2024-02-23
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Aserbaidschan im Fokus der Investoren

Bislang setzt der rohstoffreiche Aserbaischan vor allem auf fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas. Doch auch das Land im Südkaukasus kann sich der globalen Energiewende nicht entziehen. Und so gaben sich in den vergangenen Tagen Großinvestoren aus dem arabischen Raum die Klinke in die Hand, um Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien anzustoßen.

So soll der fertige Windpark in Aserbaidschan einmal aussehen (Bild: EBWE)So soll der fertige Windpark in Aserbaidschan einmal aussehen (Bild: EBWE)

Die Vertreter von Masdar, dem Energiekonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), nutzten die Gelegenheit, um bei der Einweihung des 230 MW Solarparks Garadagh – dem größten in der Region – gleich den nächsten Deal unter Dach und Fach zu bringen. Und so wurden Verträge für weitere Solar- und Onshore-Windprojekte mit einer Gesamtkapazität von 1 Gigawatt mit der Regierung des 10 Millionen-Einwohner-Landes unterzeichnet.

Al Jaber, designierter Präsident des kommenden Weltklimagipfels COP28 und Vorsitzender von Masdar, sagte anlässlich der Eröffnung: „Aserbaidschans Ehrgeiz, durch erneuerbare Energien kohlenstoffarme und kohlenstofffreie Lösungen zu entwickeln, ist genau das, was die Welt jetzt braucht. Die VAE sind stolz darauf, die Ziele Aserbaidschans für saubere Energie zu unterstützen, das bis 2030 mehr als 30 Prozent seiner gesamten Energiekapazität aus erneuerbaren Energien erzeugen will. Wir brauchen von allen Ländern der Welt klare Pläne für die Energiewende mit eindeutigen Zielen für die Kapazität an erneuerbaren Energien.“

Bei dem eingeweihten Garadagh-Solarpark handelt es sich um das erste Projekt von Masdar in Aserbaidschan und das erste unabhängige Solarstromprojekt auf der Grundlage ausländischer Investitionen. Der Park wird jährlich eine halbe Milliarde Kilowattstunden Strom erzeugen, genug, um mehr als 110.000 Haushalte mit Strom zu versorgen, und die Kohlendioxidemissionen um über 200.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Bei der Einweihung des Solarparks waren hochrangige Vertreter*innen der Regierung Aserbaidschans und des Konzerns Masdar anwesend (Bild: Masdar)

Allerdings ist Masdar nicht das einzige Unternehmen, was große Pläne in Aserbaidschan hat. Auch ACWA Power aus Saudi-Arabien und ebenfalls großer Investor in Energieprojekte, will im Land die Erneuerbaren ausbauen und hat nun den Bau eines Windparks mit einer Leistung von 240 Megawatt in Ost-Aserbaidschan angekündigt. Dabei handelt es sich um das erste Windkraftprojekt in Aserbaidschan und das größte in der Kaukasusregion. Nach der Inbetriebnahme werden die 240 MW des Windparks in Absheron und Khizi jährlich bis zu 893 Gigawattstunden (GWh) sauberen Strom erzeugen und die Kohlenstoffemissionen des Landes um mehr als 400.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Marco Arcelli, Chief Executive Officer von ACWA Power, sagte: "ACWA Power ist begeistert, eine zentrale Rolle dabei zu spielen, Aserbaidschan dabei zu helfen, sein Ziel zu erreichen, bis 2030 30 Prozent seines Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen zu decken. Wir sind unseren Finanzierungspartnern, der EBRD und dem OPEC-Fonds, sehr dankbar für ihre unerschütterliche Unterstützung bei der Verwirklichung dieser Vision. Unser Engagement für Nachhaltigkeit geht über die Grenzen hinaus, und da wir einen weiteren Meilenstein für dieses bedeutende Projekt erreichen, freuen wir uns auf die weitere Unterstützung aller unserer Interessengruppen."

Dabei haben beide Projekte eines gemein: Die finanzielle Unterstützung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE). Allein für den Windpark wurde ein Konsortialkredit in Höhe von 197,1 Millionen US-Dollar gewährleistet – zusätzlich zur Unterstützung durch den OPEC-Fonds für internationale Entwicklung (OPEC-Fonds).

Die Bank selbst sieht sich als wichtigen Förderer der grünen Agenda Aserbaidschans, sowohl durch Investitionen als auch durch technische Zusammenarbeit und politischen Dialog, die in einer im Dezember 2022 unterzeichneten Absichtserklärung verankert wird. Bis heute hat die Bank mehr als 3,6 Milliarden Euro in 188 Projekte im Land investiert und leistet Unterstützung bei der Diversifizierung der Wirtschaft und dem Erreichen der grünen Klimaziele.

Damit kommt sie ihrer Aufgabe nach, die Länder in Mittel- und Osteuropa sowie in den ehemaligen Staaten der UdSSR bei ihrem Transformationsprozess hin zu Marktwirtschaft finanziell zu unterstützen, und sie an die Europäische Union heranzuführen. Der parlamentarische Kooperationsausschuss zwischen der EU und Aserbaidschan, dem beiderseitig hochrangige Politiker angehören, hält langfristig gesehen sogar einen Beitritt Aserbaidschans zur EU für möglich. 

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
EDRD, EBEW, Aserbaidschan, Bank, Finanzierung, Energiewende, Rohstoff, erneuerbar Energie, ACWA Power, Masdar, Arabien
Windenergie Wiki:
Windpark, MW, Megawatt



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