2024-04-21
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GE und Senvion wollen Adwen

Internationale Verstrickungen um den Verkauf des französisch-spanischen Joint Ventures

8MW-Turbine von Adwen (Bild: Adwen)8MW-Turbine von Adwen (Bild: Adwen)

Dass die Übernahme des spanischen Turbinenherstellers Gamesa durch den deutschen Konzern Siemens so lange gedauert hat, lag zum großen Teil an den Offshore-Aktivitäten der Spanier. Diese hatten vor einigen Jahren gemeinsam mit dem französischen Atomkonzern Areva ein 50:50-Joint Venture gegründet, um ihre Offshore-Aktivitäten auf dem kostenintensiven Markt zu bündeln.

Siemens, bereits Marktführer im Offshore-Segment, hatte aber offenbar nur ein geringes Interesse daran, sich die spanische Hälfte des Joint Ventures zu sichern, weshalb die Zukunft Adwens nach der Übernahme zunächst offen blieb. Nun scheint allerdings neue Bewegung in die Sache zu kommen.

Wie Reuters aus gut unterrichteten Kreisen berichtet, haben sowohl der amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) als auch der deutsche Turbinenhersteller Senvion aus Hamburg Interesse daran, Gamesas Hälfte an Adwen zu kaufen. Senvion ist bereits seit Längerem erfolgreich auf dem Offshore-Markt unterwegs, während sich GE erst kürzlich durch die Übernahme des französischen Alstom-Konzerns auf diesen Markt wagte. Nun ist man in den USA aber scheinbar an einer Vergrößerung diesen Geschäftszweigs interessiert und hat ein Gebot abgegeben.

Bis Mitte September hat Areva noch Zeit, über die Zukunft des JV zu entscheiden – so wurde es wohl in einem Nebendeal bei der Übernahme Gamesas mit Siemens vereinbart. Wenn bis dahin kein Bieter mit einem angemessenen Preis gefunden ist, dann übernimmt Gamesa (und damit Siemens) auch die französische Hälfte des JV – was wohl einem Aus des Unternehmens gleichkäme. Das Portfolio von Adwen kann vor allem mit einer großen 8MW-Anlage punkten, die allerdings noch keine Marktreife erlangt hat. Siemens stellte dagegen erst in dieser Woche eine eigene 8MW-Anlage vor.

Bei Siemens in München kann also man mit beiden Varianten leben, wie Konzern-Chef Joe Kaeser der Nachrichtenagentur sagte: „Wenn wir die 50 Prozent erhalten, ist das in Ordnung, und wenn wir es nicht tun, weil jemand ein besseres Angebot macht, verdienen sie es vielleicht auch.“

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Keywords:
Offshore, Joint Venture, Siemens, Gamesa, GE, Adwen, Areva
Windenergie Wiki:
Hamburg



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