2017-10-21
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Meldung von SSB Wind Systems GmbH & Co. KG

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Windmesse-Interview mit SSB Wind Systems

Die Windmesse-Redaktion sprach mit Helmut Reinke, Director Sales and Marketing bei der SSB Wind Systems GmbH & Co. KG, über den Ausbau der Service-Tätigkeiten sowie ein neues Schulungszentrum in Salzbergen

Windmesse: SSB Wind Systems plant, seine Serviceleistungen im Hinblick auf Pitch-Systeme weltweit massiv ausbauen. Erzählen Sie bitte etwas über die Idee, die dahinter steckt.

Helmut Reinke: Die Verfügbarkeit von Windenergieanlagen hängt maßgeblich von der Zuverlässigkeit der Anlagenkomponenten, und damit auch einem Pitchsystem, ab. Als OEM übernehmen wir gewissermaßen die Verantwortung für unsere Produkte über deren gesamte Lebenszeit. Da Service darüber hinaus auch ein gutes Geschäft ist, intensivieren wir hier unsere Aktivitäten in den Kernmärkten, in denen unsere Systems überwiegend zum Einsatz kommen, also in Europa, den USA sowie Asien.

 

Wie schnell ist SSB Wind Systems in der Lage, defekte Teile auszutauschen?

In der Regel können wir ab Kundenanfrage Ersatzteile innerhalb von rund 24 Stunden versenden. Um die Supply Chain im Servicebereich so effizient wir möglich zu gestalten, halten wir alle wichtigen Komponenten in unserem zentralen Ersatzteillager in Salzbergen und unseren lokalen Niederlassungen vor.

 

Um bei Defekten lange Stillstände bei den Windkraftanlagen zu verhindern, ist es nötig, ein möglichst dichtes Netz an Zulieferern zu haben. In welchen Ländern operiert SSB Wind Systems momentan?

Was den Servicebereich bzw. das Ersatzteilmanagement anbetrifft, werden defekte Komponenten direkt in Salzbergen instandgesetzt. Sicherlich haben wir Zulieferer, mit denen wir bei der Entwicklung und Fertigung von elektrischen Pitchsystemen zusammenarbeiten. Unsere Kunden sollen aber im Falle eines Problems oder Defektes einen zentralen Ansprechpartner haben, nämlich uns. Darüber hinaus wird unser weltweites Ersatzteilmanagement über zusätzliche Servicestandorte in Qindao, China, und Eden Prairie im US-Bundesstaat Minnesota unterstützt.

 

Der neue Service soll weit darüber hinaus gehen, einfach nur defekte Teile auszutauschen, sondern auch die hausinterne Forschungsabteilung einbeziehen. Wie muss man sich deren Arbeit in Zukunft vorstellen?

Um es nochmals zu verdeutlichen: Unser Service ist nicht in dem Sinne zu verstehen, dass wir selbst Arbeiten an WEA ausführen. Gleichwohl unterstützen unsere Ingenieure im Bedarfsfall Kunden bei der produktspezifischen Fehlersuche in einer Anlage vor Ort. Bei der Instandsetzung von Komponenten hier am Firmenhauptsitz analysieren wir diese eingehend, um wichtige Erkenntnisse für Produktoptimierungen zu erhalten und diese, wenn möglich, auch bei aktuellen Reparaturen einfließen zu lassen. Solche Optimierungen und auch Erfahrungen aus dem laufenden Anlagenbetrieb können dann wiederum in Produktupgrades einfließen, die oftmals das Resultat der intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit unserer eigenen F&E-Abteilung sind. Wir reden in diesem Zusammenhang also nicht von möglichen zukünftigen Aktivitäten dieser Abteilung, sondern von einer F&E-Strategie, die bereits seit längerem in unserem Hause existiert. Kunden sehen zumeist nur die Ergebnisse einer derartigen Strategie. Es ist uns aber wichtig, zu zeigen, dass unser Service über ein effizientes Ersatzteilmanagement hinausgeht und damit einen echten Mehrwert bietet. So wird die Instandsetzung und Reparatur von Komponenten sowie Systemen von uns immer nach dem neuesten Stand der Technik in OEM-Qualität durchgeführt.

 

Werden die Upgrades, die dann entwickelt werden, anschließend frei auf dem Markt verfügbar sein?

Sicherlich. Es gibt ja bereits eine Reihe von Upgrades, die wir schon anbieten, z. B. im Bereich der Batterieladetechnik, aktuelle Pitch-Controller-Lösungen oder Systemmodifikationen mit Blick auf den SDL-Bonus gemäß EEG.

 

Am Stammsitz in Salzbergen wird zusätzlich ein neues Schulungszentrum entstehen. Was versprechen Sie sich davon?

Nach unserer Einschätzung ist das Interesse unserer Kunden an Schulungen groß. Mit dem Zentrum runden wir gewissermaßen unsere Serviceleistungen ab, in dem wir unseren Kunden ein auf sie individuell abgestimmtes Schulungsprogramm in kleinen Gruppen bieten. Neben einem theoretischen Teil, in dessen Verlauf man den Servicetechnikern der Kunden zunächst den Aufbau und die Funktionsweise eines elektrischen Pitchsystems vermittelt, soll auch die Praxis nicht zu kurz kommen. So haben die Techniker die Möglichkeit, an voll funktionsfähigen Schulungs-Pitchsystemen die zuvor erlangten theoretischen Kenntnisse praktisch anzuwenden. Die zukünftigen Schulungen sind aber nicht auf den Standort Salzbergen beschränkt und können daher auf Wunsch auch im Feld an einer Anlage oder vor Ort bei einem Kunden stattfinden.

 

Gibt es darüber hinaus aus den anderen Unternehmensbereichen noch Neuigkeiten?

Wir haben auf der WindEnergy 2014 in Hamburg eine Reihe an neuen Produkten und auch Serviceleistungen vorgestellt, die auf enormes Interesse gestoßen sind. Allen voran BladeVision, eine Lösung, die es ermöglicht, den Wirkungsgrad einer Windenergieanlage genauer zu bestimmen und nachhaltig zu verbessern. Die Lösung lässt sich sowohl in Anlagen mit elektrischen als auch hydraulischen Pitchsystemen einsetzen. Derzeit wird BladeVision sehr intensiv im Feld erprobt. Bis zur Messe in Husum sind hierzu sicherlich einige interessante Neuigkeiten zu erwarten. Mit BladeVision oder dem Battery Lifecycle Management haben wir in jüngster Zeit zudem bewiesen, dass wir über elektrische Pitchsysteme hinaus weitere Neuigkeiten entwickeln können, die u.a. Potenziale für die Performancesteigerung von WEA bieten.

Autor:
Katrin Radtke
Email:
kr@windmesse.de
Windenergie Wiki:
WEA, Hamburg, Bonus





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