2019-10-13
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Erstes Nearshore-Projekt mit Großwindanlage

ENERCON E-112 mit 4,5 MW wird in der Ems bei Emden errichtet / Bauherr ist die EWE AG / Projektierung durch ENOVA

Das erste deutsche Windenergie-Projekt im Nearshore-Bereich wird dieser Tage von der Planungsfirma ENOVA realisiert. Die EWE AG errichtet eine der weltweit größten Windenergieanlagen, eine E-112 mit 4,5 Megawatt Nennleistung des Herstellers ENERCON, in der Ems.

Die Windenergieanlage hat eine Nabenhöhe von insgesamt 108 m und 53 m lange Rotorblätter. Die Gondel der Anlage wiegt ohne Rotorblätter rund 440 t. Bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 8,6 m/s in Nabenhöhe wird mit einem Ertrag von rund 15.000.000 kWh im Jahr gerechnet. Damit lassen sich rund 15.000 Menschen mit Strom versorgen und darüber hinaus fast 10.000 t Klima schädigendes CO2 im Jahr einsparen.

Transport: Für die Nearshore-Anlage wird erstmals ein Stahlturm verwendet, dessen breitester Durchmesser 7,50 m misst und der insgesamt 850 t wiegt. Der Stahlturm wurde im ENERCON Stahlturmwerk EWP im schwedischen Malmö hergestellt. Der Transport der vier Turmsektionen erfolgt auf dem Schiffsweg von Malmö zum Nordkai des Emder Hafens. Dort werden alle Komponenten der Windenergieanlage, die Turmsegmente und der Kran auf einen speziellen Ponton verladen. Dieser 100 m x 37 m große, aus Norwegen stammende Ponton transportiert Kran und Komponenten vom Nordkai des Emder Hafens über eine gut 40 m breite Seeschleuse bis zur Baustelle in der Ems. Der Ponton hat eine Tragfähigkeit von 15.650 t. Gewöhnlich wird diese Art Ponton genutzt, um große Bauteile wie z. B. Containerbrücken zu verladen.

Fundament: Auf der Baustelle, ca. 40 m vom Deichfuß entfernt, ist in den vergangenen Monaten das Fundament entstanden. 40 Stahlrohrpfähle, davon 32 außen und acht innen, mit einer Länge von 28 bis 35 m und 1 m Durchmesser wurden für die Pfahlgründung von der Firma Tagu AG (Tiefbau GmbH Unterweser und Ludwig Freitag Oldenburg) verarbeitet. Innerhalb einer Spundwand wurde auf einem Kiesuntergrund der 6,60 m hohe Betonschaft für das Fundament gegossen.

Aufbau: Gearbeitet wird während des Aufbaus der E-112 in zwei Schichten mit ca. acht Mann pro Schicht, durchschnittlich werden rund 15 Mitarbeiter auf der Baustelle beschäftigt sein. Dort werden zunächst die Turmkomponenten nach einander vom Kran hochgezogen und angeflanscht, anschließend werden in drei Hüben der Maschinenträger der Windenergieanlage, der Generator und die Nabe mit Rotorblättern in der Höhe befestigt. Neu ist der Aufbau der E-112 mit einem einzigen Kran. Bei vorangegangenen Projekten haben kleinere Krane in Tandemhüben gearbeitet. Der riesige Demag-Raupenkran hat eine Tragkraft von 1.250 t und eine Auslegerlänge von 138 m. Er stammt von einem belgischen Kranunternehmen und gehört zu den neun zur Zeit weltgrößten serienmäßigen Kranen.

Produktion: In Magdeburg-Rothensee soll ein Teil der Serienfertigung der E-112 entstehen. Die Produktionsstraße für die über 53 m langen Blätter wird bereits seit einem Jahr genutzt. Hier sind auch die Blätter für den dritten und vierten Prototypen der E-112 hergestellt worden. In Zukunft sollen hier auch die Generatorenwicklungen für die Multimegawatt-Anlage entstehen, denn die großen Hallen der ehemaligen Stahlgießerei „Wilhelm Pieck" bieten sich für die Serienfertigung der riesigen Anlage an. Andere Stahlkomponenten der Anlage werden weiterhin bei SAM auf dem SKET Gelände hergestellt. Logistisch ist der Standort in Rothensee besonders wegen der direkten Anbindung an das Wasserstraßennetz ideal.

Das Nearshore-Projekt ist die vierte Windenergieanlage des Typs E-112 mit 4,5 Megawatt. Die erste wurde vor zwei Jahren in Egeln bei Magdeburg errichtet, die zweite im vergangenen Jahr bei Wilhelmshaven, die dritte wurde in diesem Jahr in Emden errichtet. Auch sie ist im Besitz der EWE AG. Wenige Tage nach dem Aufbau des Nearshore-Projektes wird dann die fünfte E-112 im Windpark Wybelsumer Polder aufgebaut. Die Stadtwerke Emden sind Besitzer dieser Anlage.

Akreditierung: Bitte fragen Sie beim Pförtner im Emder Hafen/Nordkai nach Harald Albrechts. Das reicht, um auf das Gelände zu kommen.

Nearshore: Sie werden die Baustelle selbst nicht betreten können (Platzmangel und Gefahrenrisiko), sondern können vom Deich aus oder (teilweise selbst organisiert) per Schiff oder Flugzeug Aufnahmen machen.
Quelle:
ENERCON GmbH
Email:
nicole.weinhold@enercon.de
Windenergie Wiki:
Windpark, Nabe, MW, Megawatt, Gondel, Enercon




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