2019-11-13
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Schottland setzt voll auf Offshore-Windenergie: 8 Gigawatt bis 2030

In Schottland haben sich Industrie und Behörden zum Scottish Offshore Wind Energy Council zusammengeschlossen. Das Ziel: Innerhalb von zehn Jahren den Anteil der Offshore-Windenergie verachtfachen!

Bild: PixabayBild: Pixabay

Kühne Pläne aus dem hohen Norden: Der am Dienstag gegründete Scottish Offshore Wind Energy Council hat es sich zum Ziel gesetzt, die Offshore-Windbranche zu unterstützen, um den lokalen Anteil an Projekten zu erhöhen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu soll die Kapazität der Offshore-Windenergie in Schottland von derzeit 1 Gigawatt auf 8 Gigawatt im Jahr 2030 steigen. Damit könnte jeder schottische Haushalt rein rechnerisch gleich doppelt mit Ökostrom vom Meer versorgt werden.

Im Council haben sich dazu sowohl Vertreter der Politik wie der schottische Energieminister Paul Wheelhouse, als auchvon Behörden, dem Verband und der Industrie zusammengetan. Auf Basis des sogenannten UK Sector Deals aus dem März diesen Jahres will Schottland damit sein großes Offshore-Potenzial stärker ausnutzen und die Ökostromgewinnung auf dem Meer konsequent vorantreiben. Mit den derzeit anvisierten 8 GW könnten 5,2 Millionen Haushalte versorgt werden, mehr als doppelt so viele wie es derzeit in Schottland gibt. Der zu viel produzierte Strom könnte mit entsprechenden Unterwasserleitungen in ganz Europa vermarktet werden.

Energieminister Paul Wheelhouse betont deshalb auch die wirtschaftliche Bedeutung, die ein solcher Ausbau mit sich bringen würde: "Der Offshore-Wind stellt für Schottland eine enorme Chance dar, sowohl in Bezug auf seine Fähigkeit, uns bei der Dekarbonisierung unseres Energiesystems zu helfen, als auch in Bezug auf sein Potenzial, wirtschaftlichen Wert für Schottland zu schaffen. Der Scottish Offshore Wind Energy Council wurde gegründet, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um mutige Pläne zur Schaffung eines wettbewerbsfähigen, kommerziell attraktiven Offshore-Windsektors in Schottland zu verwirklichen, der sowohl im Inland als auch auf dem globalen Offshore-Windmarkt liefern kann, mit Möglichkeiten zur Entwicklung einer weltweit wettbewerbsfähigen Lieferkette für fest installierte und schwimmende Windtechnologien."

Die Erfolgsaussichten für dieses Vorhaben sehen derzeit - unabhängig von einem Brexit und allen folgenden Unwägbarkeiten - sehr gut. Bereits heute verfügt das Land über 1 Gigawatt installierte Offshore-Windkapazität. Auch technologisch kann das Land unter anderem bereits auf den ersten kommerziell betriebenen schwimmenden Offshore-Windpark (Hywind) verweisen. Gerade in dem Technologiezweig der Floater schlummert noch enormes Potenzial, denn mit der Erschließung auch größerer Wassertiefen können weltweit noch viele weitere Regionen vom Offshore-Wind profitieren.

Dort technologisch zu den Pionieren zu gehören, dürfte dem Land weitere Arbeitsplätze bringen. Die Pläne gehen derzeit von einem Anstieg von 75 Prozent auf 6000 Menschen in den kommenden zehn Jahren aus. Ambitionierte Pläne, die auch anderen Ländern gut stehen würden.

Energieunternehmen SSE beim Installieren von Offshore-Windparks (Bild: SSE)

Gleichzeitig würde Schottland damit seinen Klimaschutzzielen - Netto-Null-Emissionen an schädlichem CO2 bis 2045 - einen entscheidenden Schritt näher kommen. "Die Ziele des Councils orientieren sich an der Notwendigkeit, Schottlands erneuerbare Offshore-Energiequelle so zu nutzen, dass sie einen maximalen wirtschaftlichen und ökologischen Vorteil bietet", Brian McFarlane, der beim schottischen Energieunternehmen SSE die Offshore-Windaktivitäten managt. "Offshore-Wind wird eine Schlüsselrolle bei unseren Bemühungen spielen, die Klimakrise zu bewältigen und das ehrgeizige Null-Emissionsziel Schottlands zu erreichen, und die Mitglieder des Councils verpflichten sich, dafür zu sorgen, dass Schottland das Beste aus diesen innovativsten Technologien macht, wenn wir versuchen, unser Energiesystem weiter zu dekarbonisieren."

Ehrgeizige Ziele, an denen sich so manch anderen Länder ein Beispiel nehmen sollten.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Schottland, offshore, Windenergie, Windpark, schwimmend, Anlagen, Council, Zusammenschluss, Energieminister, Unternehmen, Industrie, Technologie, Pionier
Windenergie Wiki:
Dekarbonisierung, Brexit



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