2024-07-22
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Bundesregierung hilft Siemens Energy auf die Füße

Das Bundeswirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesfinanzministerium beschlossen, dem angeschlagenen Siemens-Energy-Konzern eine Bürgschaft in Höhe von 7,5 Mrd. Euro zu gewähren.

Bild: Siemens GamesaBild: Siemens Gamesa

Schon in den letzten Tagen wurde in der Presse darüber spekuliert, dass die Bundesregierung dem angeschlagenen Siemens-Energy-Konzern finanziell unter die Arme greifen wird. Nun wurde bekannt gegeben, dass Deutschland mit einer Bürgschaft in Höhe von 7,5 Mrd. Euro aushilft, um der Energiesparte wieder auf die Füße zu helfen. Die Bürgschaft ist laut BMWK Teil von Garantielinien des Unternehmens in einer Gesamthöhe von insgesamt 15 Mrd. Euro, die mit Privatbanken und anderen Stakeholdern vereinbart werden. Die Zusage der Bundesregierung erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Beiträge der anderen Stakeholder erbracht werden.

Siemens Energy ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Energietechnologien und besitzt eine hohe Relevanz für die gesamte Wertschöpfungskette der Bereitstellung von Energieanlagen (von der Energieerzeugung bis hin zu Transport und Speicherung). Gleichzeitig ist Siemens Energy mit rund 26.000 Beschäftigten in Deutschland ein wichtiger Arbeitgeber in zukunftssicheren Branchen. In letzter Zeit dominierten allerdings negative Meldungen, die vor allem auf die WIndkrafttochter Siemens Gamesa Renewable Energy zurückzuführen waren. Materialprobleme verhagelten dem Unternehmen neben den durch Inflation und Lieferengpässen ohnehin stark gestiegenen Preisen die Bilanz.

Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy, fasst daher das letzte das Geschäftsjahr so zusammen: "In einem Jahr mit beispiellosen Herausforderungen hat Siemens Energy gezeigt, dass der Turnaround machbar ist: Die Geschäftsbereiche, mit Ausnahme des Windgeschäfts, haben ihre Gesamtjahresziele erreicht oder übertroffen. Zudem sehen wir auch Fortschritte bei der Bewältigung der Probleme von Siemens Gamesa. Es ermutigt mich, dass die Daten der installierten Onshore-Turbinen unsere früheren Erkenntnisse bestätigen. Eine starke Bilanz hat weiterhin Priorität für uns. Die wichtige Rolle von Siemens Energy bei der Energiewende wird auch in den kommenden Jahren unser Wachstum und unseren Erfolg bestimmen."

Die Windbranche gilt auch weiterhin als Zukunfts- und Wachstumsbranche, aber viele Fehler der Vergangenheit, wie falsche Ausschreibungsmodelle, Ausbaudeckelung und Genehmigungsstau, die nun mühsam korrigiert werden mussten, sorgen für aktuell für ein Stottern beim Ausbau.

Gegenüber Capital.de erklärte jüngst Philipp Godron von Agora Energiewende, dass die staatliche Unterstützung aber kein Dauerzustand werden wird: "Die Windbranche ist eine Wachstumsbranche, die sich perspektivisch im privatwirtschaftlichen Wettbewerb tragen muss und kann. Sie ist sicher keine Branche, die dauerhaft durch staatliche Subventionen, sei es durch die Europäische Union oder die Bundesregierung, alimentiert werden muss und sollte. Der Wettbewerb ist ja auch hilfreich, um letztlich zu attraktiven Herstellungspreisen und damit günstigen Energiekosten für uns alle zu kommen. Gleichzeitig: Die Energieversorgung muss resilient sein. Deshalb ist eine Absicherung von zusätzlichen Herstellerkapazitäten für Erneuerbare in der aktuellen Investitionsphase sinnvoll - so machen es übrigens auch die USA und China. Windkraft ist eine Schlüsseltechnologie, die in Europa bleiben muss."

Nach eigenen Angaben arbeitet die Bundesregierung aktuell auch bereits an einem Programm zur Absicherung des Konverterplattformbaus für Offshore-Windparks, das in Kürze vorgestellt werden soll. Auch die Europäische Investitionsbank arbeitet daran, ein Garantieprogramm für die Windbranche aufzulegen.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Siemens Energy, Bundesregierung, BMWK, Konzern, WIndkraft, Branche, offshore, onshore, Bürgschaft, Geschäftsjahr, Bilanz, Ausbau, SIemens Gamesa
Windenergie Wiki:
Windpark, Turbine, Energiewende



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