2019-12-11
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Flugverhalten und Raumnutzung des Uhus

Telemetriestudie in Schleswig-Holstein gibt Aufschluss über Kollisionsrisiko an Windenergieanlagen.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Zur besseren Abschätzung des Kollisionsrisikos des Uhus an Windenergieanlagen (WEA) wurden in Schleswig-Holstein von BioConsult SH im Auftrag des Landesverbands Eulen-Schutz Schleswig-Holstein und des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in einer zweijährigen Telemetriestudie Raumnutzung und Flugverhalten quantitativ untersucht. Im Rahmen der Studie wurden in den Jahren 2017 und 2018 zehn Altvögel mit GPS-Sendern ausgestattet. Anhand der ganzjährig gewonnen Daten wurden Flugdistanzen, Flughöhen sowie ein mögliches Kollisionsrisiko an WEA in einer reliefarmen Landschaft im nördlichen Schleswig-Holstein analysiert.

Im Ergebnis wird das Kollisionsrisiko von Uhus an WEA aufgrund der allgemein geringen Flugaktivität sowie der bodennahen Flugweise für den betrachteten Landschaftsraum als sehr gering eingestuft. Die Flughöhenmessungen zeigen, dass sich die Flughöhenverteilung nur in geringem Maß mit den Rotorhöhen von WEA überschneiden, sofern der untere Rotordurchlauf der Anlagen genügend hoch ist. Das verbleibende Kollisionsrisiko ist laut der Autoren somit unmittelbar von den Abmessungen der WEA abhängig. Dabei kamen sie zu der Schlussfolgerung, dass eine Kollision an WEA mit einem unterem Rotordurchgang von mehr als 50 Meter nahezu ausgeschlossen ist. Dahingegen liegen bei einem unteren Rotordurchgang von 20 Metern etwa 23 Prozent der Flugpositionen auf Rotorhöhe.

Aufgrund der Anzahl der telemetrierten Vögel, der Aufteilung der Geschlechter, der guten zeitlichen Abdeckung des Jahresverlaufes mit allen Phasen des Fortpflanzungszyklus und der Menge an erfassten Daten wird die Sicherheit der Ergebnisse von den Forschern als hoch eingestuft. Die Studie leistet somit einen hohen Erkenntnisgewinn zum Flugverhalten und Kollisionsrisiko des Uhus an WEA im untersuchten Naturraum und die Ergebnisse sind laut der Autoren auf ähnlich strukturierte Landschaftsausschnitte im Norddeutschen Tiefland übertragbar.

Auch Miosga et al. (2019) kamen in einer in den Jahren 2014 bis 2017 durchgeführten Telemetriestudie zu dem Ergebnis, dass die übliche Flughöhe von Uhus im Flachland deutlich unter 50 Metern Höhe liegt und diese somit in der Regel an den im Flachland eingesetzten modernen WEA mit hohen Rotorzonen nicht schlaggefährdet sind.

Weiterführende Informationen:

Quelle:
Fachagentur Windenergie an Land
Autor:
Pressestelle
Link:
www.fachagentur-windenergie.de/...
Keywords:
Fachagentur Windenergie an Land, Uhu, Kollisionsrisiko, Studie, Telemetrie, Artenschutz, Windkraft, WEA, Flughöhe, Rotorblatt
Windenergie Wiki:
Energiewende



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