2020-12-04
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Europäisches Großprojekt zur Batterieforschung auf den Weg gebracht

Die Europäische Kommission hat ein wichtiges Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse ("IPCEI") genehmigt, das gemeinsam von Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Schweden eingereicht wurde, um Forschung und Innovation im gemeinsamen europäischen Schwerpunktbereich Batterien zu unterstützen.

Bild: PixabayBild: Pixabay

Der Übergang zur Klimaneutralität, auch durch saubere und emissionsarme Mobilität, wird erhebliche Chancen für Wirtschaftswachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen und technologische Entwicklung bieten. Es wird daher erwartet, dass die Nachfrage nach Batterien in den kommenden Jahren sehr schnell steigen wird. Die Europäische Kommission hat Ende 2017 eine "European Battery Alliance" mit interessierten Mitgliedstaaten und Industrieunternehmen ins Leben gerufen und im Mai 2018 einen strategischen Aktionsplan für Batterien verabschiedet.

Innerhalb des Projektrahmens sollen nachhaltige Technologien für Lithium-Ionen-Batterien (Flüssigelektrolyt und Festkörper), die länger halten, kürzere Ladezeiten haben, sicherer und umweltfreundlicher sind als die derzeit verfügbaren, entwickelt werden.

Zusätzlich soll darauf geachtet werden, die Umweltverträglichkeit in allen Segmenten der Batterie-Wertschöpfungskette zu verbessern. Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck und die bei den verschiedenen Produktionsprozessen anfallenden Abfälle zu reduzieren sowie eine umweltfreundliche und nachhaltige Demontage, Wiederverwertung und Veredelung im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

Die sieben beteiligten Staaten dafür werden in den kommenden Jahren bis zu 3,2 Mrd. EUR für dieses Projekt bereitstellen, das voraussichtlich weitere 5 Mrd. EUR an privaten Investitionen freisetzen wird. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für 2031 geplant (mit unterschiedlichen Zeitplänen für jedes Teilprojekt).

Margrethe Vestager, Kommissarin für Wettbewerbspolitik, sagte: "Die Batterieproduktion in Europa ist für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von strategischem Interesse, da sie ein Potenzial in Bezug auf saubere Mobilität und Energie, Schaffung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit bietet. Unsere wichtigen Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse ebnen den Weg für Behörden und Unternehmen aus mehreren Mitgliedstaaten, sich zusammenzuschließen und ehrgeizige Innovationsprojekte mit positiven Auswirkungen auf die Industriezweige und Regionen zu konzipieren. Die genehmigte Beihilfe wird sicherstellen, dass dieses wichtige Projekt ohne übermäßige Wettbewerbsverzerrungen durchgeführt werden kann."

Maros Sefcovic, Vizepräsident für interinstitutionelle Beziehungen und Zukunftsforschung, sagte: "Unser Fokus auf die Steigerung der Innovationskraft im Rahmen der European Battery Alliance liegt auf starken industriellen Partnerschaften. Dank der intensiven Bemühungen von sieben Mitgliedstaaten, der Industrie und der Kommission entsteht das erste große gesamteuropäische Batterie-Ökosystem Europas, mit Leitprojekten in allen Segmenten dieser strategischen Wertschöpfungskette. Wir haben das richtige Rezept für unsere Industriepolitik im 21. Jahrhundert gefunden: eine enge Zusammenarbeit zwischen den Industrieakteuren, konzertierte Maßnahmen zur Beschleunigung der Innovation vom Labor zur Marktreife, gemeinsame Finanzinstrumente des privaten und öffentlichen Sektors und ein zukunftsfähiger Rechtsrahmen zur Unterstützung einer stärkeren wissensbasierten europäischen Wirtschaft.

Teilnehmerübersicht des Projekts (Grafik: Europäische Kommission)

An dem Projekt werden 17 direkte Teilnehmer, meist industrielle Akteure, darunter kleine und mittlere Unternehmen, beteiligt sein, von denen einige in mehr als einem Mitgliedstaat tätig sind. Die direkten Teilnehmer werden eng miteinander und mit über 70 externen Partnern zusammenarbeiten.

So kommentierte Herbert Schein, Vorstandvorsitzender der VARTA AG, die Beteiligung seines Unternehmens: „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten. Die VARTA AG wird in den kommenden Jahren von der steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien mit erstklassiger Qualität und höchster Energiedichte weiter profitieren. Dafür werden wir die Lithium-Ionen-Technologie hinsichtlich dieser Anforderungen gezielt weiterentwicken, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung in die Produktion.“

Auch Autohersteller BMW ist an dem Projekt beteiligt und zeigt bereits heute, dass großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. So hat das Unternehmen einen Liefervertrag mit Ganfeng für nachhaltiges Lithium aus dem Bergbau in Australien abgeschlossen.  Dabei steht eine ethisch verantwortliche Rohstoffgewinnung und -verarbeitung im Mittelpunkt. Die Einhaltung von Umweltstandards und Menschenrechten hat dabei oberste Priorität. „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt unserer Unternehmensstrategie und spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau der Elektromobilität. Wir sind uns unserer Verantwortung voll bewusst: Lithium und andere Rohstoffe müssen unter ethisch verantwortlichen Bedingungen gewonnen und verarbeitet werden“, betont Dr. Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk. Die Gewinnung des Lithiums bei Ganfeng erfolgt mittels Bergbau aus so genannten Hardrock-Lagerstätten in Australien. Dabei gelten höchste Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit. 

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Batterie, Europa, Europäische Kommission, Projekt, Forschung, Förderung, BMW, Varta, Partner, Industrie, Nachhaltigkeit



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