Rückgang um 6 Prozent zum Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte hatte China 4,8 Gigawatt ans Netz angeschlossen, fürs zweite Halbjahr wird aber wieder mit einer Beschleunigung des Ausbaus gerechnet.

 

„Das Land baut seine Anlagen mittlerweile in besser geeigneten Regionen und zieht sich aus denen zurück, wo die Netze nicht ausreichen“, sagte Guo Yanheng vom 'National Renewable Energy Engineering Information Management Center' in China.

 

China investiert momentan stark in den Ausbau seiner Netze, da das Land erkannt hat, dass es zu teuer ist, wenn Hunderte von Anlagen stillstehen. Aus diesem Grund achten auch die Behörden genauer darauf, wo die Anlagen gebaut werden sollen. So werden keine Genehmigungen mehr für Regionen mit Netzproblemen erteilt. Stattdessen wird nun zuerst das Netz ausgebaut.

Quelle:
Bloomberg / Katrin Radtke (Windmesse)
Email:
presse@windmesse.de
Link:
www.bloomberg.com/...



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