2021-09-22
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Meldung von Landesbank Baden-Württemberg

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LBBW mit kräftigem Gewinnanstieg im ersten Halbjahr

Geschäftsmodell als mittelständische Universalbank mit starkem Nachhaltigkeitsfokus bewährt sich / Ergebnis vor Steuern steigt per 30. Juni auf 428 Millionen Euro (2020: 100 Millionen Euro) / Konzernergebnis nach Steuern erhöht sich auf 283 Millionen Euro (2020: 50 Millionen Euro) / Starke operative Entwicklung insbesondere im Kapitalmarktgeschäft sowie bei Unternehmenskunden und Immobilien/Projektfinanzierungen / Erträge mit deutlichem Zuwachs / Kosten-Ertrags-Relation (CIR) verbessert sich weiter auf 67,2 Prozent / Robuste Kapitalausstattung: Harte Kernkapitalquote (CET 1) bei 14,9 Prozent / Eigenkapitalrendite bei 6,3 Prozent

Bild: LBBWBild: LBBW

Die LBBW hat im ersten Halbjahr 2021 ihren Gewinn kräftig gesteigert und zugleich ihre strategische Agenda konsequent umgesetzt. Der Konzerngewinn vor Steuern betrug 428 Millionen Euro nach 100 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 283 Millionen Euro (Vorjahr: 50 Millionen Euro).

Der Vorstandsvorsitzende der LBBW, Rainer Neske, kommentiert: „Unsere sehr erfreulichen Halbjahreszahlen sind das Ergebnis einer deutlichen Veränderung und Modernisierung der LBBW in den vergangenen Jahren. Wir haben unsere Wachstumsfelder wie geplant ausgebaut, halten unsere Kosten unter Kontrolle und investieren gleichzeitig in Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Diese Strategie zahlt sich zunehmend aus.“ Gleichzeitig betont Rainer Neske: „Das Umfeld im Bankgeschäft bleibt schwierig. Wir arbeiten deshalb hart daran, die LBBW konsequent weiterzuentwickeln und uns mit Blick auf Kundenzufriedenheit, Profitabilität und Mitarbeiterbindung dauerhaft unter den besten Banken im deutschen Markt zu etablieren“.

Getragen wurde das Ergebnis von einer guten operativen Entwicklung sowie einer im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Risikovorsorge. Die Erträge der Bank legten spürbar um 160 Millionen Euro beziehungsweise 12 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro zu.

Die Kapitalausstattung der LBBW ist unverändert solide. Die harte Kernkapitalquote bei vollständiger Umsetzung der CRR/CRD IV betrug 14,9 Prozent (31.12.2020: 14,8 Prozent) und lag damit weiterhin beträchtlich oberhalb der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Die Gesamtkapitalquote lag bei 22,1 Prozent (31.12.2020: 22,8 Prozent). Die Risikoaktiva waren nahezu unverändert bei 82,5 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf 6,3 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent).

Wachstumsfelder ausgebaut

Zugleich hat sich die LBBW entlang ihrer strategischen Stoßrichtungen Geschäftsfokus, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Agilität weiterentwickelt: In ihren Wachstumsfeldern kam die Bank gut voran. Sehr erfreulich entwickelte sich beispielsweise das Corporate-Finance-Geschäft mit einem Erlösanstieg um 10 Prozent gegenüber dem Jahresende 2020. Auch die Wachstumsbranchen Telekommunikation/Medien & Elektronik/IT, Pharma/Gesundheitswesen sowie Versorger/Energie konnten seit Jahresbeginn erneut um 8 Prozent ausgebaut werden. Im Geschäftsfeld Asset & Wealth Management wuchs das betreute Vermögen um knapp 6 Milliarden auf 135 Milliarden Euro. Das Sparkassengeschäft haben wir durch die Übernahme des Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagements (ZWRM) der HCOB (früher HSH Nordbank) weiter gestärkt, nachdem zu Jahresbeginn schon von der BayernLB das ZWRM für Sparkassen-Firmenkunden übernommen wurde.

