2019-07-20
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Kommentar: Schwarzer Peter für die Windkraft – mal wieder!

Eine 'neue' Studie bietet mal wieder ein gefundenes Fressen für alle Windkraftgegner - dabei lohnt es sich, den Text zu Ende zu lesen

Bild: PixabayBild: Pixabay

Das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR), Abteilung für Technische Thermodynamik, hat kürzlich eine Studie mit dem Titel Fluginsekten – Studie zu Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks“ veröffentlicht. Darin wird nach einer eingehenden Literaturrecherche – denn präzisere Untersuchungen gibt es bislang nicht – der Schluss gezogen, dass Windkraftanlagen einen Anteil am aktuellen Insektensterben haben könnten.

Hurra! Das freut natürlich vor allem die Vertreter der Landwirtschaft, die diese Meldung freudig weiter verteilen! Endlich ist ein neuer Sündenbock für das Insektensterben gefunden, schnell wird der Schwarze Peter zu der ohnehin ungeliebten Windkraft abgeschoben. Da kann dann ja weiter fröhlich mit Pestiziden um sich gespritzt und auch der letzte Lebensraum für Insekten durch intensive Landwirtschaft vernichtet werden, denn Schuld am Verschwinden sind nun andere!

Und auch ein Herr Scheuer samt der Heerscharen an Autofahrern, die ihm mit Tempo 200 über die deutschen Autobahnen folgen, findet bestimmt Gefallen an der Studie – wird doch mit keinem Wort erwähnt, wie hoch der Anteil der Insekten sein könnte, der dem Verkehr auf deutschen Straßen und Schienen zum Opfer fällt. Wer schon mal im Sommer nach einer Spazierfahrt sein Auto gereinigt hat, wird sicher wissen, was gemeint ist...

Zum Abschluss ein Zitat aus eben dieser Studie, die der ein oder andere vielleicht doch hätte selbst lesen sollen: Es ist bisher unmöglich, die Auswirkung der hier geschätzten Verluste auf die Gesamtpopulation der Fluginsekten zu quantifizieren, weil die Größe der Gesamtpopulation unbekannt ist. Da der Einfluss anderer menschlicher Aktivitäten wie die Ausbringung von Pestiziden, intensive Landwirtschaft, Verkehrsaufkommen, Urbanisierung, Klimawandel u.a. bisher ebenfalls nicht quantifiziert wurde, ist auch kein Vergleich der hier geschätzten Verluste mit diesen anderen Auswirkungen möglich.“ (Zitat aus ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN 68. Jg. (2018) Heft 11, Seite 54, veröffentlicht beim DLR).

Klingt relativierend? Ist es auch.

Autor:
Windmesse Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
DLR, Studie, Insekten, Insektensterben, Windkraft, Zusammenhang, Verkehr, Landwirtschaft



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