2022-10-06
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Pandemie-Effekt verpufft

Die Treibhausgasemissionen der EU sind schon fast wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Der erhoffte Effekt für eine dauerhafte Senkung blieb aus. Wohin steuert die EU?

Nicht gelernt: Die Emissionen der EU steigen nach der Pandemie steil an (Bild: Pixabay)Nicht gelernt: Die Emissionen der EU steigen nach der Pandemie steil an (Bild: Pixabay)

Treibhausgase in der EU-Wirtschaft immer noch unter dem Niveau vor der COVID-Pandemie“, so lautet die Meldung von Eurostat, dem Statistikportal der Europäischen Union. Die Wahrheit hinter den Zahlen: Zwar ist der Treibhausgasausstoß der EU im ersten Quartal 2022 mit 1,029 Mrd. Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-Äq.) noch nicht wieder auf dem Niveau von 2019 (1,035 Mrd. Tonnen CO2-Äq.), also vor der Corona-Pandemie, aber er ist bereits wieder höher als 2020 und 2021, wo teilweise Lockdowns die Wirtschaft fesselten.

Europa steuert also wieder auf die selben Werte zu wie vor Corona. Und mögliche Effekte durch den Ukraine-Krieg sind da noch gar nicht eingerechnet, aber sehr wahrscheinlich. Allein der Umstieg auf Kohle und Öl dürfte die Emissionen der einzelnen Länder weiter in die Höhe treiben. Dabei hat sich die EU auf das Ziel geeinigt, klimaschädliche Gase bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu werden – das Fit for 55-Paket wurde allerdings noch vor dem Krieg verabschiedet und es ist zur Zeit unklar, ob die Ziele überhaupt noch erreicht werden können.

Den höchsten Anstieg verzeichneten Bulgarien (38 Prozent), Malta (21 Prozent) und Irland mit 20 Prozent, als Ausnahmen stechen nur die Niederlande mit einem Rückgang von 9 Prozent und Finnland (-1 Prozent) hervor.

Mit zwei Ausnahmen steigen die Emissionen der EU-Mitgliedsstaaten und nähern sich den Zahlen vor der Pandemie (Datenquelle: env_ac_aigg_q, Bildquelle: Eurostat)

In Österreich betrug der Anstieg 4,8 Prozent (bzw. 3,5 Mio. CO2-Äq.) gegenüber 2020 gestiegen, was Klimaschutzministerin Leonore Gewessler auf den Plan rief: „Wir müssen unsere Anstrengungen weiter massiv erhöhen. Auch wenn die CO2-Emissionen 2021 im Vergleich zum Ausnahmejahr 2020 inmitten der Pandemie wieder angestiegen sind, haben wir im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie einen Rückgang erreicht. Wir haben schon viele Maßnahmen gesetzt, aber es ist völlig klar, dass für eine gute und klimafreundliche Zukunft noch mehr kommen muss. Denn die Emissionen müssen Jahr für Jahr sinken.“

Auch in Deutschland wird versucht, diesen Effekt zu erzielen, wie Klima-Staatssekretär Patrick Graichen betonte: „Der Anstieg der Treibhausgasemissionen hat sich leider abgezeichnet. Dem wird die Bundesregierung jetzt mit einem Klimaschutz-Sofortprogramm zügig entgegenwirken. A & O ist ein wesentlich höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir müssen es schaffen, dreimal so viele Kapazitäten wie bisher zu installieren, um den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern.“

Energiesparen - dann klappt's auch mit dem Sparen bei Emissionen (Bild: Pixabay)

Das wird eine nie dagewesen Kraftanstrengung benötigen, wie UBA-Präsident Dirk Messner klar macht: „Um die Ziele der Bundesregierung bis 2030 zu erreichen, müssen nun pro Jahr sechs Prozent Emissionen gemindert werden. Seit 2010 waren es im Schnitt nicht einmal zwei Prozent.“

Derzeit wird überall an einem Klimaschutz-Sofortprgramm gearbeitet, alleine schon, um die Abhängigkeiten von Russland weiter zu vermindern. Klar ist aber auch, dass alle mithelfen müssen: „Um das zu schaffen braucht Deutschland jetzt eine gemeinsame Energieanstrengung. Wir müssen zusammen alle Kraft darauf verwenden uns unabhängig zu machen von russischer Energie und um unser Klima zu schützen“, so Messner.

Um es so auszudrücken, dass es auf beiden Seiten der Alpen verstanden wird: Pack ma’s!

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
EU, Europa, Emissionen, Treibhausgas, Österreich, Deutschland, Kraftanstrengung, Ukraine, Anstieg, Staat



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