2019-10-15
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Ein Leckerbissen: Muscheln aus dem Offshore-Windpark

In Belgien wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts in der Nordsee die ersten Muscheln aus einem Offshore-Windpark serviert. Fazit: Lecker!

Bild: PixabayBild: Pixabay

Im Rahmen des Forschungsprojekts ‚Nordsee-Aquakultur‘ wurden nun die ersten Muscheln aus integrierter Zucht gefangen. Bei dem Projekt arbeitet eine Reihe von Forschern und Unternehmen zusammen, um Wuchs und Anbau von Aquakulturen vor der belgischen Küste zu testen. Dabei sind nun offenbar besonders gute belgische Muscheln herausgekommen.

Diese belgischen Muscheln haben mit 36% bis 39% einen höheren Fleischanteil als andere gewöhnliche Muscheln und sind aus den Geschmacks- und Anwendungstests der Colruyt Gruppe als besonders schmackhaft hervorgegangen. Nancy Nevejan vom UGent Labor für Aquakultur & ARC ergänzt: „Außerdem fällt auf, dass diese Muscheln besonders schnell wachsen. Über 12 Monate haben sie die volle Größe erreicht, während die Zeeländischen Bodenmuscheln 18-20 Monate benötigen, um ihre Reife zu erreichen.“

Aus dem Projekt soll in den kommenden zwei Jahren das Konzept einer „Seafarm“ hervorgehen: Oben wird Windenergie produziert, unten Muscheln. Das funktioniert offenbar besonders gut, da die Aquakulturen in den Windparks nicht gestört werden – der Schiffsverkehr innerhalb der Parks ist verboten. Trotzdem muss zunächst das entsprechende Gebiet im Raumordnungsplan als Muschelzuchtgebiet ausgewiesen werden – allerdings steht auch die Politik hinter diesem Projekt, weshalb die Genehmigung kein Problem sein sollte.

Philippe De Backer, belgischer Staatssekretär für die Nordsee, freut sich darüber: „Unser Nationalgericht sind Muscheln mit Pommes. Ich freue mich sehr, dass wir in absehbarer Zeit echte belgische Muscheln servieren können. Ich glaube, dass unsere Nordsee die Fähigkeit hat, langfristig eine echte Seafarm zu werden, die nicht nur eine Brutstätte für Muscheln, sondern auch für Austern und Algen sein wird. Als zuständiger Staatssekretär möchte ich mich noch stärker darauf konzentrieren. Deshalb habe ich im Rahmen des Meeres-Raumplans einen zusätzlichen Raum vorgesehen, um diesen innovativen Projekten alle Möglichkeiten zu bieten. Auch in dieser Frage müssen wir in Europa ein Trendsetter sein."

„Die nächste Generation von Windparks wird neben Energie auch Lebensmittel produzieren“, zeigt sich auch Wannes Voorend, Biotechnologe bei der Colruyt Gruppe, von dieser Idee überzeugt.

Autor:
Windmesse-Redaktion
Email:
presse@windmesse.de
Keywords:
Belgien, offshore, Windpark, Muscheln, Zucht, Energie, Aquakultur, Projekt, Forschung, Nahrung



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