2017-07-21
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Meldung von Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)

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Erneuerbare Energien in Brandenburg: Mehr als doppelt so viele Beschäftigte wie in der Braunkohle

Erneuerbare übernehmen Verantwortung für Strukturentwicklung in Brandenburg

Bild: BWE BrandenburgBild: BWE Brandenburg

Erstmals sind in diesem Jahr die Vertreter der Wind-, Bio- und Sonnenenergie zu einem gemeinsamen Branchentag in Potsdam zusammengekommen. „Die Herausforderungen für den laufenden Strukturwandel in Brandenburgs Energieversorgung können wir nur gemeinsam angehen“, erklärt Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin/Brandenburg vom Bundesverband WindEnergie (BWE). Zentrale Fragen sind dabei, wie der Innovationsstandort Brandenburg weiter ausgebaut werden kann und wie Kommunen stärker von der regionalen Wertschöpfung der Erneuerbaren profitieren können.

„In Brandenburg haben 2015 über 17.000 Menschen in einem Unternehmen gearbeitet, das erneuerbare Energie erzeugt. Das sind knapp zwei Prozent aller Arbeitsplätze“, erklärt Jan Hinrich Glahr. „Zum Vergleich: Die Braunkohle hat in der Lausitz heute gerade noch 8.000 Beschäftigte.“ (vgl. Tabelle) Gerade die Windenergie sorge dabei für kontinuierlichen Wachstum: Brandenburg hat derzeit die höchste Ausbaurate von Windenergie pro Einwohner bundesweit. „Die Erneuerbaren haben damit eine zunehmende Bedeutung auch für die Strukturentwicklung des Landes“, so Glahr weiter.

Sebastian Kunze, Referatsleiter im Städte- und Gemeindebund Brandenburg, betonte, dass Kommunen und Gemeinen noch stärker von der regionalen Wertschöpfung der Erneuerbaren profitieren müssten: „Akzeptanz vor Ort können wir nur erhalten, wenn die Bürger konkret messbare Vorteile in ihrer Gemeinde wahrnehmen." Möglich sei das etwa durch eine Änderung im System der Konzessionsabgaben der Netzbetreiber an die Kommunen: Denn bisher richte sich die Höhe der Abgaben nach dem Stromverbrauch in einer Region, nicht nach der Produktion. „Diese Regelung stammt aus Zeiten, als wenige große Kraftwerke Deutschland mit Strom versorgten. Das ist nicht mehr zeitgemäß, weil die Verteilnetze heutzutage nicht nur die Verbraucher anschließen, sondern auch für den Abtransport der dezentral erzeugten Erneuerbaren Energien erforderlich sind.“

Brandenburg steckt voller Innovationen rund um das zukünftige Energiesystem. Auf dem Branchentag wurden vier Projekte stellvertretend vorgestellt: Diese reichen vom Verbundkraftwerk, das unter anderem Wasserstoff in der Uckermark erzeugt über eine Mikrogasturbine auf Biomassebasis bis hin zu einem dezentralen Druckluftspeicher. In Cottbus arbeitet ein interdisziplinäres Team aus lokalen und überregionalen Partnern an einer Wirtschaftlichkeitsanalyse für die anteilige Versorgung der Stadt Cottbus mit reiner grüner Energie aus der Region. Auf der Basis des Konzepts sollen notwendige Anpassungen des politisch- rechtlichen Rahmens für die Landespolitik und die Koalitionspartner der neuen Bundesregierung formuliert werden. „Besonders dieses Projekt im Herzen der Lausitz steht für die gemeinsame Anstrengung im Strukturwandel“, sagt Jan Hinrich Glahr. „Wenn die Erneuerbaren vor Ort sichtbar zu Arbeitsplätzen,Energiekostensenkungen und dem Erreichen der Klimaschutzziele der Kommunen beitragen, steigt die Akzeptanz bei der Bevölkerung und damit die Bereitschaft, den weiteren Umbau der Energieversorgung zu unterstützen“, ist Jan Hinrich Glahr überzeugt.

Quelle:
BWE Regionalverband Brandenburg
Autor:
Pressestelle
Link:
www.wind-energie.de
Keywords:
BWE, Brandenburg, Regionalverband, Branchentag





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