LBBW baut führende Position bei Nachhaltigkeit aus

Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit untermauerte die LBBW ihre Vorreiterrolle unter den großen deutschen Banken. Laut der jährlichen Umfrage der Fachzeitschrift „Finance“ unter 200 CFOs, Treasurern und Finanzleitern ist die LBBW die beste Bank im deutschen Markt im Bereich Beratung in Nachhaltigkeit und ESG. Im ersten Halbjahr emittierte die LBBW darüber hinaus den ersten Social Bond für Privatanleger und stellte die „LBBW Balance“-Dachfonds auf Nachhaltigkeit um. Weiter ausgeweitet wurde die nachhaltige Produktpalette auch mit dem Aktienfonds „Gesund leben“ der LBBW Asset Management. Für unsere Kunden haben wir erneut zahlreiche nachhaltige Finanzierungen arrangiert. Außerdem war die LBBW im ersten Halbjahr an zwei weiteren Social-Bond-Emissionen aus dem europäischen SURE-Programm beteiligt, nachdem bereits Ende 2020 erstmalig eine solche Emission begleitet wurde. Darüber hinaus war die Bank Konsortialführer beim ersten Green Bond des Landes Baden-Württemberg.

Die LBBW arbeitet derzeit intensiv daran, zukünftige regulatorische Anforderungen in Zusammenhang mit dem Erreichen der Pariser Klimaziele in ihre internen Prozesse zu integrieren. Sie überprüft außerdem laufend ihre Nachhaltigkeitsrichtlinien. Zuletzt wurde beispielsweise die Kohlerichtlinie deutlich verschärft.

Kontinuierlich voran treibt die LBBW außerdem die Digitalisierung sowohl der internen Prozesse als auch an den Kundenschnittstellen. Ein Meilenstein war die erste vollständig digitale Transaktion zur Zahlungsabsicherung von Handelsgeschäften auf Blockchain-Basis auf der Plattform Marco Polo.

Erträge deutlich verbessert, Risikovorsorge sinkt

Insgesamt hat die LBBW die Erträge im ersten Halbjahr 2021 dank einer guten operativen Entwicklung deutlich auf 1.496 Millionen Euro (Vorjahr 1.336 Millionen Euro) gesteigert. Vor allem das Kapitalmarktgeschäft entwickelte sich in nahezu allen Produktfeldern erfreulich. Auch im Unternehmenskundengeschäft und im Segment Immobilien und Projektfinanzierung wuchsen die Erträge. Aus dem TLTRO-III-Refinanzierungsgeschäft der EZB erzielte die LBBW Erträge von 110 Millionen Euro, da die mit dem Programm verbundenen Kreditvergabeziele erreicht wurden.

Die LBBW bildete im ersten Halbjahr eine Risikovorsorge in Höhe von 63 Millionen Euro. Davon entfallen 20 Millionen Euro auf die Aufstockung der im vergangenen Jahr gebildeten Adjustments mit Blick auf mögliche Folgen der Corona-Pandemie. Im Vorjahr hatte die Risikovorsorge bei 281 Millionen Euro gelegen, wozu insbesondere ein großer Insolvenzfall und Vorsorge für potentielle Folgen der Corona-Pandemie beigetragen hatten. Nennenswerte Ausfälle aufgrund der Pandemie waren im ersten Halbjahr 2021 nicht zu verzeichnen. Die gute Qualität des Kreditportfolios zeigt sich auch in der niedrigen Quote leistungsgestörter Kredite (NPL-Quote) von nur 0,7 Prozent.

