2022-07-02
http://w3.windmesse.de/windenergie/news/39990-europa-windeurope-giles-dickson-ausbau-windkraft-zahlen-2021-energieziel-klimaschutz-offshore-onshore-lieferkette-green-deal

Meldung von Windmesse.de

List_windmesse_logo_pos

Zum Branchenprofil von


Europas Windkraftausbau lahmt gewaltig

Europa baut bei Weitem nicht genug neue Windkraftanlagen, um die angestrebten Energie- und Klimaziele zu erreichen, so der europäische Windenergieverband WindEurope. Das Problem sind auch weiterhin die Genehmigungsverfahren, die den Ausbau verzögern.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Laut der Jahresstatistik 2021 von WindEurope hat die EU im Jahr 2021 nur 11 GW an neuen Windparks gebaut und wird laut einer Prognose im Zeitraum 2022-26 jährlich 18 GW bauen. Die EU benötigt jedoch 30 GW pro Jahr an neuen Windkraftanlagen, um ihr Ziel für erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen.

81% der neuen Windkraftkapazitäten im vergangenen Jahr in Europa waren Onshore-Windkraftanlagen. Am meisten Zubau gab es in Großbritannien, Schweden, Deutschland, der Türkei und den Niederlande. Schweden baute die meisten Onshore-Windkraftanlagen, das Vereinigte Königreich die meisten Offshore-Windkraftanlagen.

Die WindEurope-Jahresstatistik gibt auch einen Ausblick auf den Zeitraum 2022-2026 - und lässt nichts Gutes ahnen. WindEurope geht davon aus, dass die EU in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich 18 GW pro Jahr an neuen Windparks bauen wird. Das ist zwar besser als 2021, aber immer noch deutlich weniger als die Windkraftanlagen, die die EU eigentlich bauen müsste, um ihr Ziel von 40% erneuerbarer Energien bis 2030 zu erreichen.

Drei Viertel der Neuinstallationen in den Jahren 2022-26 werden weiterhin auf Onshore-Windkraftanlagen entfallen. Es wird erwartet, dass Deutschland in den nächsten fünf Jahren die meisten neuen Windkapazitäten installieren wird, gefolgt vom Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien und Schweden.

"Das geringe Volumen untergräbt den Green Deal. Und es schaden der europäischen Windenergie-Lieferkette", kritisiert Giles Dickson, CEO von WindEurope.

Das Problem beim Ausbau stellen immer noch die Genehmigungen dar. In Europa werden nicht annähernd so viele neue Windparks genehmigt, wie benötigt werden. Und fast keiner der Mitgliedstaaten hält die in der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien vorgeschriebenen Fristen für Genehmigungsverfahren ein. Die Genehmigungsvorschriften und -verfahren sind zu komplex. Die Genehmigungsbehörden sind nicht immer ausreichend mit Personal ausgestattet.

In einem Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärt WindEurope, wie sich die geringe Zahl der genehmigten Projekte auf die europäischen Windturbinenhersteller und die gesamte Lieferkette auswirkt. Und wie die Branche auch mit höheren Preisen für Stahl und andere Rohstoffe zu kämpfen hat - und mit gestörten internationalen Lieferketten. Im Jahr 2021 arbeiteten vier der fünf europäischen Windturbinenhersteller mit Verlust.

"Die europäische Windindustrie verliert Geld, schließt Fabriken und baut Arbeitsplätze ab - und das gerade dann, wenn sie eigentlich wachsen sollte, um den enormen Ausbau der Windenergie in Europa zu bewältigen. Wenn das so weitergeht, ist der Green Deal in Gefahr, ganz zu schweigen von den europäischen Energiesicherheitszielen", so Dickson.

Dabei ist gerade jetzt die Einhaltung des europäischen Green Deals essentiell, denn er bietet neben Arbeitsplätzen und Innovation auch Energiesicherheit. Schon vor dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine war klar, dass Europa die erneuerbaren Energien rasch ausbauen muss. Die hohen Energiepreise des letzten Jahres verstärken diese Notwendigkeit nur noch. Sie zeigen, wie gefährlich es ist, dass Europa 58% seiner Energie importiert und insbesondere von teuren Importen fossiler Brennstoffe abhängig ist, die oft aus unzuverlässigen Quellen stammen. Sie zeigen, dass Europas Industrie und Unternehmen dringend mehr erneuerbare Energien "made in Europe" brauchen - nicht zuletzt, weil erneuerbare Energie billiger ist als fossile Energie.

Giles Dickson, CEO von WindEurope, sagt: "Europa muss jetzt handeln, um sicherzustellen, dass seine Ambitionen im Bereich der erneuerbaren Energien von europäischen Unternehmen und europäischen Arbeitnehmern umgesetzt werden können. Die Lösungen liegen auf der Hand: Vereinfachung der Genehmigungsverfahren, Förderung der Innovation und Gewährleistung, dass die Regierungen den Wert der europäischen Industrie für die Gesellschaft, die Umwelt und die Energiewende anerkennen und belohnen."

Quelle:
WindEurope
Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Europa, WindEurope, Giles Dickson, Ausbau, Windkraft, Zahlen, 2021, Energieziel, Klimaschutz, offshore, onshore, Lieferkette, Green Deal
Windenergie Wiki:
Windpark, Energiewende



Alle Meldungen Von Windmesse.de

List_windmesse_logo_pos

Meldungen im Archiv


Thematisch passende Windmesse.de Mitglieder im Branchenverzeichnis

  • Newlist_windeurope_primary_rgb
  • Newlist_logo.green-energy3000
  • Newlist_logo_ce-en-rvb-lr
  • Newlist_logo_offtec_claim
  • Newlist_we22_update_rgb_300dpi_pur
  • Newlist_rts_wind_ag_logo_652x312px
  • Newlist_logo.aon
  • Newlist_wpd-logo
  • Newlist_logo.hydac
  • Newlist_logo.weigt
  • Newlist_logo.tuev-sued-offshore
  • Newlist_lap_logo
  • Newlist_logo.baltic-taucher
  • Newlist_logo
  • Newlist_bmu_logo
  • Newlist_logo.otti
  • Newlist_eno_energy_ogo_claim
  • Newlist_stiftung_offshorewind
  • Newlist_bwts_logo_2021
  • Newlist_radolid_logo
  • Newlist_ig_windkraft_logo_small

Mehr Ergebnisse



Stichwortsuche

© smart dolphin Gmbh 1999 - 2022 | Impressum | Wir über uns | Smart Energy Symposium und 19. Windmesse Symposium | Windmesse Redaktion | Datenschutzerklärung | Wiki