2019-11-13
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FloaWER: Internationales Forschungsprojekt bringt schwimmende Windkraftanlagen zur Marktreife

Offshore-Windkraftanlagen gehören in Europa mittlerweile zur Norm wenn es um die Nutzung erneuerbarer Energien geht. Allerdings sind die internationalen Märkte durch die Beschaffenheit des jeweiligen Meeresbodens limitiert. Wo der Ozean zu tief ist, sollen künftig schwimmende Anlagen zum Zuge kommen und so weitere Regionen für die Energiegewinnung erschließen. Ein neues europäisches Forschungsprojekt namens 'Floating Wind Energy Network (FloaWER)' soll in den kommenden Jahren diese Anlagen zur Marktreife bringen.

Bild: FloaWERBild: FloaWER

Frank Adam vom Lehrstuhl für Windenergietechnik (LWET) der Universität Rostock hat dieses neue EU-Forschungsprojekt gemeinsam mit dem Forschungsinstitut École Centrale Nantes (ECN) in Frankreich eingeworben, dem auch die Projektleitung untersteht. In den kommenden Jahren werden Wissenschaftler aus verschiedensten europäischen Nationen und Forschungseinrichtungen zusammen daran arbeiten.

Antragsberechtigt waren insgesamt 134 Länder, Ziel des EU-Programms ist die Förderung der besten Nachwuchswissenschaftler. „Als Lehrstuhl sind wir eine von zehn Wissenschaftseinrichtungen in diesem europäischen Forschungsprojekt, in dem mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro Doktoranden strukturiert ausgebildet werden“, so Adam.

Es ist nicht das erste Projekt in Rostock, das sich mit schwimmenden Windkraftanlagen auseinandersetzt. In der Vergangenheit wurde hier bereits in Zusammenarbeit mit der GICON-Unternehmensgruppe an der Entwicklung und maßstäblichen Erprobung einer Substruktur für Windenergieanlagen der dritten Generation für Turbinen ab 6 MW geforscht.

Auch die Projektpartner können auf langjährige Erfahrungen im Bereich der schwimmenden Anlagen zurückblicken. So wurde in der ECN in Nantes die Floatgen-Anlage (Bild links, Copyright: Ideol) mitentwickelt, die seit dem vergangenen Jahr vor der französischen Küste in Betrieb ist und bereits wertvollen Forschungsinput geliefert hat.

Schwimmende Turbinen bieten gegenüber den herkömmlichen Offshore-Anlagen viele Vorteile. „Man kann Windräder auch dort betreiben, wo das Wasser tief ist“, erklärt Adam. Dadurch könnten in Zukunft viele weitere Regionen von Offshore-Wind profitieren. Neben den europäischen Küsten wie etwa dem Mittelmeer und der Atlantikküste rücken dadurch auch die Gewässer rund um Japan oder die Westküste der USA in den Fokus der Industrie.

Ein weiterer Vorteil der schwimmenden Anlagen liegt darin, dass keine teuren Errichterschiffe mehr benötigt werden. Die schwimmende Windenergieanlage kann bereits im Hafenbecken auf die Gründungsstruktur montiert und anschließend mit Schleppern an den vorgesehenen Standort gezogen werden, wo sie dann nur noch verankert wird. Dadurch entfallen auch die immer wieder in der Kritik stehenden Rammarbeiten, deren Lärm Meeresbewohner wie Schweinswale beeinträchtigen kann.

Das Projekt beinhaltet vielfältige Forschungsansätze (Bild: FloaWER)

Alle zehn Partner des Forschungsprojektes beschäftigen sich mit anderen Fragestellungen zu den schwimmenden Offshore-Anlagen. Dabei geht es unter anderem um unterschiedliche technische Details oder um Kostenminimierung. Die Rostocker Forscher legen den Fokus auf die Strukturoptimierung, also darauf, dass das System bei einer Lebensdauer von bis zu 25 Jahren tragfähig und preisgünstig ist. Dazu wird mit einer Simulationssoftware berechnet, wie sich die schwimmenden Windenergieanlagen bei Wind und Wetter verhalten, auch im Hinblick auf die Verwendung von neuartigen Materialien.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Universität Rostock, international, Forschung, schwimmend, Windkraftanlage, Floater, ECN, EU, Gründungsstruktur, Förderung, Floatgen, GICON, offshore, Windkraft
Windenergie Wiki:
Turbine, MW



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