Die Aufwendungen stiegen insgesamt auf 1.005 Millionen Euro (Vorjahr 954 Millionen Euro). Darin enthalten ist ein Anstieg der Aufwendungen für Bankenabgabe und Einlagensicherung für das Gesamtjahr 2021 auf 137 Millionen Euro, die vollständig im ersten Halbjahr gebucht wurden. Im Vorjahr waren die Belastungen hieraus 19 Millionen Euro niedriger. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf 868 Millionen Euro nach 837 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 428 Millionen Euro (Vorjahr: 100 Millionen Euro). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 145 Millionen Euro belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 283 Millionen Euro (Vorjahr: 50 Millionen Euro).

Die operativen Segmente im Überblick

Das Segment Unternehmenskunden entwickelte sich sehr erfreulich. Das Vorsteuerergebnis lag dank eines starken Kundengeschäfts bei 202 Millionen Euro. Im laufenden Jahr konnten unter anderem die Erträge im Wachstumsfeld Corporate Finance weiter ausgebaut werden. Auch Exportfinanzierungen wurden stark nachgefragt. Die hohe Wertschätzung der Kunden auf dem Gebiet des Außenhandels zeigt sich auch darin, dass die LBBW bereits zum dritten Mal vom Fachinformationsdienst TXF als eine der internationalen Top-Banken für Exportfinanzierungen ausgezeichnet wurde. Zudem entfiel ein Großteil der TLTRO-III-Refinanzierungsgeschäfte auf das Segment. Die Risikovorsorge blieb deutlich unter dem von der Großinsolvenz belasteten Vorjahrjahreswert.

Das Segment Immobilien/Projektfinanzierungen steigerte den Vorsteuergewinn deutlich um 27 Prozent auf 136 Millionen Euro. Das Kundenkreditvolumen in dem Segment, das ebenfalls von dem TLTRO-III-Programm profitierte, lag stabil bei 29 Milliarden Euro. Auch das Neugeschäft lag mit rund 5 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Davon entfielen 4,3 Milliarden Euro auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung. Ein Schwerpunkt war dabei die Finanzierung von Wohnimmobilien. In der Projektfinanzierung lag der Fokus auf nachhaltigen Finanzierungen und digitaler Infrastruktur. Weiterhin hoch ist die Portfolioqualität, was sich auch darin äußert, dass bisher keine Covid-bedingten Ausfälle verzeichnet wurden.

Das Segment Kapitalmarktgeschäft konnte das gute Ergebnis aus dem Vorjahr noch einmal übertreffen und verzeichnete einen Vorsteuergewinn von 172 Millionen Euro (Vorjahr: 125 Millionen Euro). Die Erträge konnten deutlich ausgebaut werden, wozu unter anderem ein starkes Kundengeschäft mit Absicherungs- sowie Anlageprodukten – insbesondere Zertifikaten – beitrug. Die Verwaltungsaufwendungen waren aufgrund hoher Kostendisziplin leicht rückläufig.

Im Segment Private Kunden/Sparkassen entwickelten sich das Wertpapiergeschäft und das Kundenkreditvolumen positiv. Dagegen waren krisenbedingt die Erträge im Zahlungsverkehr rückläufig und das Vermittlungsgeschäft weiter auf niedrigem Niveau; zudem wirkte sich das Niedrigzinsniveau im Einlagengeschäft aus. Außerdem wurden Rückstellungen in Höhe von 12 Millionen Euro aufgrund der veränderten Rechtsprechung bezüglich des AGB-Änderungsmechanismus gebildet. Auch deswegen verminderte sich das Ergebnis auf 2 Millionen Euro (Vorjahr: plus 19 Millionen Euro).

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die LBBW mit einem positiven Ergebnis im dreistelligen Millionenbereich und über dem Vorjahreswert.

Quelle:
LBBW
Autor:
Pressestelle
Link:
www.lbbw.de/...
Keywords:
LBBW, Gewinnanstieg, Halbjahr, 2021, Agenda, Konzern, Gewinn, grün, nachhaltig, Digitalisierung, Ausblick



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